Beste Boersenjahreszeit: Auf Jahresendrally setzen

Beste Börsenjahreszeit Auf Jahresendrally setzen

Geschätzte Lesedauer: 3 Minuten

Statistisch beginnt im Oktober die beste Börsenjahreszeit. Anleger können mit Index‐ETFs oder Capped‐Bonus‐Zertifikaten auf eine mögliche Jahresendrally setzen.

Im Jahr 2018 war das vierte Börsenquartal ein Vierteljahr zum Vergessen. Um mehr als 13 % ging es beim Deutschen Aktienindex damals nach unten. Aber in jeder Statistik gibt es nun einmal Ausreißer und Ausnahmen bestätigen die Regel. Auf Sicht von 30 Jahren jedenfalls stellen die drei letzten Monate des Jahres für DAX-Anleger die chancenreichste Zeit dar. Entsprechend hat die bekannte Börsenweisheit „Sell in Mai and go away“ auch noch einen zweiten, deutlich seltener zitierten Teil, der da lautet „… but remember to come back in September.“

Starkes Schlussquartal ist empirisch belegt

Was sich auf den ersten Blick wie eine simple Bauernregel anhört, ist bei genauerer Betrachtung keineswegs von der Hand zu weisen. Empirische Untersuchungen kommen nämlich zu dem Ergebnis, dass sich die meisten Aktienmärkte in den späten Sommermonaten tatsächlich tendenziell schlechter entwickeln als während der übrigen Zeit des Jahres. So sind der August und der September beim Deutschen Aktienindex seit dessen Normierung auf 1.000 Punkte (31.12.1987) die im Mittel mit Abstand schlechtesten Börsenmonate. Zu besonders guten Werten kam es in der Vergangenheit dagegen von Oktober bis Dezember.

Für die Statistikanhänger unter den DAX‐Anlegern könnte dies ein Grund sein, die Aktienquote im Depot jetzt zu erhöhen. Relativ einfach möglich ist dies durch den Kauf von DAX‐ETFs (z. B. WKN ETF001). Bei sehr geringen Gebühren vollziehen sie die Entwicklung des wichtigsten deutschen Aktienmarktbarometers annähernd eins zu eins nach.

Mit Bonus und Sicherheitspuffer

Anleger, die dem Braten nicht so recht trauen und in ihre Investments deshalb gerne einen Sicherheitspuffer einbauen, können alternativ auch auf Capped‐Bonus‐Zertifikate setzen. Diese Wertpapiere bieten ihren Besitzern in der Regel auch dann noch eine attraktive Rendite, wenn sich am Preis des zugrunde liegenden Basiswertes bis zur Fälligkeit überhaupt nichts tut oder es sogar leicht nach unten geht. Einzige, allerdings sehr wichtige Bedingung: Der Basiswert hält sich während der gesamten Laufzeit oberhalb einer bei der Emission festgelegten Wertuntergrenze (Barriere).

Was sich zunächst etwas kompliziert anhört, wird an einem realen Zahlenbeispiel deutlich. Das Capped‐Bonus‐Zertifikat auf den DAX (WKN GB4V5H) notiert aktuell bei 139,99 Euro. Fällt der Deutsche Aktienindex bis zum 18. September 2020 (Bewertungstag) niemals auf oder unter die Marke von 11.900 Zähler, erhalten seine Besitzer einige Tage später den sogenannten Bonusbetrag in Höhe von 150,00 Euro ausgezahlt. Der Zugewinn beträgt in diesem Fall 7,2 % (8,3 % p.a.). Berührt oder unterschreitet der Index allerdings auch nur ein einziges Mal die Barriere (11.900 Punkte), gehen Schutzfunktion und Bonuszahlung verloren. Die Rückzahlung entspricht dann wie bei einem klassischen Index‐Zertifikat genau einem Hundertstel des DAX‐Stands bei Fälligkeit. Die prozentualen Verluste des Capped‐Bonus‐Zertifikats fallen dann ähnlich hoch wie bei normalen DAX‐ETFs oder DAX‐Zertifikaten aus, wobei das Aufgeld des Bonuspapiers (im Beispiel 5,4 %) allerdings noch hinzugerechnet werden muss. Einen echten Nachteil im Vergleich zu herkömmlichen DAX‐ETFs haben Käufer von Capped‐Bonus‐Zertifikaten zudem bei sehr stark steigenden Kursen. An Kurssteigerungen über den Bonuslevel hinaus (im Beispiel 15.000 DAX‐Punkte) partizipieren sie nämlich nicht.

ETFs und Capped‐Bonus‐Zertifikate unterliegen Kursschwankungen. Damit sind Kursverluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Capped‐Bonus‐Zertifikaten besteht als Schuldverschreibung zudem ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis hin zum Totalverlust eintreten. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger– und anlagegerechte Beratung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs bei Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres‐ und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen erhalten Sie auf der Fonds‐Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Die Darstellung gibt nicht die Meinung von comdirect wieder. Darüber hinaus unterliegen die dargestellten Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlage‐ oder Anlagestrategieempfehlungen. Stand: 13.11.2019; Quelle: comdirect.de