Getränkehersteller: Rendite ohne Bier

Getränkehersteller Rendite ohne Bier

Geschätzte Lesedauer: 3 Minuten

Der Bierabsatz sinkt. Doch viele Getränkekonzerne stellen sich erfolgreich neu auf und bieten auch ohne Alkoholika attraktive Dividenden.

Getrunken wird immer – aber beim Bier ließ der Durst zuletzt nach. In Deutschland ging der Absatz 2019 im Inland um 2 %, zurück, auch Biermischgetränke gaben um 1 % nach. Gegen den schwachen Trend legten jedoch die alkoholfreien Biere zu. Nach Schätzungen des Brauerbundes werden bald rund 10 % des gesamten Biermarktes von alkoholfreien Getränken abgedeckt werden. Denn vor allem Jugendliche reduzieren ihren Alkoholkonsum. So tranken 2019 laut einer repräsentativen Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nur noch 8,7 % der zwölf‐ bis 17‐Jährigen regelmäßig Alkohol. Noch 2004 lag der Vergleichswert bei 21,2 %. Der Rückgang der Nachfrage ist sogar ein globaler Trend. 2018 war der weltweite Bierausstoß rückläufig, vor allem wegen der schwächeren Nachfrage aus China.

Bierbrauer setzen auf alkoholfreie Varianten

Vom Trend zu alkoholfreien Erfrischungsgetränken profitieren Coca‐Cola (WKN 850663) und PepsiCo (WKN 851995) sowie die Schweizer Nestlé (WKN A0Q4DC). Aber auch viele Bierbrauer stellen sich breiter auf und setzen verstärkt auf alkoholfreie Getränke. Die belgische Anheuser‐Busch InBev (WKN A2ASUV) etwa ist mit einem jährlichen Bierausstoß von 567 Millionen Hektoliter der weltweit größte Brauereikonzern. Das Portfolio umfasst mehr als 500 Marken, darunter Beck’s, Stella Artois, Jupiler, Leffe, Staropramen, Budweiser, Michelob, Bud Light, Diebels, Spaten und Löwenbräu. Der Konzern verkauft seine Produkte weltweit in rund 150 Ländern und ist in vielen Schlüsselmärkten die Nummer eins oder zwei der Branche. Noch steht Bier für rund 91 % des Gesamtumsatzes, aber die alkoholfreien Getränke holen auf.

In der Nische der Spirituosen dominieren die großen Konzerne Diageo (WKN 851247) und Pernod Ricard (WKN 853373) den Markt. Zum Pernod‐Konzern gehören 16 der 100 wichtigsten Alkoholmarken. Die bekanntesten sind Chivas Regal, Martell, Pastis 51, Glenlivet, Seagram’s Gin, Ramazzotti, Ricard, Beefeater Gin, Mumm Sekt, Ballentine’s, Jameson und Absolut Wodka. In den vergangenen fünf Jahren wuchs der Konzern stabil. So legte zwischen 2014 und 2019 der Umsatz nur um knapp 3 % pro Jahr zu, während es beim Gewinn um satte 16 % pro Jahr nach oben ging.

Breite Investitionen per Branchen‐ETF

Der deutsche Wein‐Spezialist Hawesko (WKN 604270) wurde 1964 gegründet und ist heute einer der weltweit bedeutendsten Anbieter hochwertiger Weine und Champagner. Hawesko – das Hanseatische Wein‐ und Sekt‐Kontor – operiert in den Bereichen E‐Commerce (Versandhandel), Retail (Einzelhandel, Jacques’ Wein‐Depot mit 320 Filialen) und Großhandel (Wein Wolf, CWD Champagner & Wein‐Distributionsgesellschaft, Deutschwein Classics). Der Fokus auf Deutschland wird am Umsatzanteil von 87 % deutlich. Bei einer Umsatzrendite von knapp 4 % im langjährigen Durchschnitt hat sich Hawesko als stetiger Dividendenzahler am Markt etabliert. Derzeit bietet der Weinhändler den Aktionären eine Dividendenrendite von rund 3,5 % pro Jahr.

Die Dividenden sind auch bei vielen anderen Getränkekonzernen ordentlich. Breit können Investoren mit einem ETF in die Branche investieren. Im ComStage STOXX 600 Food & Beverage Index ETF (WKN ETF067) dominiert als größter Wert die Schweizer Nestlé mit einem Anteil von rund 31 %. Dahinter folgen Diageo mit 14,5 % und Anheuser‐Bush InBev mit 11,3 %. Mit Heineken (WKN A0CA0G), Pernod Ricard (WKN 853373) und Carlsberg (WKN 861061) folgen noch drei weitere große europäische Getränkekonzerne unter den Top‐Ten‐Positionen, die insgesamt rund 87 % des Gesamtindex ausmachen. Die jährlichen Kosten bei diesem ETF betragen 0,25 %.

Aktien, ETF‐Indexfonds und Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres‐ und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhalten Sie auf der Fonds‐Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 01.04.2020; Quelle: comdirect.de