Frauenpower in Europa

Euroland Neuer Schwung in Sicht

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Frauen-Pow­er in der Führung und Anze­ichen ein­er kon­junk­turellen Erhol­ung: Europas Aus­sicht­en verbessern sich.

Auch bei sein­er let­zten EZB-Sitzung hat der schei­dende Präsi­dent Mario Draghi geliefert: Banken müssen kün­ftig 0,5 statt 0,4 % Strafzin­sen zahlen, wenn sie Geld bei der Europäis­chen Zen­tral­bank (EZB) parken. Zudem steckt die Noten­bank erneut Mil­liar­den Euro in Anlei­hen. Ab dem 1. Novem­ber wird die EZB monatlich Papiere für 20 Mil­liar­den Euro erwer­ben und nimmt damit das erst zum Jahreswech­sel 2018/2019 gestoppte Kauf­pro­gramm wieder auf. Sie will damit endlich die 2-%-Zielmarke für die Infla­tion erre­ichen. Und erst dann sollen die Zin­sen wieder steigen. Während Spar­er ächzen, freuen sich die Finanzmärk­te. DAX und Euro STOXX quit­tierten den EZB-Schritt mit Kurssprün­gen.

Mehrere Gründe für Entspannung

Nicht allein die aktuelle Geld­poli­tik sorgt für zunehmenden Opti­mis­mus in Europa und an den europäis­chen Finanzmärk­ten. So kam die Wahl von Ursu­la von der Leyen zur Kom­mis­sion­spräsi­dentin auf dem Kon­ti­nent bess­er an als zu Hause. Noch mehr für Kon­ti­nu­ität ste­ht IWF-Chefin Chris­tine Lagarde. „Wenn Chris­tine Lagarde Draghi am 1. Novem­ber als Präsi­dentin der EZB nach­fol­gt, wird erwartet, dass sie dessen expan­sive Geld­poli­tik weit­er­führt“, sagt Jim Leav­iss, Head of Fixed Inter­est für die Pub­likums­fonds von M&G.

Schließlich entspan­nte sich auch die poli­tis­che Lage in Europa. In Ital­ien hat die neue Regierung aus Fünf Ster­nen und Sozialdemokrat­en den europafeindlichen Mat­teo Salvi­ni in die Oppo­si­tion gedrängt. Zudem scheinen sich Boris John­sons wildeste Hard-Brex­it-Fan­tasien nicht zu erfüllen. Bis Ende Okto­ber bleibt es zwar span­nend. Aber angesichts der sta­bilen Hal­tung des britis­chen Par­la­ments, der europäis­chen Staat­en und der Europäis­chen Kom­mis­sion sind die meis­ten Experten vor­sichtig opti­mistisch. „Wir hal­ten die Wahrschein­lichkeit für einen unge­ord­neten Brex­it nicht für sehr hoch“, meint Tilmann Galler, Leit­er Kap­i­tal­mark­t­analyse für den deutschsprachi­gen Raum bei J.P. Mor­gan Asset Man­age­ment.

Erste Zeichen für konjunkturelle Erholung

Inzwis­chen gibt es auch von der kon­junk­turellen Seite in Europa etwas pos­i­ti­vere Zeichen. So scheint sich die Lage für die kon­junk­tursen­si­tiv­en Chemiepro­duzen­ten zu verbessern. Und im August lag auch die deutsche Auto­pro­duk­tion erst­mals seit Novem­ber 2018 wieder über dem Vor­jahres­niveau. Dieser Trend set­zte sich im Sep­tem­ber mit einem Plus von 4 % gegenüber Sep­tem­ber 2018 fort. In Spanien und Frankre­ich haben sich die Per­spek­tiv­en bere­its deut­lich verbessert. „Der franzö­sis­che Dien­stleis­tungssek­tor set­zte zulet­zt seinen Erhol­ungstrend unge­bremst fort und auch in der Indus­trie ist eine Sta­bil­isierung unüberse­hbar“, sagt Daniel Hart­mann, Chefvolk­swirt beim Asset Man­ag­er Bantleon. „Wir gehen davon aus, dass sich das wirtschaftliche Umfeld in Europa in den näch­sten Monat­en aufhellt. Par­al­lel dazu dürften die Aktien­börsen den jüng­sten Erhol­ungstrend weit­er fort­set­zen.“

Europäis­che Aktien sind mit einem KGV von rund 13 im Euro STOXX 50 aktuell nahe am his­torischen Durch­schnitt bew­ertet. In den USA liegen die Bew­er­tun­gen noch deut­lich höher. Dazu punk­ten europäis­che Aktien mit hohen Div­i­den­de­nauss­chüt­tun­gen. Die durch­schnit­tliche Auss­chüt­tungsquote im Euro STOXX 50 liegt noch ein­mal deut­lich über der des DAX 30, denn in Europa haben Div­i­den­den­werte aus den tra­di­tionell auss­chüt­tungsstarken Branchen Energie und Finanzen ihre ein­sti­gen Div­i­den­den­ren­diten annäh­ernd zurück­ge­won­nen. Allerd­ings sind die Aktien mit den aller­höch­sten Auss­chüt­tungsquoten wie europäis­che Banken mit Vor­sicht zu genießen. Bei ihnen stiegen die Ren­diten zulet­zt stark an, weil die Aktienkurse deut­lich nachgegeben haben. Unter den per­for­mances­tärk­sten Euro-STOXX-Werten der ver­gan­genen fünf Jahre dominieren Unternehmen mit eher unter­durch­schnit­tlichen Ren­diten, die aber ihre Auss­chüt­tun­gen zulet­zt kon­tinuier­lich gesteigert haben. Dazu gehören etwa der deutsche Sportar­tik­ler Adi­das (WKN A1EWWW) oder die franzö­sis­chen Luxu­skonz­erne LVMH (WKN 853292) und Ker­ing (WKN 851223).

Breit investieren mit ETF und Fonds

Wer Einzel­w­er­trisiken mei­den möchte, hat im europäis­chen Rah­men die Auswahl zwis­chen zahlre­ichen ETF und Europa­fonds. Ein­fach und kostengün­stig sind ETFs auf europäis­che Indizes. Bei den Top-Preis ETFs von comdi­rect fall­en im Spar­plan zudem keine Order­ent­gelte beim Kauf des LYXOR ETF Euro STOXX — D DIS (WKN 798328) an. Aktiv aus­gerichtete Europa­fonds geben ihren Man­agern größere Frei­heit­en. comdi­rect bietet unter den Top-Preis Fonds ohne Aus­gabeauf­schlag für europäisch ori­en­tierte Anleger zwei Large-Cap-Fonds an: Der Black­Rock Glob­al Funds Con­ti­nen­tal Euro­pean Flex­i­ble Fund (WKN A0F42G) und der Comgest Growth Europe (WKN A0JC8V) erhal­ten jew­eils die Top-Note von fünf Ster­nen im Morn­ingstar-Rat­ing. Beson­ders pos­i­tiv entwick­el­ten sich in den ver­gan­genen Jahren Fonds, die sich auf europäis­che Small und Mid Caps konzen­tri­erten. Im Spar­plan bei comdi­rect sind die bei­den Fünf-Sterne-Fonds Oddo BHF Avenir Europe (WKN A1T7EF) und MFS Merid­i­an — Euro­pean Small­er Com­pa­nies (WKN 657043) erhältlich.

Aktien, ETF-Index­fonds und Invest­ment­fonds unter­liegen Kurss­chwankun­gen; damit sind Kursver­luste möglich. Bei Wert­pa­pieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsver­luste möglich. Die frühere Wer­ten­twick­lung ist kein ver­lässlich­er Indika­tor für die zukün­ftige Wer­ten­twick­lung. Die Auswahl der Wert­pa­piere und son­sti­gen Finanzin­stru­mente dient auss­chließlich Infor­ma­tion­szweck­en und stellt kein Ange­bot, keine Auf­forderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzin­stru­menten dar. Sie soll lediglich Ihre selb­st­ständi­ge Anlageentschei­dung erle­ichtern und erset­zt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grund­lage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gülti­gen Verkauf­sun­ter­la­gen des Fonds („Wesentliche Anlegerin­for­ma­tio­nen“, Verkauf­sprospekt sowie Jahres‐ und Hal­b­jahres­berichte, soweit veröf­fentlicht). Diese Unter­la­gen erhal­ten Sie auf der Fonds‐Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emit­ten­ten. Bei den hier dargestell­ten Infor­ma­tio­nen und Wer­tun­gen han­delt es sich um eine Werbe­mit­teilung, die nicht den geset­zlichen Anforderun­gen zur Gewährleis­tung der Unvor­ein­genom­men­heit ein­er Anlageempfehlung oder Anlages­trate­gieempfehlung genügt. Darüber hin­aus unter­liegen die dargestell­ten Wert­pa­piere und son­sti­gen Finanzin­stru­mente keinem Ver­bot des Han­dels vor der Veröf­fentlichung von Anlage‐ oder Anlages­trate­gieempfehlun­gen. Stand: 16.10.2019; Quelle: comdirect.de