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Deutsche Post Umsatz steigt – Gewinn sinkt

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Der Konzernumbau hat der Deutschen Post das dritte Quartal verhagelt. Im Weihnachtsgeschäft und 2019 soll es besser laufen.

Die Deutsche Post gehört zu den weltweiten Marktführern in der Logistik. Insbesondere im Paketgeschäft stiegen zuletzt die Umsätze. Die Dividendenrendite liegt bei rund 4,8 % und gehört zu den höchsten im DAX. Gleichzeitig liegt die Bewertung der Post‐Aktie unter dem DAX‐Durchschnitt. Allerdings ist der Gewinn im dritten Quartal deutlich geschrumpft. Hauptgrund ist der kostenträchtige Umbau des Konzernbereichs Post – eCommerce – Parcel. Die anvisierte Portoerhöhung wird voraussichtlich erst zum April 2019 durchgesetzt. Bei den Analysten ist die Stimmung gebremst.

Deutsche Post (WKN 555200)

Starke Stellung: Die Deutsche Post AG gehört mit den Konzernmarken Deutsche Post und DHL zu den weltweit führenden Post‐ und Logistikdienstleistern im Brief‐, Express‐ und Paketgeschäft. 2016 übernahm der Konzern die britische UK Mail. International ist der Konzern vor allem in Europa und Asien dominant.

Umsätze steigen: Im dritten Quartal 2018 konnte die Deutsche Post ihren Umsatz um 1,4 % auf rund 14,9 Milliarden Euro steigern. Das um Währungsschwankungen und Portfolioänderungen bereinigte Plus lag sogar bei fast 5 %. DHL‐Express konnte sogar fast 10 % zulegen. Das Weihnachtsquartal verspricht eine weitere Verbesserung.

Hohe Dividenden: Die Deutsche Post zählt zu den zuverlässigsten Dividendenzahlern im DAX. In den beiden vergangenen Jahren stieg die Ausschüttung um insgesamt 30 Cent auf zuletzt 1,15 Euro je Aktie. Die Dividendenrendite liegt mit rund 4,8 % in der Spitzengruppe des DAX.

Günstige Bewertung: Auf der Basis der neuen Ergebnisprognosen ist die Deutsche Post mit einem Kurs‐Gewinn‐Verhältnis (KGV) 2019 von elf im Vergleich zu den Vorjahren niedrig bewertet. Damit liegt das KGV unter dem DAX‐Durchschnitt.

Deutsche Post (WKN 555200)

Gewinneinbruch: Der Gewinn der Deutschen Post brach im dritten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum drastisch ein. Der operative Gewinn (EBIT) sackte um 55 % auf 376 Millionen Euro ab. Netto verdiente die Post mit 146 Millionen Euro sogar 77 % weniger als im Vorjahreszeitraum.

Teurer Konzernumbau: Grund für den Gewinneinbruch ist der Umbau des Bereichs Post – eCommerce – Parcel (PeP). Er erfüllt seit Langem nicht die Erwartungen und wird deshalb neu strukturiert. Für den Umbau und insbesondere Frühverrentungen fielen im dritten Quartal 2018 rund 392 Millionen Euro Zusatzkosten an.

Portoanhebung verschoben: Die Deutsche Post wollte eigentlich schon zum Jahreswechsel 2018/2019 das Porto für den Standardbrief um mehr als 14 % von 70 auf 80 Cent anheben. Daraus wurde nichts – die Bundesnetzagentur muss die Preiserhöhung genehmigen, voraussichtlich kommt sie zum 1. April.

Geteilte Meinungen: Bei den Analysten ist die Stimmung nach den jüngsten Problemen gebremst. Von 21 Experten empfehlen 13 die Aktie aktuell zum Kauf, sechs sehen die Deutsche Post als Halteposition, zwei empfehlen den Verkauf: Der comdirect Analystenscore liegt mit 52 % im DAX‐Mittelfeld.

Aktien unterliegen Kursschwankungen, damit sind Kursverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf‐ oder Verkaufsempfehlung dar. Der comdirect Analystenscore berechnet sich aus der Gesamtzahl der Analysten, die diese Aktie bewerten. Die negativen Einschätzungen (Verkaufen) werden von den positiven (Kaufen) subtrahiert und das Ergebnis durch die Gesamtzahl aller Einschätzungen (Kaufen, Halten, Verkaufen) dividiert. Diese Zahl wird mit 100 multipliziert, um den Prozentwert zu veranschaulichen. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Sie dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageempfehlung dar. Stand: 06.02.2019, Quelle: comdirect.de