Deutscher Aktienindex
36 Milliarden Euro Ausschüttung

Die 30 größten deutschen Unternehmen bieten im Früh­jahr Reko­r­dauss­chüt­tun­gen. Mit Einzel­w­erten und Div­i­den­den­fonds kön­nen Anleger bequem teil­haben.

Aktionäre sind dumm und frech”, sagte vor rund 100 Jahren der deutsche Banki­er Carl Fürsten­berg: “Dumm, weil sie Aktien kaufen. Und frech, weil sie dafür auch noch Div­i­dende ver­lan­gen.” In Zeit­en von Niedrigzin­sen besin­nen sich Anleger zunehmend darauf, dass Frech­heit in vie­len Lebensla­gen siegt. Denn ger­ade jet­zt sind Div­i­den­den als regelmäßige Ein­nah­me­quellen eine echte Alter­na­tive zu Anlei­hen. Und im Früh­jahr 2018 sind die 30 DAX-Unternehmen spend­abel wie nie zuvor. “Erst­mals in der Geschichte wer­den sie voraus­sichtlich rund 36 Mil­liar­den Euro an ihre Aktionäre auss­chüt­ten”, erk­lärt Andreas Hürkamp, Aktien­stratege der Com­merzbank. “Das sind 14 % mehr als im Vor­jahr. Die durch­schnit­tliche DAX-Div­i­den­den­ren­dite liegt aktuell bei rund 3,0 % und weit­er­hin gut 200 Basis­punk­te über der Ren­dite zehn­jähriger Bun­de­san­lei­hen.”

Autobauer und Versicherer vorn dabei

Die Div­i­den­den im DAX steigen auf bre­it­er Front. 24 der 30 Unternehmen wer­den voraus­sichtlich die Auss­chüt­tun­gen erhöhen. Das gilt für tra­di­tionelle Div­i­den­den­fa­voriten wie die Deutsche Telekom (WKN 555750) oder die Ver­sorg­er, die auf­grund der Erstat­tung der Bren­nele­mente-Steuer Son­der­auss­chüt­tun­gen avisieren. Als Branche ganz vorn ste­ht aber wie schon zulet­zt der Auto­mo­bilsek­tor. Trotz des Diesel­skan­dals stammt rund ein Vier­tel der DAX-Div­i­den­den aus dieser deutschen Kernin­dus­trie. Daim­ler (WKN 710000) ver­wöh­nt Aktionäre mit rund 5,5 % Auss­chüt­tung, bei BMW (WKN 519000) sind es etwa 4,4 %. Volk­swa­gen (WKN 766403) hat seinen Gewinn in diesem Jahr wieder ver­dop­peln kön­nen und erre­icht eine Ren­dite von gut 3 %. Gewohnt div­i­den­den­stark präsen­tieren sich auch die Ver­sicherungswerte Allianz (WKN 840400) und Münch­en­er Rück (WKN 843002).

Stabiles Dividendenwachstum gefragt

Grund­sät­zlich gilt: Die Ver­lässlichkeit der Div­i­den­den­zahlung ist wichtiger als die reine Höhe”, erk­lärt Adri­an Roes­tel, Leit­er Port­fo­lioman­age­ment der Münch­n­er Ver­mö­gensver­wal­tung Huber, Reuss & Kol­le­gen. Anleger soll­ten darauf acht­en, dass Unternehmen regelmäßig Div­i­den­den zahlen und sie möglichst jährlich steigern. In den USA gibt es viele “Div­i­den­den-Aris­tokrat­en”, denen das seit Langem gelingt. Kon­ti­nu­itätscham­pi­on im DAX ist der Gesund­heit­skonz­ern Fre­se­nius (WKN 578560). Er wird zum 25. Mal in Folge mehr an seine Aktionäre auss­chüt­ten. Auch BASF (WKN BASF11) und Allianz haben in sieben der ver­gan­genen zehn Jahre ihre Div­i­den­den erhöht.

Gemanagte Fonds im Fokus

Die Div­i­dende wird zur Hauptver­samm­lung aus­gezahlt. Anleger kön­nen sich jet­zt mit den Aktien der Unternehmen ein­deck­en, die im April oder Mai ihre Jahre­str­e­f­fen abhal­ten. Nur bei den DAX-Werten Siemens, Infi­neon und Thyssen funk­tion­iert das nicht. Sie haben ein gebroch­enes Geschäft­s­jahr zum 30. Sep­tem­ber, und ihre Hauptver­samm­lun­gen fan­den bere­its statt. Beque­mer als die Jagd nach einzel­nen Auss­chüt­tun­gen ist ohne­hin der Griff zu bre­it­eren Lösun­gen. ETF-Index­fonds oder Zer­ti­fikate nach Div­i­den­den­strate­gie haben dabei in der Ver­gan­gen­heit oft schlechter abgeschnit­ten als aktiv gem­anagte Fonds. Der Grund: Die mech­a­nis­chen ETF waren zu lange in div­i­den­den­starken, aber per­for­manceschwachen Finanz-, Energie- und Telekom­mu­nika­tion­swerten übergewichtet. Aktive Man­ag­er dage­gen mis­cht­en frühzeit­ig Kon­sum- oder Indus­triew­erte und selb­st Tech­nolo­giew­erte wie Microsoft oder Apple bei, die zwar etwas niedrigere Div­i­den­den­ren­diten, aber eine deut­lich bessere Kursen­twick­lung boten.

Dividendenfonds überzeugen langfristig

Der Fokus auf Div­i­den­denkon­ti­nu­ität hat sich in der Ver­gan­gen­heit meist bezahlt gemacht. Ins­beson­dere wenn die Märk­te wack­eln, hal­ten sich Div­i­den­den­perlen in der Regel bess­er als andere Aktien. Auss­chließlich in deutsche Div­i­den­den­werte kön­nen Anleger z. B. mit dem UBS LUX Equi­ty — Ger­man High Div­i­dend EUR — P CHF ACC H (WKN A1JWYT) investieren. Zu den erfol­gre­ich­sten Div­i­den­den­fonds mit min­destens vier Ster­nen im Morn­ingstar-Rat­ing auf europäis­ch­er Ebene gehören der First Pri­vate Euro Div­i­den­den Staufer — A EUR ACC (WKN 977961) und der Thread­nee­dle Pan Euro­pean Div­i­dend (WKN A0JK73). Bei glob­al aus­gerichteten Fonds überzeu­gen der UBS LUX Equi­ty — Glob­al High Div­i­dend USD — P ACC (WKN A1H8NY) und der Fideli­ty Funds Glob­al Div­i­dend — A USD ACC (WKN A1JWQ2).

Aktien und Aktien­fonds unter­liegen Kurss­chwankun­gen. Damit sind Kursver­luste möglich. Die frühere Wer­ten­twick­lung ist kein Indika­tor für die zukün­ftige Wer­ten­twick­lung. Die Beschrei­bung der Wert­pa­piere stellt keine Kauf- oder Verkauf­sempfehlung dar. Allein verbindliche Grund­lage des Kaufs eines Fonds sind die derzeit gülti­gen Verkauf­sun­ter­la­gen des Fonds (“Wesentliche Anlegerin­for­ma­tio­nen”, Verkauf­sprospekt sowie Jahres- und Hal­b­jahres­berichte, soweit veröf­fentlicht). Diese Unter­la­gen, die in deutscher/englischer Sprache vor­liegen, erhal­ten Sie auf der Wert­pa­pi­er-Detail­seite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emit­ten­ten. Stand: 16.05.2018; Quelle: comdirect.de