Alphabet: Google bleibt Cashcow

Alphabet Google bleibt Cashcow

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Alpha­bet wächst weit­er­hin vor allem mit den Anzeigenum­sätzen der Google-Gruppe. Bei den Ana­lysten ist die Aktie ein Top-Pick.

Alpha­bet ist rund um die Kern­marke Google zunehmend diver­si­fiziert­er. Im ersten Quar­tal 2019 legten die Umsätze wie gewohnt zweis­tel­lig zu. Neben dem Wer­begeschäft tra­gen Cloud und Play Store stärk­er zu den Erlösen bei. Die Ana­lysten set­zen weit­er­hin nahezu uneingeschränkt auf die Aktie des Unternehmens. Allerd­ings mussten Ana­lysten und Anleger im ersten Quar­tal einen kräfti­gen Gewin­nrück­gang hin­nehmen. Die Bew­er­tung der Aktie ist hoch, zumal bis auf Weit­eres keine Div­i­den­den zu erwarten sind. Die in „Oth­er Bets“ zusam­menge­fassten neuen Geschäfts­felder und Beteili­gun­gen kom­men kaum voran. Zudem wird die Inten­sivierung des Chi­na-Geschäfts durch die Han­del­skon­flik­te erschw­ert.

Alpha­bet (WKN A14Y6F)

Zunehmend diver­si­fiziert: Die Alpha­bet-Hold­ing (ehe­mals Google) gehört zu den teuer­sten Unternehmen der Welt. Googles Vor­ma­cht bei den Such­maschi­nen finanzierte in den ver­gan­genen bei­den Jahren neue Geschäfts­bere­iche – darunter den Anzeigen­di­enst Google AdSense, die Wer­be­fir­ma Dou­bleClick und vor allem das Video­por­tal YouTube.

Steigende Umsätze: Allein die zügige Erweiterung der Geschäfts­felder sorgt bei Alpha­bet schon für stetige Umsatz­zuwächse. Im ersten Quar­tal des Jahres 2019 legten die Erlöse im Ver­gle­ich zum ersten Quar­tal 2018 um 17 % auf 36,3 Mil­liar­den US-Dol­lar zu. Das Wer­begeschäft trug dazu 30,7 Mil­liar­den US-Dol­lar zum Umsatz bei, die AdSense-Part­ner machen davon nur noch knapp 20 % aus.

Zukun­fts­bere­iche mit Poten­zial: Alpha­bets Abhängigkeit vom Wer­begeschäft bei Google ist immer noch groß, aber andere Bere­iche leg­en zu. Mit Hard­ware-Verkäufen, den Umsätzen im Play Store und vor allem mit dem Cloud-Geschäft kon­nte das Unternehmen im ersten Quar­tal 2019 rund 5,5 Mil­liar­den US-Dol­lar erlösen – immer­hin 20 % mehr als im Vor­jahreszeitraum.

Ana­lysten: Die Alpha­bet-Aktie genießt bei den Ana­lysten weit­er­hin einen her­vor­ra­gen­den Ruf. Aktuell empfehlen 14 von 15 Experten im comdi­rect Ana­lysten­score die Aktie als „Kauf“. Kein einziger rät zum „Hal­ten“, nur eine Verkauf­sempfehlung trübt das Bild ein wenig. Der comdi­rect Ana­lysten­score liegt gle­ich­wohl bei hohen 87 %.

Alpha­bet (WKN A14Y6F)

Stark­er Gewin­nein­bruch: Alpha­bet über­raschte im ersten Quar­tal Anleger und Ana­lysten mit einem deut­lichen Gewin­nrück­gang. Im Ver­gle­ich zum Vor­jahreszeitraum ging der Gewinn um rund 30 % von 9,4 auf 6,6 Mil­liar­den US-Dol­lar zurück. Auch ohne die Extra­belas­tung durch die 1,7-Milliarden-Dollar-Strafe der EU wegen des AdSense-Pro­grammes der Gewinn nur bei 8,3 Mil­liar­den US-Dol­lar.

Keine Div­i­dende und hohe Bew­er­tung: Die Kurse sind bei Alpha­bet in den ver­gan­genen Jahren stärk­er gestiegen als die Gewinne. So ist die Aktie aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis 2019 von fast 25 bew­ertet. Das ist angesichts des jüng­sten Gewin­nein­bruchs ambi­tion­iert. Bis auf Weit­eres kön­nen Anleger zudem nicht mit ein­er Div­i­dende rech­nen.

Ent­täuschende „Oth­er Bets“: Neben der Google-Gruppe investiert Alpha­bet seit Jahren in die soge­nan­nten „Oth­er Bets“. Dahin­ter ver­ber­gen sich Hun­derte von Beteili­gun­gen an zukun­ft­strächti­gen Tech­nolo­gien wie dem autonomen Fahren oder der Google-Brille. Der Erfolg bleibt bish­er aus. Zulet­zt kamen alle „Oth­er Bets“ zusam­men auf Quar­talser­löse von 170 Mil­lio­nen Dol­lar und verur­sacht­en dabei Ver­luste von 868 Mil­lio­nen Dol­lar.

Gefahr Trump: Die Such­mas­chine Google hat sich zwar 2010 wegen der Zen­sur aus Chi­na zurück­ge­zo­gen. Gle­ich­wohl ist Alpha­bet mit Beteili­gun­gen und Apps für Sprachüber­set­zun­gen und Daten­man­age­ment in Chi­na aktiv. Eine Inten­sivierung des Geschäfts wird durch die Han­delsstre­it­igkeit­en erschw­ert. Zudem geri­et bei Zus­pitzun­gen des Kon­flik­ts zulet­zt die gesamte Tech-Branche unter Druck.

Aktien unter­liegen Kurss­chwankun­gen; damit sind Kursver­luste möglich. Bei Wert­pa­pieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsver­luste möglich. Die frühere Wer­ten­twick­lung ist kein ver­lässlich­er Indika­tor für die zukün­ftige Wer­ten­twick­lung. Die Auswahl der Wert­pa­piere und son­sti­gen Finanzin­stru­mente dient auss­chließlich Infor­ma­tion­szweck­en und stellt kein Ange­bot, keine Auf­forderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzin­stru­menten dar. Sie soll lediglich Ihre selb­st­ständi­ge Anlageentschei­dung erle­ichtern und erset­zt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Der comdi­rect Ana­lysten­score berech­net sich aus der Gesamtzahl der Ana­lysten, die diese Aktie bew­erten. Die neg­a­tiv­en Ein­schätzun­gen (Verkaufen) wer­den von den pos­i­tiv­en (Kaufen) sub­trahiert, und das Ergeb­nis wird durch die Gesamtzahl aller Ein­schätzun­gen (Kaufen, Hal­ten, Verkaufen) divi­diert. Diese Zahl wird mit 100 mul­ti­pliziert, um den Prozen­twert darzustellen. Die hier dargestell­ten Infor­ma­tio­nen und Wer­tun­gen genü­gen nicht den geset­zlichen Anforderun­gen zur Gewährleis­tung der Unvor­ein­genom­men­heit ein­er Anlageempfehlung oder Anlages­trate­gieempfehlung. Die Darstel­lung gibt nicht die Mei­n­ung von comdi­rect wieder. Darüber hin­aus unter­liegen die dargestell­ten Wert­pa­piere und son­sti­gen Finanzin­stru­mente keinem Ver­bot des Han­dels vor der Veröf­fentlichung von Anlage- oder Anlages­trate­gieempfehlun­gen. Stand: 17.07.2019; Quelle: comdirect.de