BASF
Hohe Dividenden

BASF gehört bei Chemie und Pflanzen­schutz zu den Welt­mark­t­führern und ist bei den Ana­lysten beliebt. Zulet­zt brem­ste jedoch der starke Euro.

BASF ist eines der führen­den Chemie­un­ternehmen und baut zurzeit die Pflanzen­schutzs­parte mas­siv aus. Der Wech­sel an der Spitze des Unternehmens ist rei­bungs­los ver­laufen. Die Div­i­dende steigt regelmäßig an, die Div­i­den­den­ren­dite liegt aktuell bei über­durch­schnit­tlichen 3,9 %. Bei den Ana­lysten hat BASF ein gutes Stand­ing. Allerd­ings haben der starke Euro und gestiegene Steuern Umsatz und Ergeb­nis im ersten Quar­tal beein­trächtigt. In eini­gen Seg­menten musste das Unternehmen auch Preis­rück­gänge akzep­tieren. Die Spezial­chemies­parte litt unter den Fol­gen eines Bran­des in Lud­wigshafen und die EU-Kom­mis­sion kön­nte eine geplante Über­nahme noch aus­brem­sen.

BASF (WKN BASF11)

Bre­it aufgestellt: BASF ist eines der führen­den Chemie­un­ternehmen weltweit. Mit den Sparten Chemikalien, Kun­st­stoffe, Öl und Gas sowie Pflanzen­schutzmit­tel ist BASF sehr bre­it aufgestellt. Aktuell wird die Pflanzen­schutzs­parte aus­ge­baut. BASF übern­immt von Bay­er ein Umsatzvol­u­men von über 2 Mil­liar­den Euro.

Kon­tinuier­liche Führung: BASF gilt seit Jahrzehn­ten als eines der best­ge­führten deutschen Unternehmen. Zur Jahre­shauptver­samm­lung gab der erfol­gre­iche Vor­standsvor­sitzende Kurt Bock nach sieben Jahren seinen Posten ab. Eben­so lange war Mar­tin Bru­d­er­möller sein Stel­lvertreter und übern­immt jet­zt den Chef­posten.

Sta­bile Div­i­den­den: BASF steigert regelmäßig die Auss­chüt­tun­gen und gehört seit Jahrzehn­ten zu den sta­bil­sten Div­i­den­den­werten im DAX. Für das Jahr 2017 zahlte das Unternehmen 3,10 Euro pro Aktie. Die Div­i­den­den­ren­dite liegt bei rund 4,0 % und damit deut­lich über dem Durch­schnitt des Deutschen Aktienin­dex.

Opti­mistis­che Experten: Das Unternehmen aus Lud­wigshafen wird von den Ana­lysten aktuell sehr pos­i­tiv eingeschätzt. Von 23 Experten set­zen momen­tan 14 die BASF-Aktie auf „Kaufen“. Neun Ana­lysten empfehlen „Hal­ten“, kein einziger set­zt das Papi­er zurzeit auf „Verkauf“. Der comdi­rect Ana­lysten­score liegt bei über­durch­schnit­tlichen 61 %.

BASF (WKN BASF11)

Stark­er Euro drückt auf die Bilanz: BASF litt im zweit­en Quar­tal unter dem wieder­erstark­ten Euro. Trotz gestiegen­er Absatz­men­gen und Preis­er­höhun­gen bei Chemikalien, Öl und Gas legte der Umsatz im zweit­en Quar­tal im Ver­gle­ich zum Vor­jahreszeitraum auf­grund der gegen­läu­fi­gen Währungsef­fek­te nur um 3 % auf 16,8 Mil­liar­den Euro zu. Auf­grund gestiegen­er Steuern sank auch der Net­to­gewinn um 2 % auf knapp 1,7 Mil­liar­den Euro.

Schwächel­nde Seg­mente: Das EBIT vor Son­dere­in­flüssen steigerte BASF im 1. Hal­b­jahr 2018 um 160 Mil­lio­nen EUR auf 4,9 Mil­liar­den EUR, vor allem infolge des deut­lich verbesserten Beitrags von Oil & Gas. Im Seg­ment Per­for­mance Prod­ucts nahm das EBIT jedoch leicht und bei Func­tion­al Mate­ri­als & Solu­tions sowie Agri­cul­tur­al Solu­tions deut­lich ab.

Beein­trächtigter Aus­blick: Die Aus­sicht­en für den weit­eren Jahresver­lauf schätzt BASF skep­tis­ch­er ein. Dazu tra­gen laut Vor­stands-Chef Bru­d­er­müller die geopoli­tis­chen Entwick­lun­gen und die Han­del­skon­flik­te zwis­chen den USA und Chi­na und Europa bei. Auch ein fort­ge­set­zt stark­er Euro kön­nte die Erre­ichung der Jahresziele gefährden.

Kartellbe­denken: Im Mai hat BASF die Über­nahme des weltweit­en Nylongeschäfts der bel­gis­chen Solvay bekan­nt gegeben. Dage­gen hat die EU-Kom­mis­sion Bedenken, weil BASF damit den Markt dominieren würde. Eine Entschei­dung über die Genehmi­gung der Fusion oder etwaige Aufla­gen soll bis Ende Okto­ber fall­en.

Aktien unter­liegen Kurss­chwankun­gen, damit sind Kursver­luste möglich. Die frühere Wer­ten­twick­lung ist kein ver­lässlich­er Indika­tor für die zukün­ftige Wer­ten­twick­lung. Die Beschrei­bung der Wert­pa­piere stellt keine Kauf- oder Verkauf­sempfehlung dar. Der comdi­rect Ana­lysten­score berech­net sich aus der Gesamtzahl der Ana­lysten, die diese Aktie bew­erten. Die neg­a­tiv­en Ein­schätzun­gen (verkaufen) wer­den von den pos­i­tiv­en (kaufen) sub­trahiert und das Ergeb­nis durch die Gesamtzahl aller Ein­schätzun­gen (kaufen, hal­ten, verkaufen) divi­diert. Diese Zahl wird mit 100 mul­ti­pliziert, um den Prozen­twert darzustellen. Die Darstel­lung gibt nicht die Mei­n­ung von comdi­rect wieder. Sie dient auss­chließlich der Infor­ma­tion und stellt keine Anlageempfehlung dar. Stand: 15.08.2018 Quelle: comdirect.de