BASF – Hohe Ausschüttung

BASF Hohe Ausschüttung

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Trotz gesunkener Gewinne im Jahr 2018 hebt der Chemiekonzern in diesem Frühjahr die Dividende an. Der Ausblick für 2019 ist positiv.

BASF gehört zu den weltweit führenden Chemieunternehmen und hat den jüngsten Wechsel an der Unternehmensspitze ohne Irritationen überstanden. Für das laufende Jahr ist der Ausblick trotz global nachlassender Konjunktur positiv. Das Unternehmen ist attraktiv bewertet und die Dividendenrendite gehört zu den höchsten im DAX. Bei den Analysten gibt es zurzeit keine einzige Verkaufsempfehlung. Allerdings haben diverse Belastungsfaktoren im letzten Quartal 2018 und auch im Gesamtjahr den Gewinn schrumpfen lassen. Besonders betroffen war die Kernsparte Chemicals. Durch Zukäufe ist auch die Nettoverschuldung des Konzerns deutlich angestiegen.

BASF (WKN BASF11)

Breit aufgestellt: BASF gehört zu den weltweit führenden Chemieunternehmen. Mit dem Übergang des Vorstandsvorsitzes an Martin Brudermüller hat sich das Unternehmen mit zwölf Unternehmensbereichen in sechs Segmenten neu aufgestellt. Der nach wie vor wichtigste Bereich ist die Chemiesparte.

Positiver Ausblick: Im laufenden Jahr peilt das Ludwigshafener Unternehmen Zuwächse an. Der Umsatz soll bis zu 5 % zulegen, nach einem Umsatz von 62,7 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll leicht den Vorjahreswert von 6,4 Milliarden Euro übertreffen. Der überraschend positive Ausblick wurde am Markt positiv aufgenommen.

Attraktive Bewertung: BASF steigert regelmäßig die Ausschüttungen und gehört seit Jahrzehnten zu den stabilsten Dividendenwerten im DAX. Für das Jahr 2018 hat BASF trotz eines Gewinnrückgangs die Dividende um 10 Cent auf 3,20 Euro pro Aktie gesteigert. Die Dividendenrendite liegt bei 5,2 % und damit unter den Top Five im DAX.

Optimistische Experten: Das Unternehmen aus Ludwigshafen wird von den Analysten aktuell positiv eingeschätzt. Von 21 Experten setzen momentan zehn die BASF‐Aktie auf „Kaufen“. Elf Analysten empfehlen „Halten“, kein einziger setzt das Papier auf „Verkauf“. Der comdirect Analystenscore liegt bei 48 %.

BASF (WKN BASF11)

Enttäuschendes Gesamtjahr 2018: BASF hat im vergangenen Jahr die eigenen Ergebnisziele deutlich verfehlt. Der Umsatz stieg im Vergleich zu 2017 nur um 2 % auf 62,7 Milliarden Euro. Das EBIT ging um 17 % auf 6,4 Milliarden Euro zurück. Und der Gewinn nach Steuern sank sogar um fast 23 % auf 4,7 Milliarden Euro.

Schwacher Jahresstart: Im 1. Quartal 2019 fiel das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Jahresvergleich um fast ein Viertel auf 1,73 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente BASF 1,4 Milliarden Euro und damit 16 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Beim Gewinn sind allerdings noch 274 Millionen Euro von der Öl‐ und Gastochter Wintershall enthalten.

Magere Umsatzentwicklung: Während das Geschäft mit Basischemikalien und Kunststoffen deutlich schlechter lief, verzeichnete das Unternehmen in der Agrarchemie dank eines Milliarden‐Zukaufs vom Rivalen Bayer im vergangenen Jahr kräftige Zuwächse. Der Umsatz legte zwar im ersten Quartal um 3 % auf knapp 16,2 Milliarden Euro zu, aber dies ist vor allem den Zukäufen zu verdanken.

Höhere Schulden: BASF hat sich zuletzt deutlich stärker verschuldet. Die Nettoverschuldung stieg zum Jahresende 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 Milliarden Euro auf 18,2 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür waren vor allem Zukäufe aus dem Portfolio des Konkurrenten Bayer.

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