Chiphersteller: Digitalisierung bringt neuen Schwung

Chiphersteller Digitalisierung bringt neuen Schwung

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Die großen Namen der Branche wie Intel oder AMD haben gute Chancen, auch in Zukunft zu den Gewinnern zu gehören.

Die Geschäfte in der Chip‐ und Halbleiterbranche liefen im vergangenen Jahr nicht wirklich rund. Die globale Nachfrage ließ aufgrund der konjunkturellen Schwankungen in vielen großen Industrieländern nach. Dazu kamen politische Unsicherheiten durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China und das Brexit‐Chaos. Sie haben in der konjunkturanfälligen Chip‐Branche Spuren hinterlassen. Doch für 2020 sind die Aussichten für die Weltwirtschaft besser. Zudem ist die Digitalisierung das große Zukunftsthema — und digitale Produkte benötigen Halbleiter, Chips und Grafikkarten. Dabei gilt auch heute, was schon 2009 Carly Fiorina, die damalige Vorstandschefin von Hewlett‐Packard, sagte: „Alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert.“

Neue Anwendungen sichern Zukunft

Neben den schon bekannten Anwendungen werden noch viele Einsatzmöglichkeiten hinzukommen. Speziell der große Mobilitätstrend „Autonomes Fahren“ und das „Internet der Dinge“ sorgen für Fantasie. Hier werden ganz unterschiedliche Computerchips und Halbleiter benötigt. Bei den klassischen Computerchipsätzen teilen sich die beiden Hersteller Intel (WKN 855681) und AMD (WKN 863186) den Weltmarkt auf. Intel ist der weltgrößte Chiphersteller. Das kalifornische Unternehmen aus Santa Clara produziert und vermarktet Computerkomponenten und -produkte. Zu den wichtigsten Produkten zählen Mikroprozessoren (Pentium‐Chips), Chipsets oder auch integrierte intelligente Chips. Im Vergleich zu AMD war die Ertragskraft in den vergangenen fünf Jahren deutlich höher. So stieg der Umsatz im Durchschnitt pro Jahr um 5,3 %. Gleichzeitig schaffte Intel eine mehr als doppelt so hohe Gewinnsteigerung von 11,3 % pro Jahr. Mit einer Umsatzrendite von knapp 27 % hat Intel in der Branche der Chiphersteller eine Sonderstellung erreicht, die sich auch im Kursverlauf der Aktie niedergeschlagen hat.

Advanced Micro Devices (AMD) ist die Nummer 2 der Branche. Der Konzern entwickelt und produziert Mikroprozessoren wie Athlon und Opteron, Chipsätze und Grafiklösungen für die Computer‐ und Kommunikationsbranche. Nach einigen schwierigen Geschäftsjahren ist AMD seit 2018 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Aktuell erwarten die Analysten in der Konsensschätzung für 2020 einen Gewinn von 230 Millionen US‐Dollar. Bis 2024 soll der Gewinn auf bis zu 550 Millionen Dollar steigen.

Einer der größten Hersteller im Marktsegment der Prozessoren ist Samsung Electronics (WKN 881823). Der koreanische Konzern ist vor allem bekannt durch Unterhaltungselektronik und Smartphones, aber er ist auch der weltweit größte Produzent von Speicher‐Chips. Der Umsatzanteil des Chipsegments liegt aktuell bei rund 30 %. Die Chipsparte ist ertragsstärker als andere Konzernbereiche. So trägt sie zur guten Umsatzrendite von aktuell 19 % bei, die sich bei Samsung von 2015 bis 2019 mehr als verdoppelt hat.

Starker Patentschutz schützt vor Konkurrenz

Die großen Anbieter haben eine starke Stellung, auch weil die Markteintrittsbarrieren für neue Anbieter durch umfangreichen Patent‐ und Know‐How‐Schutz hoch sind. Zu dieser Gruppe der großen Anbieter zählt auch NVIDIA (WKN 918422), der weltweite Marktführer bei 3D‐Grafikkarten‐Chips. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet Grafikkarten‐Prozessoren, Chipsätze und zugehörige Software‐Produkte für Personalcomputer, Notebooks, Workstations und Spielekonsolen. NVIDIA profitiert von einer hohen Dynamik im Markt für Grafikkarten. So legte der Umsatz in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich um 16,2 % pro Jahr zu. Der Gewinnzuwachs war dabei überdurchschnittlich mit einem Anstieg von 31,7 % pro Jahr.

Als Zulieferer in diesem Segment ist Siltronic (WKN WAF300) tätig. Das deutsche Unternehmen ist einer der führenden Hersteller von Wafern aus Reinstsilizium, die als Grundlage für moderne Mikro‐ und Nanotechnologien benötigt werden. Das Unternehmen ist einst aus der Wacker Chemie AG hervorgegangen und seit 2015 eigenständig an der Börse notiert. Siltronic ist weltweit tätig, produziert aber weiterhin in Deutschland.

Breite Investition in den Markt

Wer nicht auf Einzelwerte setzen möchte, kann auch breiter gefächert in Chip‐Aktien investieren. Die Branchengrößen sind zum Beispiel in den zuletzt besonders gefragten Technologiefonds vertreten. In der Aktion „Motiv‐Investing“ von comdirect können Anleger den Fidelity Funds — Global Technology Fund (WKN 921800) und den Franklin Technology Fund — A EUR ACC Fonds (WKN A0KEDE) erwerben.

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