Adidas: Neuer Rekord beim Gewinn

Adidas Neuer Rekord beim Gewinn

Geschätzte Lesedauer: 2 Minuten

Unter Adi­das-Chef Kasper Rorsted steigen Mar­gen und Gewinne. Zulet­zt ent­täuschte jedoch die Umsatzen­twick­lung in Europa.

Vor­stand­schef Kasper Rorsted trimmt Adi­das auf Rentabil­ität. Im drit­ten Quar­tal 2018 stieg der Gewinn um 19 % an, ähn­lich stark dürften die Zahlen für das Gesamt­jahr aus­fall­en. Ins­beson­dere im mar­gen­starken Geschäft in Asien und Nor­dameri­ka legte Adi­das zulet­zt über­durch­schnit­tlich beim Umsatz zu. Die meis­ten Ana­lysten sind von Adi­das überzeugt. Allerd­ings schwächelte zulet­zt das Geschäft in der Stamm­re­gion Europa, und die Währungsre­la­tio­nen sind ungün­stig. Die Zweit­marke Reebok bleibt weit­er hin­ter den Zie­len zurück, und die Adi­das-Aktie gehört mit einem Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis 2019 von gut 21 zu den teuer­sten Aktien im DAX.

Adi­das (WKN A1EWWW)

Starkes Wach­s­tum: Seit zwei Jahren ist der Däne Kasper Rorsted Vor­stand­schef bei Adi­das und legt regelmäßig Reko­rdzahlen vor. Im drit­ten Quar­tal 2018 stieg der Gewinn aus fort­ge­führten Geschäfts­bere­ichen beim zweit­größten Sportar­tikel-Pro­duzen­ten der Welt um 19 % auf 656 Mil­lio­nen Euro. Die oper­a­tive Marge klet­terte um 1,3 Prozent­punk­te auf 15,3 %. Das verdeut­licht die gestiegene Prof­itabil­ität.

Prog­nose ange­hoben: Auf­grund der guten ersten neun Monate des ver­gan­genen Jahres und der Aus­sicht­en für das Wei­h­nachts­geschäft hat­te Adi­das die Gewin­nprog­nosen ange­hoben. Der Gewinn aus fort­ge­führten Geschäfts­bere­ichen soll im Kalen­der­jahr 2018 von 1,43 Mil­liar­den Euro auf 1,66 bis 1,72 Mil­liar­den Euro zule­gen. Das entspräche ein­er Steigerung von bis zu 20 %.

Inter­na­tionales Geschäft brummt: Außer­halb Europas wächst Adi­das aktuell deut­lich stärk­er als im heimatlichen Markt. Im drit­ten Quar­tal 2018 lag die Umsatzsteigerung in Nor­dameri­ka bei 16 %, in Chi­na sog­ar bei 26 %. Das ist pos­i­tiv für den Ertrag, weil außer­halb Europas die Mar­gen zum Teil deut­lich höher liegen. Am stärk­sten legte zulet­zt der Online-Direk­tverkauf zu – er stieg weltweit um 76 %.

Opti­mis­mus: Die Ana­lysten sind von Adi­das weit­ge­hend überzeugt. Von 22 Experten emp­fiehlt aktuell ein einziger den Verkauf. 14 Ana­lysten haben die Aktie zur zurzeit auf „Kauf“ gestellt, sieben sehen sie als Hal­tepo­si­tion. Der comdi­rect Ana­lysten­score liegt damit bei über­durch­schnit­tlichen 59 %.

Adi­das (WKN A1EWWW)

Schwach­es Europa-Geschäft: Nach der Fußball­welt­meis­ter­schaft schwächelte Adi­das im Stam­m­markt Europa. Die Umsätze gin­gen hier im Ver­gle­ich zum Vor­jahr um 1 % zurück. Adi­das-Chef Rorsted übte Selb­stkri­tik: Das Unternehmen habe sich in Europa zu sehr auf die Erfolge sein­er klas­sis­chen „Originals“-Produktserie ver­lassen.

Währungsre­la­tio­nen belas­ten: Weltweit ver­buchte Adi­das währungs­bere­inigt im drit­ten Quar­tal 2018 ein Umsatz­plus von 8 % auf 5,87 Mil­liar­den Euro. Das lag leicht unter den Erwartun­gen der Ana­lysten. Ohne die Bere­ini­gung wären es wegen ungün­stiger Währungsre­la­tio­nen sog­ar nur 3 % gewe­sen.

Reebok schwächelt weit­er: Seit zwölf Jahren gehört Reebok zu Adi­das und kon­nte in diesem Zeitraum nie wirk­lich an alte Erfolge anknüpfen. Auch im drit­ten Quar­tal 2018 sanken die Umsätze bei Reebok um 5 %, weil die Bere­iche „Run­ning“ und „Train­ing“ nach­gaben. Bei anhal­ten­dem Mis­ser­folg scheint eine Tren­nung von Reebok auf mit­tlere Sicht möglich.

Hohe Bew­er­tung: Adi­das gehörte zulet­zt zu den per­for­mances­tärk­sten Aktien im DAX. Zwar legten auch die Unternehmensgewinne kräftig zu. Aber mit einem Kurs-Gewinn-Ver­hält­nis von rund 21 notiert Adi­das unter den am höch­sten bew­erteten Aktien im Auswahlin­dex. Trotz regelmäßig steigen­der Auss­chüt­tun­gen liegt die Div­i­den­den­ren­dite bei recht mageren 1,8 %.

Aktien unter­liegen Kurss­chwankun­gen, damit sind Kursver­luste möglich. Die frühere Wer­ten­twick­lung ist kein ver­lässlich­er Indika­tor für die zukün­ftige Wer­ten­twick­lung. Die Beschrei­bung der Wert­pa­piere stellt keine Kauf- oder Verkauf­sempfehlung dar. Der comdi­rect Ana­lysten­score berech­net sich aus der Gesamtzahl der Ana­lysten, die diese Aktie bew­erten. Die neg­a­tiv­en Ein­schätzun­gen (Verkaufen) wer­den von den pos­i­tiv­en (Kaufen) sub­trahiert und das Ergeb­nis durch die Gesamtzahl aller Ein­schätzun­gen (Kaufen, Hal­ten, Verkaufen) divi­diert. Diese Zahl wird mit 100 mul­ti­pliziert, um den Prozen­twert darzustellen. Die Darstel­lung gibt nicht die Mei­n­ung von comdi­rect wieder. Sie dient auss­chließlich der Infor­ma­tion und stellt keine Anlageempfehlung dar. Stand: 13.02.2019; Quelle: comdirect.de