Airbus
Gute Aussichten

Der deutsch-franzö­sis­che Konz­ern erwartet für die kom­menden Jahre Steigerun­gen bei Umsatz und Gewinn.

Die deutsch-franzö­sis­che Air­bus gehört zu den größten zivilen und mil­itärischen Luft­fahrtun­ternehmen der Welt. Im ver­gan­genen Jahr kon­nte Air­bus den Net­to­gewinn ver­dreifachen. Die Prog­nosen für die kom­menden Jahre sind vielver­sprechend. Bei den Ana­lysten gehört das Unternehmen mit Stamm­sitz in Toulouse zu den beliebtesten im EURO STOXX 50. Allerd­ings fie­len die Geschäft­szahlen zum Jahres­be­ginn 2018 ent­täuschend aus. Der Mil­itär-Trans­porter A400 M bere­it­et weit­er­hin Sor­gen. Das Unternehmen ist nach den Kurssteigerun­gen der ver­gan­genen Jahre deut­lich höher bew­ertet als die Konkur­renz im EURO STOXX 50. Und in Deutsch­land ist die Aktie nur im MDAX notiert.

Air­bus (WKN 938914)

Starke Mark­t­po­si­tion: Air­bus und Boe­ing liefern sich seit Langem ein Kopf-an-Kopf-Ren­nen um die Vorherrschaft in der Luft. Die deutsch-franzö­sis­che Air­bus ist bre­it aufgestellt und kann auf die Unter­stützung durch zwei Regierun­gen rech­nen. Sie ist das größte zivile Luft- und Raum­fahrtun­ternehmen Europas und ein­er der weltweit größten Rüs­tungskonz­erne.

Deut­lich verbessert: Seit 2013 hat Air­bus den Gewinn deut­lich gesteigert. Die wichtig­sten Kennz­if­fern haben sich annäh­ernd ver­dop­pelt. Das Ergeb­nis der gewöhn­lichen Geschäft­stätigkeit stieg von 2,0 Mil­liar­den Euro auf 4,6 Mil­liar­den Euro, der Jahresüber­schuss von 1,5 Mil­liar­den Euro auf 2,9 Mil­liar­den Euro. Auch die Div­i­den­den klet­tert von 0,75 Euro auf zulet­zt 1,50 Euro pro Aktie.

Gute Prog­nosen: 2018 soll das Kurzstreck­en­flugzeug A320neo den Absatz auf 800 Flugzeuge vorantreiben. Air­bus will damit den oper­a­tiv­en Gewinn um 20 % steigern. Ana­lysten trauen dem Unternehmen auf­grund der steigen­den Aus­liefer­un­gen und der A350-Serie sog­ar für die näch­sten fünf Jahre ein durch­schnit­tlich­es oper­a­tives Gewin­nwach­s­tum im zweis­tel­li­gen Bere­ich zu.

Opti­mis­mus bei den Experten: Air­bus ste­ht bei den Ana­lysten aktuell hoch im Kurs. Von 19 Ein­schätzun­gen laut­en zurzeit 13 auf „Kauf“, sechs Experten optieren für „Hal­ten“, kein einziger emp­fiehlt den Verkauf. Der comdi­rect Ana­lysten­score liegt damit bei 68 % und gehört zu den höch­sten im EURO STOXX 50.

Air­bus (WKN 938914)

Schwach­es erstes Quar­tal: Prob­leme mit den neuen Trieb­w­erken für das Kurzstreck­en­flugzeug A320neo haben Air­bus den Start ins Jahr ver­mi­est. Die Lief­er­eng­pässe ließen den Umsatz von Jan­u­ar bis März um 12 % auf 10,1 Mil­liar­den Euro ein­brechen. Im ersten Quar­tal hielt sich der Flugzeug­bauer mit 14 Mil­lio­nen Euro nur knapp in der Gewinnzone.

Prob­leme mit der Rüs­tungss­parte: Bere­its seit Jahren lei­det die Entwick­lung des Mil­itär­trans­porters A400M unter mas­siv­en Prob­le­men. Verzögerun­gen verur­sacht­en zulet­zt Son­der­be­las­tun­gen von 1,3 Mil­liar­den Euro. Die Aus­liefer­ung der A400M-Trans­porter an die Bun­deswehr soll über einen län­geren Zeitraum bis 2026 gestreckt wer­den.

Hohe Bew­er­tung: Die Air­bus-Aktie hat seit 2016 abge­hoben. Trotz der gle­ichzeit­ig gestiege­nen Gewinne ist die Bew­er­tung inzwis­chen ambi­tion­iert. Das Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis 2018 liegt bei rund 23 und damit fast dop­pelt so hoch wie der Durch­schnitt im EURO STOXX 50. Eine Ver­schlechterung der inter­na­tionalen Kon­junk­tur kön­nte für Rückschläge sor­gen.

Gerin­gere Beach­tung in Deutsch­land: Früher EADS, heute Air­bus: Im MDAX ist die Flugzeug-Aktie seit jeher am höch­sten gewichtet. Nach Mark­tkap­i­tal­isierung und Umsatz gehört das franzö­sisch-deutsche Unternehmen lock­er in den DAX. Aber der Haupt­sitz liegt in Toulouse und Air­bus ist deshalb im franzö­sis­chen CAC 40 und im EURO STOXX 50 gelis­tet.

Aktien unter­liegen Kurss­chwankun­gen, damit sind Kursver­luste möglich. Die frühere Wer­ten­twick­lung ist kein ver­lässlich­er Indika­tor für die zukün­ftige Wer­ten­twick­lung. Der comdi­rect Ana­lysten­score berech­net sich aus der Gesamtzahl der Ana­lysten, die diese Aktie bew­erten. Die neg­a­tiv­en Ein­schätzun­gen (Verkaufen) wer­den von den pos­i­tiv­en (Kaufen) sub­trahiert und das Ergeb­nis durch die Gesamtzahl aller Ein­schätzun­gen (Kaufen, Hal­ten, Verkaufen) divi­diert. Diese Zahl wird mit 100 mul­ti­pliziert, um den Prozen­twert darzustellen. Die Beschrei­bung der Wert­pa­piere stellt keine Kauf- oder Verkauf­sempfehlung dar. Die Darstel­lung gibt nicht die Mei­n­ung von comdi­rect wieder. Sie dient auss­chließlich der Infor­ma­tion und stellt keine Anlageempfehlung dar. Stand: 20.06.2018; Quelle: comdirect.de