Gaming Industrie: Spielend Geld verdienen

Gaming-Industrie Spielend Geld verdienen

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Die Umsätze im Electronic Gaming steigen deutlich an. Anleger können vom globalen Spieltrieb profitieren.

Mit 50 Millionen Euro Steuergeldern soll die deutsche Computerspiele‐Industrie in diesem Jahr unterstützt werden. Das hat der Haushaltsausschuss des Bundestags Anfang November 2018 beschlossen. Begründet wird die Maßnahme unter anderem damit, dass digitale Spiele auch Treiber für Innovationen, beispielsweise im Bereich der künstlichen Intelligenz, seien. Dabei bedarf der Markt nach Einschätzungen von Experten zumindest international überhaupt keiner staatlichen Förderung, um auch weiterhin deutlich zu wachsen. So bescherten die weltweit 2,5 Milliarden Video‐Gamer den Unternehmen der Branche 2017 rund 76 Milliarden US‐Dollar Umsatz: „Für 2020 werden bereits 90 Milliarden US‐Dollar erwartet“, erklärt Rinol Hasaj, Zertifikate‐Experte bei der Deutschen Bank. „Knapp die Hälfte der Umsätze entfällt dabei auf Softwareverkäufe, an denen die chinesische Tencent Holdings wiederum mit circa einem Fünftel beteiligt ist.“

Tencent ist größtes Internetunternehmen Chinas

Mit einer Marktkapitalisierung von umgerechnet knapp 340 Milliarden Euro ist Tencent Holdings (WKN A1138D) das mit Abstand wertvollste Unternehmen im Hang Seng Index. Die Gesellschaft bietet eine breite Anzahl an Internet‐ und Kommunikationslösungen, darunter den Instant‐Massaging‐Dienst QQ, das Online‐Portal QQ.com, einen multimedialen Social‐Network‐Dienst und eben eine Spieleplattform sowie eine chinesische Online‐Community. Auf Basis der für 2019 erwarteten Gewinne werden Tencent‐Aktien aktuell mit einem Kurs‐Gewinn‐Verhältnis von rund 28 bewertet. Im Hardware‐ und Spielebereich können Unternehmen wie Sony (WKN 853687), Nintendo (WKN 864009) oder Logitech International (WKN A0J3YT) von den hohen Wachstumsraten der Branche profitieren.

Breit diversifiziert per Zertifikat investieren

Allerdings ist es aufwendig, sich mit den verschiedenen Anbietern, ihren jeweiligen Geschäftsaussichten und Aktienbewertungen auseinanderzusetzen. Statt aktives Stockpicking zu betreiben, können Anleger auch auf ein Paket aus mehreren dieser Titel setzen. Möglich ist dies über das vor Kurzem von der Deutschen Bank emittierte Partizipations‐Zertifikat (WKN DS8GAM) auf den Solactive Electronic Gaming Index. Dieser Index bildet die Kursentwicklung von 20 internationalen Herstellern von Computer‐ und Videospielen, Soft‐ und Grafikentwicklern sowie Anbietern von Chips und sonstigem Zubehör für Spielekonsolen ab. Das Entgelt beträgt 1,5 % p. a.

Noch spannender mit Hebel

Trading‐affine Investoren können bei erhöhten Chancen und damit natürlich auch gesteigertem Verlustrisiko auf Mini‐Futures setzen. Recht gefragt ist hier laut Hasaj beispielsweise der Solactive Electronic Gaming WAVE XXL Call (WKN DS8JTH) mit Basispreis bei derzeit rund 110,8 Index‐Punkten sowie einer Knock‐out‐Barriere von rund 116,4 Zählern. Der Hebel der Papiere beträgt 3,70. Wem das immer noch nicht spekulativ genug ist, der kann alternativ auch auf einen höheren Hebel von 4,91 (WKN DS8JTJ) zurückgreifen. Bei diesem WAVE XXL Call liegt die Barriere bei 127 Punkten und damit rund 16 % unter dem aktuellen Indexwert.

Aktien, Partizipations‐Zertifikate und WAVE XXL Calls unterliegen Kursschwankungen. Damit sind Kursverluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Dieser kann bei WAVE XXL Calls bereits eintreten, wenn die Knock‐out‐Barriere auch nur ein einziges Mal berührt oder unterschritten wird. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Partizipations‐Zertifikaten und WAVE XXL Calls besteht als Schuldverschreibung zudem ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis hin zum Totalverlust eintreten. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf‐ oder Verkaufsempfehlung dar. Stand: 20.02.2019; Quelle: comdirect.de