Warren Buffett

Berkshire Hathaway Diese Aktien kauft Warren Buffett

Private Investoren können viel von den Profis lernen: Erfahren Sie, wo der erfolgreichste Investor der Welt aktuell noch einsteigt.

Viele Aktien notieren nahe den Rekordständen – das gilt vor allem für US-Werte. Da stellt sich die Frage: Was können Anleger jetzt noch kaufen? In einer solchen Phase lohnt sich der Blick auf die Profis. Warren Buffett, der erfolgreichste Investor der Welt, hat zuletzt seine Investitionen in Lieblingsaktien weiter ausgebaut – das zeigen die Daten für das zweite Quartal 2018, die seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway veröffentlicht hat. Buffett hat unter anderem die größte Position Apple (WKN 865985) weiter ausgebaut. Lange Zeit hatte der legendäre Investor aus Omaha Technologieaktien nicht beachtet – auch wegen der komplizierten Geschäftsmodelle. Das brachte ihm viel Kritik ein. Doch mit Apple oder auch IBM hat Buffett sein Beuteschema verändert.

Apple wurde zum Value-Wert

Gerade Apple allerdings passt inzwischen durchaus zu Buffetts Strategie des Value Investing. Hier geht es um die Werthaltigkeit des Geschäftsmodells und einen klaren Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Beides ist bei Apple gegeben: „Apple hat sich in den vergangenen Jahren einen wunderbaren Burggraben geschaffen. Viele Apple-User werden sich genau überlegen, ob sie bei der nächsten Anschaffung wechseln“, sagt Ulf Becker, Vorstand der Shareholder Value AG, die als Fondsberater bei der Aktienauswahl stark auf die Value-Strategie setzt: „Gleichzeitig ist die Bewertung nicht sonderlich hoch – ein perfektes Value Investment.“ Erstmals tauchte die Apple-Aktie 2016 im Portfolio von Berkshire Hathaway auf, und seitdem hat das Unternehmen in jedem Quartal weiter dazugekauft. Im zweiten Quartal hat Berkshire noch einmal 12,4 Millionen Aktien erstanden. Nach dem Einstieg mit einem Wert von einer Milliarde US-Dollar ist der Wert der Apple-Beteiligung jetzt schon auf mehr als 55 Milliarden Dollar angestiegen.

Buffett kaufte Banken und Airlines zu

Doch Buffett ist zuletzt auch bei weiteren Werten auf Einkaufstour gegangen. So hat er im zweiten Quartal die Beteiligungen bei Goldman Sachs (WKN 920332), U.S. Bancorp (WKN A0X9ZK), Delta Air Lines (WKN A0MQV8) sowie Southwest Airlines (WKN 862837) jeweils um mehr als 10 % ausgebaut. Sein starkes Engagement bei großen US-Fluggesellschaften kam selbst für viele Buffett-Experten überraschend, weil die Erträge der Fluglinien in der Vergangenheit stark schwankten. Die beiden Gesellschaften Southwest Airlines und Delta Air Lines jedoch überzeugen mit starken operativen Margen. Southwest bringt es auf 15 %, Delta Air Lines folgt mit knapp 13 %. Das liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt von 8 %.

Direkt in Berkshire Hathaway investieren

Neben dem Blick auf die aktuellen Aktienpositionen können Investoren auch gleich auf Berkshire Hathaway (WKN A0YJQ2) setzen. Die Beteiligungsgesellschaft von Warren Buffett zahlt zwar keine Dividende – doch hat die Aktie zuletzt zu alter Stärke zurückgefunden und viele Vergleichsindizes hinter sich gelassen. Das gilt vor allem für den langfristigen Blick auf fünf Jahre oder mehr. Neben den Aktienbeteiligungen sind bei Berkshire Hathaway auch viele Unternehmen komplett enthalten. Dazu gehören auch in Deutschland so bekannte Namen wie die US-Laufsportfirma Brooks.

Value-Strategien für Europa

Wer als Value-Investor Warren Buffett nachahmen will, hat eine große Auswahl bei Aktienfonds oder auch ETFs. Im iShares Edge MSCI Europa Value ETF (WKN A12DPP) sind europäische Unternehmen zusammengefasst, die Value-Kriterien erfüllen. Allerdings wird hier nur ein starres Regelwerk umgesetzt. Im Gegenzug sind die Gebühren mit aktuell 0,25 % Gesamtkostenquote pro Jahr niedrig. Zu den größten Positionen gehören Novartis (WKN 904278), Siemens (WKN 723610) und Sanofi (WKN 920657). Aktiv gemanagt hingegen wird der Aktienfonds Acatis Fair Value Aktien Global (WKN 964894), der bereits seit 2004 aktiv ist. Aktuell liegt der regionale Schwerpunkt der Investments in den USA mit einem Anteil von knapp 41 %. Dahinter folgen Deutschland (23 %) und Schweiz (9 %). Die größten Positionen sind Grenke (WKN A161N3),  Alphabet (WKN A14Y6F) und Nike (WKN 866993).

Aktien, ETF-Indexfonds und Investmentfonds unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Allein verbindliche Grundlage des Kaufs eines Fonds sind die derzeit gültigen Verkaufsunterlagen des Fonds („Wesentliche Anlegerinformationen“, Verkaufsprospekt sowie Jahres- und Halbjahresberichte, soweit veröffentlicht). Diese Unterlagen, die in englischer und/oder deutscher Sprache vorliegen, erhalten Sie auf der Wertpapier-Detailseite unter www.comdirect.de oder direkt beim Emittenten. Die Beschreibung der Wertpapiere stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Stand: 17.10.2018, Quelle: comdirect.de