Apple
Erster Billion-Dollar-Konzern

Nach überzeu­gen­den Geschäft­szahlen ist Apple an der Börse als erstes Unternehmen der Welt mehr als eine Bil­lion US-Dol­lar wert.

Apple ist das teuer­ste Unternehmen der Welt und hat im August beim Börsen­wert die Eine-Bil­lion-Dol­lar-Gren­ze durch­schrit­ten. Die let­zten Quar­tal­szahlen fie­len sehr überzeu­gend aus, ins­beson­dere das Zukun­fts­geschäft mit Dien­sten (Apps, Online-Spe­ich­er, Apple Music) wuchs kräftig. Die Apple-Aktie wird von den Ana­lysten weit­er­hin hoch geschätzt. Allerd­ings ist Apple weit­er­hin stark vom Erfolg des iPhones abhängig und darf sich keinen Flop leis­ten. Das Geschäft mit iPads und vor allem Mac-Com­put­ern schwächelt. Die Aktie ist nach dem Kur­sauf­schwung teur­er bew­ertet als Mitte des Jahrzehnts, und eine Ver­stärkung der Han­del­skon­flik­te dürfte am stark in Chi­na pro­duzieren­den Konz­ern nicht spur­los vor­beige­hen.

Apple (WKN 865985)

Wertvoll­ster Konz­ern der Welt: Apple ist die wertvoll­ste Marke und an der Börse das teuer­ste Unternehmen der Welt. Im drit­ten Quar­tal des Geschäft­s­jahres 2017/2018 (zum 30.06.2018) stieg der Umsatz im Jahresver­gle­ich um 17 % auf 53,3 Mil­liar­den Dol­lar. Der Quar­tals­gewinn legte sog­ar um 32 % auf gut 11,5 Mil­liar­den Dol­lar zu. Die Börse feierte die Zahlen. Am 2. August durch­brach der Börsen­wert des Konz­erns erst­mals die magis­che Gren­ze von ein­er Bil­lion Dol­lar.

iPhone trotzt Mark­tschwäche: In einem schwieri­gen Smart­phone-Markt bleibt Apple die Ref­erenz. Zwar stieg der Absatz im ver­gan­genen Quar­tal nur um 1 % auf 41,3 Mil­lio­nen Geräte. Aber der durch­schnit­tliche Verkauf­spreis lag dank des Erfol­gs des iPhone X bei 724 Dol­lar und damit deut­lich über den Ana­lysten­er­wartun­gen. Vor einem Jahr waren für ein iPhone durch­schnit­tlich 20 % weniger bezahlt wor­den.

Boom bei den Dien­sten: Die Zukun­ft liegt im Geschäft mit Dien­sten wie Apps, Online-Spe­ich­er und Apple Music. Im drit­ten Quar­tal des Geschäft­s­jahres wuchs der Umsatz des Sek­tors um 31 % auf 9,5 Mil­liar­den Dol­lar. Apple Music kommt nach Angaben von Fir­menchef Tim Cook inzwis­chen auf über 50 Mil­lio­nen Kun­den. Wach­s­tum ver­spricht auch der Bezahl­dienst Apple Pay, der noch in diesem Jahr auch in Deutsch­land einge­führt wer­den soll.

Experten­mei­n­un­gen: Bei den Ana­lysten ist Apple weit­er­hin beliebt. Neun von 17 Experten sehen die Aktie zurzeit als Kauf, für acht Ana­lysten ist sie angesichts des inzwis­chen erre­icht­en Kursniveaus allerd­ings nur noch eine Hal­tepo­si­tion. Verkaufen würde die Aktie kein einziger Experte. Der comdi­rect Ana­lysten­score liegt damit bei 53 %.

Apple (WKN 865985)

Gefährliche iPhone-Abhängigkeit: Der unge­brem­ste Siegeszug des iPhones macht Apple auch anfäl­lig. Im abge­laufe­nen drit­ten Quar­tal machte die Sparte sat­te 62 % des gesamten Konz­er­num­satzes aus. Das waren sieben Prozent­punk­te mehr als im Vor­jahr. Die Bew­er­tung des Konz­erns ist neben den Dien­sten weit­ge­hend vom iPhone abhängig. Einen Flop darf sich Apple nicht leis­ten.

Tra­di­tion­spro­duk­te schwächeln: Neben iPhone und Ser­vices verblassen die anderen Bere­iche, ins­beson­dere die Tra­di­tion­spro­duk­te. Mit 3,7 Mil­lio­nen verkauften Mac-Com­put­ern ging der Geräte­ab­satz um 13 % zurück. Dank teur­erer Mod­elle sank der Umsatz jedoch nur um 5 %. Der iPad-Absatz stieg um 1 % auf 11,5 Mil­lio­nen Geräte.

Gestiegene Bew­er­tung: Die Apple-Aktie ist nicht mehr so preiswert wie noch Mitte des Jahrzehnts. Das Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis für das Jahr 2018 liegt inzwis­chen bei rund 18. Obwohl die Div­i­dende zulet­zt regelmäßig gesteigert wurde, liegt die Div­i­den­den­ren­dite nach dem Höhen­flug der Aktie nur noch bei knapp 1,3 %.

Mögliche Fol­gen eines Han­del­skriegs: Bish­er ist Apple nach Aus­sagen von Konz­ernchef Tim Cook noch nicht von Han­del­skon­flik­ten zwis­chen den USA und Chi­na direkt betrof­fen gewe­sen. Allerd­ings wer­den das iPhone und viele andere Pro­duk­te des Konz­erns in Chi­na gefer­tigt. Bei anhal­tenden Kon­flik­ten dürfte sich das auch auf Apple neg­a­tiv auswirken.

Aktien unter­liegen Kurss­chwankun­gen, damit sind Kursver­luste möglich. Bei Anla­gen außer­halb des Euro-Raums beste­hen zudem Währungsrisiken. Die frühere Wer­ten­twick­lung ist kein ver­lässlich­er Indika­tor für die zukün­ftige Wer­ten­twick­lung. Die Beschrei­bung der Wert­pa­piere stellt keine Kauf- oder Verkauf­sempfehlung dar. Der comdi­rect Ana­lysten­score berech­net sich aus der Gesamtzahl der Ana­lysten, die diese Aktie bew­erten. Die neg­a­tiv­en Ein­schätzun­gen (Verkaufen) wer­den von den pos­i­tiv­en (Kaufen) sub­trahiert und das Ergeb­nis durch die Gesamtzahl aller Ein­schätzun­gen (Kaufen, Hal­ten, Verkaufen) divi­diert. Diese Zahl wird mit 100 mul­ti­pliziert, um den Prozen­twert darzustellen. Die Darstel­lung gibt nicht die Mei­n­ung von comdi­rect wieder. Sie dient auss­chließlich der Infor­ma­tion und stellt keine Anlageempfehlung dar. Stand: 15.08.2018; Quelle: comdirect.de