Gentherapie

Gentherapie Aktien mit Potenzial

Mit Gentherapie steigt die Chance, dass Krebs, Aids und Erbkrankheiten künftig geheilt werden können. Die Unternehmen aus dem Sektor sind vielversprechend.

Gentherapie ist die große Hoffnung für Schwerstkranke. Bei aggressiven Krebsformen, Aids oder auch schweren Erbkrankheiten soll künftig die Behandlung der Ursachen und nicht nur die Linderung der Symptome möglich sein. „Zwar befindet sich die Gentherapie noch in einem frühen Stadium“, sagt Heiko Geiger von der Bank Vontobel Europe AG. „Das Potenzial dieser Schlüsseltechnologie des Gesundheitssektors ist aber unbestritten.“ So schätzen Experten das aktuelle Volumen des Gentherapie-Marktes auf circa acht Milliarden US-Dollar. Bei jährlichen Wachstumsraten von 22 % sollen es 2020 aber schon zwölf Milliarden Dollar sein. Anleger können davon profitieren.

Am Anfang oder bereits etabliert?

Grundsätzlich geht es bei der Gentherapie darum, ein normales Gen in die Zelle eines Patienten zu bringen, um dort ein nicht normales oder schlechtes Gen zu ersetzen. Die Schwerpunkte der Forschung liegen heute im Bereich der Krebstherapie sowie der Bekämpfung von HIV. Beim Stand der Forschung kann zwischen „etabliert“ und „innovativ“ unterschieden werden. „Unternehmen der ersten Gruppe verdienen in diesem Segment bereits operativ Geld“, erläutert Geiger. Hierzu zählen etwa der Schweizer Arzneimittelproduzent Novartis (WKN 904278), das amerikanische Biotechnologie-Unternehmen Gilead Sciences (WKN 885823) und die ebenfalls aus den USA stammende Thermo Fisher Scientific (WKN 857209), ein Hersteller von Verbrauchsmaterialien, Chemikalien und wissenschaftlichen Instrumenten für klinisch-diagnostische Labors, Krankenhäuser, Universitäten und Forschungseinrichtungen. Alle drei Aktien werden auch an deutschen Börsen gehandelt.

Breit diversifiziert mit starker Expertise

Die „innovativen“ Gesellschaften schreiben mit ihren Gentechnik-Aktivitäten noch rote Zahlen. Für Privatanleger ohne fachlichen Background ist die Risikoeinschätzung kaum möglich. Statt aktivem Stockpicking bietet sich ein Portfolio aus mehreren Titeln an – etwa das neue Partizipations-Zertifikat (WKN VA3BPR) auf den Vontobel Gene Therapy Performance-Index. Der Index wird von der Schweizer Investment-Boutique Bellevue Asset Management entwickelt und berechnet. Er spiegelt die Wertentwicklung der 16 Aktien des Bereichs Gen- und Zelltherapie wider, die von Bellevue Asset Management die höchsten Bewertungen bei qualitativen und quantitativen Kriterien erreichten. Zum Start (13.07.2018) wurde der Index jeweils zur Hälfte aus „etablierten“ und „innovativen“ Unternehmen mit einem jeweiligen Gewicht von 6,25 % zusammengesetzt. Halbjährlich erfolgt eine Überprüfung der Indexzusammensetzung mit anschließendem Rebalancing. Die Management-Fee beträgt 1,2 % p. a.

Aktien und Partizipations-Zertifikate unterliegen Kursschwankungen. Damit sind Kursverluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Partizipations-Zertifikaten besteht als Schuldverschreibung zudem ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis hin zum Totalverlust eintreten. Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Stand: 19.09.2018, Quelle: comdirect.de