Drogerie und Kosmetik - stabiles Wachstum

Drogerie und Kosmetik Stabile Erträge

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Der Schönheitsmarkt profitiert vom demografischen Wandel und von der steigenden Nachfrage in den Emerging Markets.

Gepudert wird immer: Die Drogerie‐ und Kosmetikbranche liefert robuste Ergebnisse weitgehend unabhängig von der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung. Auch wenn in Krisen auf einige angenehme Ausgaben wie den Besuch von Freizeitparks oder Kinos verzichtet wird: An Drogerie‐ und Kosmetikartikeln wird in der Regel nicht gespart. „Über alle Generationen hinweg ist das Bewusstsein für das eigene Äußere (71 %) sowie für Gesundheit und Körperpflege (84 %) höchst ausgeprägt“, stellt die Konsumentenstudie 2018 des Bundesverbandes der Kosmetikindustrie fest. „Knapp die Hälfte der Befragten (49 %) gibt mehr als 50 Euro im Monat für Pflege‐ und Kosmetikprodukte aus.“

Wachstum in den Schwellenländern

Global wird das Branchenwachstum von zwei Impulsen getrieben: In den aufstrebenden Schwellenländern wächst das Bedürfnis nach Sauberkeit, Hygiene und Kosmetik. Zudem wird die Weltbevölkerung zunehmend älter – und besonders Kosmetikartikel und Anti‐Aging‐Produkte werden durch diesen demografischen Wandel stärker nachgefragt. Bekannte Namen machen einen großen Teil des Geschäfts aus. Global überstrahlt L’Oréal (WKN 853888) mit seinen Produkten den mittel‐ bis hochpreisigen Kosmetiksektor. Zuletzt ging es beim Quartalsumsatz um knapp 7 % auf fast 20 Milliarden Euro nach oben – das stärkste Quartalsplus der vergangenen zehn Jahre.

Im preisgünstigeren Segment gehören bekannte deutsche Namen zur Spitze: Beiersdorf (WKN 520000) und Henkel (WKN 604843). Die bekanntesten Marken der beiden DAX-Unternehmen sind Nivea (Beiersdorf), Fa und Schwarzkopf (Henkel). Auch die beiden DAX‐Werte sind zuletzt profitabel gewachsen. Beiersdorf legte in den vergangenen fünf Jahren beim Umsatz pro Jahr um knapp 3 % zu, der Gewinn stieg weit überproportional um mehr als 7 %. Bei Henkel legten der Umsatz im gleichen Zeitraum pro Jahr um 4,5 % und der Gewinn sogar um 9,3 % zu. Beide Werte bieten zudem starke Bilanzen mit niedriger Verschuldung und sehr hohen Eigenkapitalquoten von 56 % bei Henkel und sogar 62 % bei Beiersdorf.

Starke angelsächsische Unternehmen

In der Kosmetikbranche lohnt sich für Investoren auch der Blick auf angelsächsische Unternehmen. Dazu gehören in den USA internationale Größen wie Colgate‐Palmolive (WKN 850667) und Johnson & Johnson (WKN 853260) sowie die hierzulande kaum bekannte Church & Dwight (WKN 864371). Church & Dwight ist mit einem US‐Umsatzanteil von zuletzt knapp 84 % noch stark auf den Heimatmarkt fokussiert. Aber in den USA hat das Unternehmen eine starke Marktstellung und steigende Ertragskraft. So legte der Umsatz in den vergangenen fünf Jahren pro Jahr nur um rund 4 % zu, beim Gewinn ging es aber im Schnitt um 15 % pro Jahr nach oben. Reckitt Benckiser (WKN A0M1W6) aus Großbritannien punktet mit einem schnellen Wachstum, starken Marken und einem deutlichen Gewinnsprung. Die globale Strategie des Unternehmens basiert dabei auf 19 Marken, die auch in Deutschland zum Teil sehr bekannt sind – dazu gehören Calgon und Sagrotan (Wäsche) sowie im Bereich der Hautpflege Clearasil.

Konsumtrends im Motiv‐Investing

Neben den zahlreichen Einzelwerten können Anleger auch in Fonds investieren, die neben anderen Bereichen auch die Kosmetik‐ und Drogeriebranche abdecken. Eine einfache Möglichkeit dafür bietet das Motiv‐Investing bei comdirect. Hier suchen Anleger unter sechs Themenfeldern ein persönliches Lieblingsthema aus, zum Beispiel Konsumtrends. Anleger können beispielsweise über den Xtrackers MSCI World Consumer Staples UCITS ETF — 1C USD ACC (WKN A113FG) international investieren. Als aktiv gemanagte Fonds mit 75 % Rabatt auf den regulären Ausgabeaufschlag stehen der Invesco Global Consumer Trends Fund — A USD ACC Fonds (WKN 974035), der Robeco Global Consumer Trends Equities — D EUR ACC Fonds (WKN A0CA0W) und der Fidelity Funds Global Consumer Industries Fund — A‐Euro EUR (WKN 941083) zur Verfügung. Insbesondere der Fidelity‐Fonds setzt einen Schwerpunkt bei traditionellen Konsum‐ und Drogeriemarken.

Aktien und Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger‐ und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres‐ und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhalten Sie auf der Fonds‐Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Die hier dargestellten Informationen und Wertungen genügen nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 03.04.2019; Quelle: comdirect.de