Geldanlage: Wege aus der Zinsfalle

Geldanlage Wege aus der Zinsfalle

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Mit Anleihen ist bei Minuszinsen kaum Geld zu verdienen.

Zinsen verzweifelt gesucht: Zunehmend mehr Finanzinstitute denken öffentlich über Negativzinsen für private Sparer nach. Sparkassen‐Präsident Helmut Schleweis kritisiert regelmäßig die EZB: „Die noch expansivere Geldpolitik bringt mehr Schaden als Nutzen.“ Aber alles Lamentieren nutzt nichts, meint Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank. Er fordert die Anleger stattdessen zu Konsequenzen auf: „Ohne Aktien ist für zukünftige Rentner das ganze Jahr Aschermittwoch.“

Inflation nicht in Sicht

In der Tat ist mit höherer Inflation und höheren Zinsen vorerst nicht zu rechnen. Dafür gibt es politisch und ökonomisch mehrere Gründe. „Christine Lagarde ist so etwas wie eine Garantie für auf ewig günstige Kreditzinsen in der Eurozone. Sie steht glasklar für Staatsfinanzierung“, meint Halver. Steigende Zinsen wären zwar für Deutschland verkraftbar und für die deutschen Sparer wünschenswert. Aber für hoch verschuldete Staaten der Eurozone wäre ein Anstieg der Renditen höchst problematisch.

Zudem hat sich trotz aller Geldspritzen der Notenbanken und höherer Löhne bislang die Inflation weltweit nicht geregt. Robert M. Almeida, Portfoliomanager und Global Investment Strategist bei MFS Investment Management, erklärt dies mit dem Siegeszug der neuen Technologien, die weltweit die Preistransparenz erhöht und zur Desinflation geführt hätten. „Da der Trend anhält, können die Zinssätze womöglich noch weiter sinken“, meint Almeida. Ulrich Stephan, Chef‐Anlagestratege Privat‐ und Firmenkunden bei der Deutschen Bank, sieht neben der expansiven Geldpolitik auch die alternden Gesellschaften und die gesunkenen Inflationserwartungen als Gründe für den Absturz der Renditen. Auch er macht Sparern wenig Hoffnung: „Trotz einer möglichen leichten Normalisierung des Zinsniveaus gehen wir davon aus, dass die Anleiherenditen in Europa und Japan in absehbarer Zeit kaum signifikant positiv ausfallen dürften.“

Dividenden locken Anleger

Das bedeutet: Nach Inflation und Steuern machen Anleger mit Rentenpapieren im Durchschnitt Verluste. Robert Halver empfiehlt als Alternative Aktien mit Dividende. Die Ausschüttungen liegen weit höher als die Renditen der Unternehmensanleihen oder gar der Staatsanleihen: „Gegenüber Zinsen sind Dividenden keine Armenspeisung, sondern ein kalorienreiches Menü“, sagt Halver. Der DAX kommt momentan auf eine durchschnittliche Dividendenrendite von über 3 %, ein spezialisierter Euro‐Dividendenindex sogar auf über 5 %: „Bei Wiederanlage hat man einen ordentlichen, alternativen Zinseszinseffekt“, sagt Halver. Einen zusätzlichen Impuls für die dividendenstarken Aktien sieht er durch internationale Pensionskassen, die in Ermangelung von Zinsen bei Anleihen einen Ersatz mit regelmäßigen Einnahmen suchen und deshalb vermehrt in dividendenstarke Aktien investieren. Das wiederum treibt die Kurse von Aktien.

Langfristig kostengünstig aufstellen

Für den langfristigen Vermögensaufbau sollten sich Anleger möglichst breit aufstellen. Kosten spielen gerade im Nullzinsumfeld eine wichtige Rolle. comdirect bietet mehrere Möglichkeiten für den langfristigen Vermögensaufbau an, z. B. die Top‐Preis ETFs. Pro Kauforder zwischen 1.000 Euro und 50.000 Euro fällt für die 170 Top‐Preis ETFs der fünf Partner Amundi, Franklin Templeton, iShares, Lyxor und Vanguard an den Börsenplätzen Xetra bzw. Tradegate nur ein pauschales Orderentgelt von 3,90 Euro an. Für alle Top‐Preis ETFs können Kunden auch einen Sparplan ab 25 Euro einrichten – ganz ohne Orderentgelt.

Als kostengünstige aktiv gemanagte Investmentfonds bieten sich die 25 Top‐Preis Fonds von comdirect an. Hier können Anleger in qualitätsgeprüfte Fonds investieren, die alle relevanten Anlagemärkte abdecken. Die Top‐Preis Fonds bieten zum einen eher defensivere Rentenfonds oder Mischfonds. Vor allem aber können Anleger hier zwischen offensiven Mischfonds und Aktienfonds für verschiedene Regionen wählen. Die Top‐Preis Fonds sind bei der Einmalanlage ab 250 Euro und im Sparplan ab 25 Euro monatlich mit 100 % Discount auf den regulären Ausgabeaufschlag erhältlich.

Digitale Vermögensverwaltung

Wer sich die Auswahl von ETFs und Fonds nicht zutraut und sich die regelmäßige Erfolgskontrolle sparen möchte, kann auch in digitale Vermögensverwaltung wie cominvest investieren. Der sogenannte Robo Advisor ermittelt mit einem Fragenkatalog das Anlageprofil eines Kunden. Es gibt fünf verschiedene Anlagestrategien mit unterschiedlichen Rendite/Risiko‐Profilen – von sehr defensiv („Ertrag“) bis sehr offensiv („Chance“). Diesen Anlageprofilen liegen entsprechende Musterportfolios zugrunde. In regelmäßigen Abständen werden die Musterportfolios vom Algorithmus überprüft und nach einem Gegencheck durch erfahrene Anlageexperten von comdirect an die aktuelle Marktlage angepasst. Schon ab einem Anlagevolumen von 3.000 Euro können Kunden von diesem Service profitieren. Wenn die Mindestanlage erreicht ist, haben Anleger per Sparplan ab 25 Euro eine weitere Chance, Vermögen aufbauen.

Aktien, ETF‐Indexfonds und Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger– und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres‐ und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhalten Sie auf der Fonds‐Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 13.11.2019; Quelle: comdirect.de