Ernährung - Innovation ist Trumpf

Ernährung Innovation ist Trumpf

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Weniger Anbauflächen, mehr Menschen: In der Ernährungsindustrie gehen Giganten und Newcomer neue Wege.

Es wird voll auf dem Planeten: Experten der Vereinten Nationen (UN) gehen davon aus, dass die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 auf 9,8 Milliarden Menschen anwachsen wird – zusätzlich zwei Milliarden Köpfe mehr, die täglich Nahrung und Getränke benötigen. Hinzu kommt ein steigender Lebensstandard rund um den Erdball. Vor allem in aufstrebenden Ländern wie China und Indien sorgt höherer Wohlstand für einen deutlichen Konsumanstieg an hochwertigen Lebensmitteln. So rechnet die Welternährungsorganisation der UN bis zum Jahr 2050 mit einer Zunahme der Fleischnachfrage um bis zu 50 %. Gleichzeitig gehen Experten davon aus, dass die weltweit verfügbare Nutzfläche für den Anbau von Lebensmitteln drastisch sinken wird.

Ernährungsbranche ist zunehmend innovativ

Innovationen sind deshalb auch im Ernährungssektor gefragt. Ein Beispiel ist der Anbau von Frischgemüse, der schon heute in Japan an einigen Standorten übereinander erfolgt. Dies geschieht in großen Hallen – so kann Platz gespart werden. Gleichzeitig kann die Automatisierung deutlich stärker zum Einsatz kommen als in der freien Natur. Zudem sorgt die Hallenkonstruktion für hohe Erntesicherheit. Dass ein Umdenken eingesetzt hat, zeigt der halbjährlich neugewichtete weltweite Innovationsindex Nasdaq Singularity Index (NSI). Dieses Barometer ist auf die Früherkennung von breiten Innovationstrends ausgerichtet und filtert börsennotierte Gesellschaften heraus. Evelyne Pflugi, Partnerin, Mitgründerin und Leiterin der Anlagestrategie bei „The Singularity Group“, erklärt, dass Konsumgüter aktuell stark in Bewegung sind: „Der Anteil der Konsumgüterunternehmen im NSI ist zuletzt von 6 auf 10 % gestiegen, da Unternehmen wie PepsiCo (WKN 851995), Walmart (WKN 860853) und Unilever (WKN A0JMQ9) einen wachsenden Umsatzanteil durch Innovationen in ihren Geschäftsmodellen generieren.“

Begehrter als Burger: Beyond Meat

Gleichzeitig sind aber auch innovationsstarke Unternehmen wie Beyond Meat (WKN A2N7XQ) am US‐Kapitalmarkt angekommen. Der Fleischersatz‐Spezialist, dessen begehrte vegane Buletten wie Fleisch aussehen und auch so schmecken sollen, wächst extrem dynamisch. Allein im zweiten Quartal 2019 legte der Umsatz im Jahresvergleich um satte 287 % auf 67,3 Millionen US‐Dollar zu. Der Hype um die kalifornische Firma, die von Microsoft‐Mitgründer Bill Gates und Hollywood‐Star Leonardo DiCaprio unterstützt wird, erhielt zusätzlichen Auftrieb, nachdem das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) den schwarzen Bereich erreichte. Da störte es Anleger auch nicht, dass der Verlust um über ein Viertel auf 9,4 Millionen Dollar zulegte.

Die Fondslösung

Damit dürfte jedem Anleger klar sein, dass das Risiko einer Direktanlage in dieser Aktie sehr hoch ist. Weniger riskant für die Nahrungsmittelbranche erscheinen Fondslösungen, z. B. von Pictet: Der Pictet Nutrition (WKN A0X8VA) setzt auf innovative Unternehmen, die Lösungen zur Produktivitätssteigerung in der Nahrungsmittelproduktion, zur Effizienzsteigerung bei Transport und Verarbeitung von Nahrungsmitteln und zur Maximierung des Nährstoffgehalts der von den Menschen verzehrten Lebensmittel anbieten. Rund 35 % des Fondsvermögen ist aktuell in US‐Werte investiert, rund 11 % liegen in Schweizer Werten und 8 % in japanischen Papieren. Neben den bekannten europäischen Titeln Nestlé (WKN A0Q4DC) und Danone (WKN 851194) gehört auch die US‐amerikanische Zoetis (WKN A1KBYX) zu den Schwergewichten. Das Unternehmen stellt Arzneimittel und Impfstoffe für Tiere her. Und beim Beyond-Meat–Börsengang hat das Pictet‐Managementteam ebenfalls zugegriffen. Für das aktive Management fallen beim thesaurierenden Fonds laufende Kosten von 2,01 % pro Jahr an.

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