Infrastruktur_Investment_stabile-Ertraege

Infrastruktur Stabile Erträge realisierbar

Die Betreiber von Autobahnen, Versorger und Häfen können sich von Konjunktur und Börsentrends oft abkoppeln.

Regelmäßige Einkünfte unabhängig von Wirtschafts- und Börsenzyklen: Danach suchen langfristig orientierte Anleger. Realisierbar ist dies unter anderem durch Infrastrukturinvestments. Denn Investitionen in Transport (z. B. Häfen, Bahntrassen, Seilbahnen, Flugplätze), Kommunikation (Funk, Kabel), Ver- und Entsorgung (Strom, Gas, Fernwärme, Wasser, Abfall oder Müllverbrennung) liefern gut kalkulierbare regelmäßige Einnahmen. Hinzu kommen weitere Vorteile wie eine hohe Wertstabilität und ein gewisser Inflationsschutz. Auch der weltweit hohe Investitionsbedarf in diesen Bereich und das niedrige Zinsniveau sprechen für den Sektor mit seinen Value-Werten.

Direkt geht es nicht

Es gibt eine ganze Reihe börsennotierter Aktiengesellschaften, die sich auf einzelne oder mehrere Bereiche des Segments Infrastruktur spezialisiert haben. Die spanische Abertis (WKN 872392) etwa betreibt in 15 europäischen, amerikanischen und asiatischen Ländern Mautstraßen mit einer Gesamtlänge von mehr als 8.600 Kilometern. Hinzu kommen Brücken, Parkhäuser und der Betrieb verschiedener Kommunikationssatelliten für Rundfunk- und Fernsehprogramme sowie für Telekommunikations- und Multimediadienste. Von den 890 Millionen Euro Gewinn im Jahr 2017 hat Abertis 790 Millionen Euro als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Die Dividendenrendite liegt bei über 4 %. Künftig wollen die Spanier, an denen der deutsche Baukonzern Hochtief mit 86 % beteiligt ist, die Ausschüttungen noch steigern.

Die französische VINCI (WKN 867475) ist einer der weltweit größten Baukonzerne. Neben Konzessionen und Baudienstleistungen hält Vinci mehr als die Hälfte der lukrativen französischen Autobahnkonzessionen. In weiteren 20 Ländern ist VINCI im Infrastruktursektor aktiv – Flughäfen, Straßen, Parkhäuser und Schienenwege gehören zum Besitz. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis für das Jahr 2018 von rund 15 und einer Dividendenrendite von über 3 % ist das Unternehmen trotz des guten Kursverlaufs der vergangenen Jahre nicht hoch bewertet.

Breit diversifiziert statt mühsamen Stockpickings

Statt aktives Stockpicking zu betreiben, können Anleger auch auf spezialisierte Investmentfonds setzen. Der Franklin Global Listed Infrastructure Fund — A USD ACC (WKN A1T7WE) und der Credit Suisse (LUX) Infrastructure Equity FUND — B USD ACC (WKN A2H66S) werden zurzeit von Morningstar mit vier Sternen benotet. Die Top-Note von fünf Sternen erhält der First State Global Listed Infrastructure Fund (WKN A0QYLC). Größte Position im Fonds ist derzeit Dominion Energy (WKN 932798). Das US-Unternehmen versorgt mehr als sechs Millionen Kunden mit Strom und Erdgas. An zweiter Stelle folgt der australische Mautstraßenbetreiber Transurban Group (WKN 917177).

Aktien und Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs eines Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen, die in englischer und/oder deutscher Sprache vorliegen, erhalten Sie auf der Wertpapier-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Stand: 10.10.2018