Heidelberger Cement Baustoffe

HeidelbergCement Favorit der Analysten

Der deutsche Baustoffhersteller steigert dank weltweit guter Baukonjunktur den Umsatz und ist attraktiv bewertet.

HeidelbergCement ist weltweit in rund 60 Ländern aktiv. Im zweiten Quartal 2018 konnte der Baustoffkonzern den Umsatz deutlich steigern. Die Aktie ist attraktiv bewertet und liefert gute Dividenden. Bei den Analysten gehört der DAX-Konzern zu den Favoriten. Allerdings ging der Konzerngewinn aufgrund von Währungs- und Konsolidierungseffekten leicht zurück. Rohstoffe und Energie sind teurer als im Vorjahr. Durch die Übernahme der italienischen Italcementi vor zwei Jahren ist die Verschuldung weiterhin hoch. Das könnte zum Problem werden, wenn sich die Baukonjunktur verschlechtert.

HeidelbergCement (WKN 604700)

Internationale Aufstellung: HeidelbergCement zählt zu den weltweit führenden Herstellern und Händlern von Zement, Beton und Baustoffen. Kernaktivitäten sind Herstellung und Vertrieb von Zement und Zuschlagstoffen, den beiden wesentlichen Rohstoffen für Beton. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte in rund 60 Ländern.

Umsatzsteigerungen: Der Konzernumsatz von HeidelbergCement stieg im zweiten Quartal um 4 % auf 4,8 Milliarden Euro. Negative Währungseffekte belasteten dabei mit 226 Millionen Euro. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte stieg der Umsatz sogar um 9 %. Alle Geschäftsbereiche trugen zu diesem Zuwachs bei.

Attraktive Bewertung: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von gut zehn für das Jahr 2018 ist die Aktie von HeiderbergCement im Vergleich zum DAX günstig bewertet. Auch die Dividendenrendite ist mit 3,4 % beachtlich und liegt über dem DAX-Durchschnitt.

Analystenvertrauen: Die Analysten beurteilen den Baustoffkonzern zurzeit äußerst positiv. Es gibt keine einzige Verkaufsempfehlung. Bei 20 Beurteilungen lauten 13 auf „Kaufen“, sieben auf „Halten“: Der comdirect Analystenscore liegt bei 65 % und damit in der DAX-Spitzengruppe.

HeidelbergCement (WKN 604700)

Gewinnrückgang: Im zweiten Quartal verringerte sich das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen um 3 % auf 936 Millionen Euro. Nach Abschreibungen sank das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs ebenfalls um 3 % auf 663 Millionen Euro. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte stieg das Ergebnis dagegen um 5 % an.

Anhaltende Belastungen: Das Ergebniswachstum wurde zuletzt von im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen belastet. Der Vorstand von HeidelbergCement rechnet damit, dass diese Belastungsfaktoren im weiteren Jahresverlauf anhalten.

Hohe Verschuldung: Nach dem Zukauf des italienischen Baumittelherstellers Italcementi im Jahr 2016 ist HeidelbergCement weiterhin hoch verschuldet. Zwar sank die Nettoverschuldung per Ende Juni wieder knapp unter die Zehn-Milliarden-Marke. Von der Zielmarke von sieben Milliarden Euro ist das Unternehmen aber noch weit entfernt.

Mögliche konjunkturelle Belastungen: In den vergangenen Jahren liefen Wirtschaft und Baukonjunktur weltweit rund. Abgesehen von den USA zeigt der weltweite Trend aktuell eher abwärts. Wenn zusätzlich die Zinsen steigen, könnte dies die Bauwirtschaft empfindlich beeinträchtigen.

Aktien unterliegen Kursschwankungen, damit sind Kursverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Der comdirect Analystenscore berechnet sich aus der Gesamtzahl der Analysten, die diese Aktie bewerten. Die negativen Einschätzungen (Verkaufen) werden von den positiven (Kaufen) subtrahiert und das Ergebnis durch die Gesamtzahl aller Einschätzungen (Kaufen, Halten, Verkaufen) dividiert. Diese Zahl wird mit 100 multipliziert, um den Prozentwert darzustellen. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Sie dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageempfehlung dar. Stand: 17.10.2018, Quelle: comdirect.de