Immobilien: Großer Gewinner der Nullzinsen

Immobilien Großer Gewinner der Nullzinsen

Als sichere Anlage sind Immobilien sehr beliebt. Aber lohnt jetzt noch der Einstieg bei Aktien aus dem Sektor?

Ein großer Gewinner der Nullzinsen in der Euro-Zone sind die Immobilien. Schon seit Jahren steigen die Preise in Deutschland massiv an. Das Research-Team der Commerzbank sieht „den dritten großen Immobilienboom in Deutschland seit den 1970er-Jahren“.

Niedrige Zinsen pushen Immobilienmarkt

Die weiterhin niedrigen Zinsen sorgen für klaren Rückenwind am Immobilienmarkt. Zudem schauen noch immer viele Investoren nach den vermeintlich sicheren Anlagen. Damit trifft eine sehr starke Nachfrage auf ein nicht beliebig auszuweitendes Angebot – weitere Preissteigerungen sind die logische Konsequenz. Zusammen mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hat ImmobilienScout24 vor Kurzem eine Branchenumfrage zur Einschätzung der aktuellen Marktlage am deutschen Immobilienmarkt durchgeführt. Dazu sagt ImmobilienScout24-Sprecher Jan Hebecker: „Seit acht Jahren sind sowohl die Mieten als auch die Kaufpreise für Immobilien beständig gestiegen. Dieser ‚Superzyklus‘ beschert der Immobilienbranche gute Gewinne, und entsprechend bewerten 89,4 % der befragten Immobilienunternehmen die Marktlage als hervorragend.“

Aussichten für Wohnimmobilien sind besonders gut

Insbesondere die Aussichten für Immobilienunternehmen im Bereich Wohnungen und Häuser bleiben gut. Denn während Einzelhandelsimmobilien unter dem boomenden Onlinehandel leiden, sind die großen Wohnimmobilien-Unternehmen nach einer Phase der Zurückhaltung wieder in die Expansion eingetreten. Bestes Beispiel ist hier Vonovia (WKN A1ML7J). Der einzige Immobilienwert im DAX hat im Frühjahr schon knapp 50.000 Wohnungen in Österreich beim Konkurrenten Buwog übernommen. Später folgte noch eine kleinere Übernahme in Schweden. Damit verfügt Vonovia jetzt über mehr als 394.000 Wohnungen im Gesamtwert von 38,5 Milliarden Euro.

Während viele andere deutsche Unternehmen zuletzt die Prognosen für 2018 gesenkt haben, hat Vonovia die eigene Prognose angehoben. Bei Immobilien ist die Ertragskennzahl „Funds from Operations (FFO)“ entscheidend. Im ersten Halbjahr hat das Bochumer Unternehmen die FFO gegenüber dem Vorjahr um 12 % auf 510 Millionen Euro gesteigert. Neben den guten Branchenaussichten lockt die Vonovia-Aktie zudem mit einer Dividendenrendite von 3,4 %. Sie liegt damit über dem DAX-Durchschnitt.

DIMAX-Zertifikat deckt Immobilienmarkt breit ab

Weiteres Potenzial für das gesamte Segment könnte die Übernahme der Deutschen Wohnen (WKN A0HN5C) durch Vonovia bringen. Damit würde ein großer Marktführer in Deutschland entstehen. Vorerst hat das Bundeskartellamt den Weg für diese Übernahme frei gemacht. Einen breiten Einstieg in den deutschen Immobilienmarkt bietet der DIMAX (WKN A0JZNS). In diesem Index sind die maßgeblichen börsennotierten deutschen Immobilienunternehmen zusammengefasst. Neben Vonovia und Deutsche Wohnen sind weitere deutsche Immobilienaktien wie LEG Immobilien (WKN LEG111) oder auch Grand City Properties (WKN A1JXCV) enthalten. Die Commerzbank hat mit dem Solactive DIMAX Deutschland Zertifikat (WKN DR3WZU) ein entsprechendes Zertifikat aufgelegt.

Aktien und Partizipations-Zertifikate unterliegen Kursschwankungen. Damit sind Kursverluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Partizipations-Zertifikaten besteht als Schuldverschreibung zudem ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis hin zum Totalverlust eintreten. Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Stand: 14.11.2018.; Quelle: comdirect.de