Discountzertifikate Puffer in stürmischen Zeiten

Discountzertifikate Puffer in stürmischen Zeiten

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Mit Dis­coun­tern kön­nen Anleger in die aktuell stark schwank­enden Märk­te investieren.

Die ver­gan­genen Monate waren an den Kap­i­talmärk­ten tur­bu­lent – und angesichts der Unsicher­heit­en rund um die glob­alen Han­delsstre­it­igkeit­en und den bevorste­hen­den Brex­it erwarten nur wenige Experten ruhige erste Monate 2019. Für einen Ein­stieg in den Aktien­markt brauchen Anleger gute Ner­ven. Zwar gibt es ger­ade für wer­to­ri­en­tierte Anleger Gründe für Zukäufe. So sind die Märk­te nach klas­sis­chen Kennz­if­fern wie zum Beispiel dem Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis des Deutschen Aktienin­dex (DAX) 2019 von knapp über elf dur­chaus attrak­tiv bew­ertet. Aber Rückschläge sind immer möglich. „Für eine nach­haltige Aufwärts­be­we­gung dürfte es wegen der weit­er beste­hen­den Risiken Brex­it und Han­delsstre­it noch zu früh sein“, erk­lärt Ulrich Stephan, Chef-Anlages­tratege für Pri­vat- und Fir­menkun­den bei der Deutschen Bank. „Gibt es dabei aber Fortschritte, sehe ich für Aktien deut­lich­es Aufholpoten­zial.“

Hohe Volatilität – hohe Maximalrenditen

Als Kom­pro­miss bietet sich der­weil ein Ein­stieg per Puffer an: Investieren via Dis­countzer­ti­fikat. Dis­countzer­ti­fikate gehören zu den Derivat­en. Aber anders als etwa Hebelz­er­ti­fikate oder Option­ss­cheine reduzieren sie im Ver­gle­ich zu ein­er Direk­t­in­vesti­tion in Basiswerte wie Indizes (z. B. den DAX) oder einzelne Aktien das Risiko. Dis­counter bieten Käufern einen Rabatt zum aktuellen Kurs des Basiswertes. Im Gegen­zug sind die Gewin­n­möglichkeit­en begren­zt, Anleger prof­i­tieren nicht von Kurssteigerun­gen des Basiswertes über einen fest­gelegten Max­i­mal­be­trag (Cap) hin­aus. Je höher die für die Zukun­ft erwartete Schwankungsin­ten­sität des Basiswertes ist, desto üppiger fall­en die Rabat­te aus. Dis­counter schnei­den in der Regel bei fal­l­en­den, stag­nieren­den und leicht steigen­den Kursen bess­er ab als Direk­tan­la­gen in den Basiswert. Bei stark steigen­den Kursen bleibt die Per­for­mance dage­gen zurück.

DAX-Seitwärtsrenditen von bis zu 7 %

In stür­mis­chen Märk­ten wie zulet­zt ist der Sicher­heit­spuffer für Anleger größer und gle­ichzeit­ig fällt der max­i­mal mögliche Gewinn höher aus. So brin­gen es DAX-Dis­counter mit einem Cap mit Basis 11.200 Punk­te, und damit unter dem aktuellen Indexniveau, mit Fäl­ligkeit Ende 2019 (WKN CX94D0) aktuell auf eine Max­i­mal­ren­dite von 5,8 % p. a. In die Ver­lust­zone ger­at­en Käufer, wenn der DAX bis zum Bew­er­tungstag am 20.12.2019 per sal­do mehr als 6,9 % an Wert ver­liert und unter 10.692 Punk­ten lan­det. Wird alter­na­tiv mit 11.500 Punk­ten eine Basis am aktuellen Indexniveau gewählt (WKN CX94D6), sind bei gle­ich­er Laufzeit Max­i­mal­ren­diten von bis zu 7 % drin. Gle­ichzeit­ig steigt aber natür­lich auch die Ver­lustschwelle an. Sie liegt hier bei 10.868 DAX-Punk­ten.

Vola-Spitzenreiter Deutsche Bank

Nochmals deut­lich höhere Max­i­mal­w­erte sind möglich, wenn Anleger statt auf bre­it aus­gerichtete Aktienin­dizes wie den DAX auf stärk­er schwank­ende Einzelti­tel zurück­greifen. Im DAX weist die Deutsche Bank aktuell mit die höch­ste implizite Volatil­ität auf. Entsprechend brin­gen es Dis­counter mit Cap auf Höhe des aktuellen Aktien­preis­es und Fäl­ligkeit Ende Dezem­ber bei diesem Under­ly­ing auch auf Max­i­mal­ren­diten von bis zu 17,9 % p.a. (WKN CA2Y8Z). Nur aus diesem Grund auf beson­ders schwankungsin­ten­sive Basiswerte zu set­zen, greift allerd­ings zu kurz. Denn die Risiken sind eben auch entsprechend höher. Vielmehr soll­ten Anleger immer auch eine pos­i­tive Ein­schätzung zum Basiswert haben. Bei weniger volatilen und bei den Ana­lysten hochgeschätzten DAX-Werten wie SAP liegt die max­i­male Ren­dite von Dis­coun­tern mit einem Basis­preis am aktuellen Niveau (WKN CA47WY) bei aufs Jahr umgerech­nete 9 %.

Dis­countzer­ti­fikate unter­liegen Kurss­chwankun­gen. Damit sind Kursver­luste bis hin zum Totalver­lust des einge­set­zten Kap­i­tals möglich. Die frühere Wer­ten­twick­lung ist kein ver­lässlich­er Indika­tor für die zukün­ftige Wer­ten­twick­lung. Bei Dis­countzer­ti­fikat­en beste­ht als Schuld­ver­schrei­bung zudem ein Emit­ten­ten­risiko. Bei Zahlung­sun­fähigkeit des Emit­ten­ten kön­nen Ver­luste bis hin zum Totalver­lust ein­treten. Die Auswahl der Wert­pa­piere und son­sti­gen Finanzin­stru­mente dient auss­chließlich Infor­ma­tion­szweck­en und stellt kein Ange­bot, keine Auf­forderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzin­stru­menten dar. Sie soll lediglich Ihre selb­st­ständi­ge Anlageentschei­dung erle­ichtern und erset­zt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Die hier dargestell­ten Infor­ma­tio­nen und Wer­tun­gen genü­gen nicht den geset­zlichen Anforderun­gen zur Gewährleis­tung der Unvor­ein­genom­men­heit ein­er Anlageempfehlung oder Anlages­trate­gieempfehlung. Darüber hin­aus unter­liegen die dargestell­ten Wert­pa­piere und son­sti­gen Finanzin­stru­mente keinem Ver­bot des Han­dels vor der Veröf­fentlichung von Anlage- oder Anlages­trate­gieempfehlun­gen. Stand: 27.02.2019; Quelle: comdirect.de