Alphabet: Google bleibt Cashcow

Alphabet Google bleibt Cashcow

Geschätzte Lesedauer: 3 Minuten

Alpha­bet wächst wei­ter­hin vor allem mit den Anzei­gen­um­sät­zen der Goog­le-Grup­pe. Bei den Ana­lys­ten ist die Aktie ein Top-Pick.

Alpha­bet ist rund um die Kern­mar­ke Goog­le zuneh­mend diver­si­fi­zier­ter. Im zwei­ten Quar­tal 2019 leg­ten die Umsät­ze wie gewohnt zwei­stel­lig zu. Neben dem Wer­be­ge­schäft tra­gen Cloud und Play Store stär­ker zu den Erlö­sen bei. Die Ana­lys­ten set­zen wei­ter­hin nahe­zu unein­ge­schränkt auf die Aktie des Unter­neh­mens. Aller­dings konn­te die Gewinn­del­le des ers­ten Quar­tals im zwei­ten nur teil­wei­se kom­pen­siert wer­den. Die Bewer­tung der Aktie ist hoch, zumal bis auf Wei­te­res kei­ne Divi­den­den zu erwar­ten sind. Die in „Other Bets“ zusam­men­ge­fass­ten neu­en Geschäfts­fel­der und Betei­li­gun­gen kom­men kaum vor­an. Zudem wird die Inten­si­vie­rung des Chi­na-Geschäfts durch die Han­dels­kon­flik­te erschwert.

Alpha­bet (WKN A14Y6F)

Zuneh­mend diver­si­fi­ziert: Die Alpha­bet-Hol­ding (ehe­mals Goog­le) gehört zu den teu­ers­ten Unter­neh­men der Welt. Goo­g­les Vor­macht bei den Such­ma­schi­nen finan­zier­te in den ver­gan­ge­nen bei­den Jah­ren neue Geschäfts­be­rei­che – dar­un­ter den Anzei­gen­dienst Goog­le AdSen­se, die Wer­be­fir­ma Dou­ble­Click und vor allem das Video­por­tal You­Tube.

Stei­gen­de Umsät­ze: Allein die zügi­ge Erwei­te­rung der Geschäfts­fel­der sorgt bei Alpha­bet schon für ste­ti­ge Umsatz­zu­wäch­se. Im zwei­ten Quar­tal des Jah­res 2019 leg­ten die Erlö­se im Ver­gleich zum ers­ten Quar­tal 2018 um 19 % auf 38,9 Mil­li­ar­den US-Dol­lar zu. Das Wer­be­ge­schäft trug dabei 32,6 Mil­li­ar­den US-Dol­lar zum Umsatz bei.

Zukunfts­be­rei­che mit Poten­zi­al: Alpha­bets Abhän­gig­keit vom Wer­be­ge­schäft bei Goog­le ist immer noch groß, aber ande­re Berei­che legen zu. Mit Hard­ware-Ver­käu­fen, den Umsät­zen im Play Store und vor allem mit dem Cloud-Geschäft konn­te das Unter­neh­men im zwei­ten Quar­tal 2019 rund 6,2 Mil­li­ar­den US-Dol­lar erlö­sen – rund 40 % mehr als im Vor­jah­res­zeit­raum.

Ana­lys­ten: Die Alpha­bet-Aktie genießt bei den Ana­lys­ten wei­ter­hin einen her­vor­ra­gen­den Ruf. Aktu­ell emp­feh­len 14 von 15 Exper­ten im com­di­rect Ana­lys­tens­core die Aktie als „Kauf“. Kein ein­zi­ger rät zum „Hal­ten“, nur eine Ver­kaufs­emp­feh­lung trübt das Bild ein wenig. Der com­di­rect Ana­lys­tens­core liegt gleich­wohl bei hohen 87 %.

Alpha­bet (WKN A14Y6F)

Gewinn­del­le nur teil­wei­se kom­pen­siert: Im Früh­jahr hat­te Alpha­bet Anle­ger und Ana­lys­ten mit einem deut­li­chen Gewinn­rück­gang auf 6,6 Mil­li­ar­den US-Dol­lar für das ers­te Quar­tal über­rascht. Der Ein­bruch wur­de im zwei­ten Quar­tal mit knapp 10 Mil­li­ar­den US-Dol­lar wie­der gut gemacht. Für das gesam­te ers­te Halb­jahr ver­zeich­net Alpha­bet damit 16,6 Mil­li­ar­den US-Dol­lar Gewinn, im zwei­ten Halb­jahr des Vor­jah­res waren es jedoch noch 18,1 Mil­li­ar­den US-Dol­lar.

Kei­ne Divi­den­de und hohe Bewer­tung: Die Kur­se sind bei Alpha­bet in den ver­gan­ge­nen Jah­ren stär­ker gestie­gen als die Gewin­ne. So ist die Aktie aktu­ell mit einem Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis 2019 von rund 24 bewer­tet. Das ist ange­sichts des jüngs­ten Gewinn­ein­bruchs ambi­tio­niert. Bis auf Wei­te­res kön­nen Anle­ger zudem nicht mit einer Divi­den­de rech­nen.

Ent­täu­schen­de „Other Bets“: Neben der Goog­le-Grup­pe inves­tiert Alpha­bet seit Jah­ren in die soge­nann­ten „Other Bets“. Dahin­ter ver­ber­gen sich Hun­der­te von Betei­li­gun­gen an zukunfts­träch­ti­gen Tech­no­lo­gi­en wie dem auto­no­men Fah­ren oder der Goog­le-Bril­le. Der Erfolg bleibt bis­her aus. Zuletzt kamen alle „Other Bets“ zusam­men auf Quar­tals­er­lö­se von 162 Mil­lio­nen Dol­lar und ver­ur­sach­ten dabei Ver­lus­te von 989 Mil­lio­nen Dol­lar.

Gefahr Trump: Die Such­ma­schi­ne Goog­le hat sich zwar 2010 wegen der Zen­sur aus Chi­na zurück­ge­zo­gen. Gleich­wohl ist Alpha­bet mit Betei­li­gun­gen und Apps für Sprach­über­set­zun­gen und Daten­ma­nage­ment in Chi­na aktiv. Eine Inten­si­vie­rung des Geschäfts wird durch die Han­dels­strei­tig­kei­ten erschwert. Zudem geriet bei Zuspit­zun­gen des Kon­flikts zuletzt die gesam­te Tech-Bran­che unter Druck.

Akti­en unter­lie­gen Kurs­schwan­kun­gen; damit sind Kurs­ver­lus­te mög­lich. Bei Wert­pa­pie­ren, die nicht in Euro notie­ren, sind zudem Wäh­rungs­ver­lus­te mög­lich. Die frü­he­re Wert­ent­wick­lung ist kein ver­läss­li­cher Indi­ka­tor für die zukünf­ti­ge Wert­ent­wick­lung. Die Aus­wahl der Wert­pa­pie­re und sons­ti­gen Finanz­in­stru­men­te dient aus­schließ­lich Infor­ma­ti­ons­zwe­cken und stellt kein Ange­bot, kei­ne Auf­for­de­rung oder Emp­feh­lung zum Kauf oder Ver­kauf von Finanz­in­stru­men­ten dar. Sie soll ledig­lich Ihre selbst­stän­di­ge Anla­ge­ent­schei­dung erleich­tern und ersetzt kei­ne anle­ger- und anla­ge­ge­rech­te Bera­tung. Der com­di­rect Ana­lys­tens­core berech­net sich aus der Gesamt­zahl der Ana­lys­ten, die die­se Aktie bewer­ten. Die nega­ti­ven Ein­schät­zun­gen (Ver­kau­fen) wer­den von den posi­ti­ven (Kau­fen) sub­tra­hiert, und das Ergeb­nis wird durch die Gesamt­zahl aller Ein­schät­zun­gen (Kau­fen, Hal­ten, Ver­kau­fen) divi­diert. Die­se Zahl wird mit 100 mul­ti­pli­ziert, um den Pro­zent­wert dar­zu­stel­len. Die hier dar­ge­stell­ten Infor­ma­tio­nen und Wer­tun­gen genü­gen nicht den gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen zur Gewähr­leis­tung der Unvor­ein­ge­nom­men­heit einer Anla­ge­emp­feh­lung oder Anla­ge­stra­te­gie­emp­feh­lung. Die Dar­stel­lung gibt nicht die Mei­nung von com­di­rect wie­der. Dar­über hin­aus unter­lie­gen die dar­ge­stell­ten Wert­pa­pie­re und sons­ti­gen Finanz­in­stru­men­te kei­nem Ver­bot des Han­dels vor der Ver­öf­fent­li­chung von Anla­ge- oder Anla­ge­stra­te­gie­emp­feh­lun­gen. Stand: 21.08.2019; Quel­le: comdirect.de