SWIFT-Code – Informationen zur internationalen Bankidentifizierungsnummer

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Wer eine Auslandsüberweisung tätigen will, benötigt häufig einen SWIFT‐Code. Aber was genau ist der SWIFT‐Code? Hier finden Sie alle Informationen zum SWIFT‐Code, seiner Verwendung und was es bei Auslandsüberweisungen zu beachten gibt.

Was bedeutet SWIFT‐Code?

SWIFT ist die Abkürzung für Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication. Die SWIFT organisiert den internationalen Nachrichten‐ und Transaktionsverkehr zwischen Banken, Börsen, Brokern und anderen Finanzdienstleistern. Über das gesicherte SWIFT‐Netzwerk werden weltweit standardisierte Transaktionen abgewickelt. Um eine internationale Standardisierung zu gewährleisten, fungiert die SWIFT als Registrierungsstelle für ISO‐Normen, in denen Nachrichtenformate und -inhalte für das Finanzwesen definiert werden. Die SWIFT weist jedem angeschlossenen Finanzinstitut einen in der ISO 9362 definierten Code zur eindeutigen Identifizierung zu. Dieses internationale Bankkennzeichen wird SWIFT‐Code oder BIC genannt.

BIC ist offiziell die Abkürzung für Business Identifier Code, aber meist wird der bis 2010 gebräuchliche Begriff „Bank Identifier Code“ verwendet. Neben BIC und SWIFT‐Code ist auch die Bezeichnung SWIFT‐Adresse gebräuchlich.

Wofür wird der SWIFT‐Code benötigt?

Bei einer SEPA‐Überweisung innerhalb von Deutschland und im einheitlichen europäischen Zahlungsraum ist lediglich die IBAN des Empfängers notwendig. Bei einer Überweisung ins außereuropäische Ausland wird zusätzlich zur IBAN der BIC bzw. SWIFT‐Code benötigt.

IBAN ist die Abkürzung für International Bank Account Number. Die IBAN dient der eindeutigen Identifizierung von Bankkonten und wird bei allen internationalen Transaktionen benötigt. Die internationale Bankkontonummer IBAN wird durch die ISO‐Norm ISO 13616–1:2007 Teil 1 beschrieben und wie der BIC bei der SWIFT registriert.

SEPA ist die Abkürzung für Single Euro Payments Area. In diesem einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraum gilt das standardisierte SEPA‐Verfahren. Bei SEPA‐Überweisungen und -Lastschriften wird kein SWIFT‐Code benötigt – hier ist die Angabe der IBAN ausreichend.

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Hinweis: Bei Auslandsüberweisungen in Fremdwährungen sowie in Länder, die nicht am SEPA‐Verfahren teilnehmen, können eventuell Kosten anfallen. Vor einer Auslandsüberweisung empfiehlt es sich daher, mögliche Kosten vorab zu klären.

Europa-Karte mit den 34 Mitgliedsstaaten der Single Euro Payments Area SEPA in Blau markiert

Diese 34 Länder gehören zum SEPA‐Zahlungsverkehrsraum. In alle anderen Länder sind keine SEPA‐Zahlungen, sondern nur Auslandsüberweisungen möglich.

Quelle: Von Know‐World — Eigenes Werk, CC BY‐SA 3.0

Wie setzt sich der SWIFT‐Code zusammen?

Der SWIFT‐Code bzw. BIC wird in der Norm ISO 9362 geregelt und ist deshalb international gültig. Der 11‐stellige BIC bzw. SWIFT‐Code kann sowohl aus Buchstaben als auch aus Ziffern bestehen und setzt sich wie folgt zusammen:

  • 4‐stelliger Bankcode
  • 2‐stelliger Ländercode
  • 2‐stellige Orts‐ bzw. Regionsangabe
  • 3‐stelliger Filialkennzeichen (optional – kann durch XXX ersetzt werden)
Zusammensetzung BIC

Wo finde ich den SWIFT‐Code bzw. BIC?

Den SWIFT‐Code oder BIC Ihrer Bank finden Sie meist:

    • auf Ihrer Bankkarte
    • auf Ihren Kontoauszügen
    • beim Online‐Banking in Ihrem persönlichen Bereich
    • auf der Website Ihrer Bank

Wenn Sie die SWIFT‐Adresse für ein internationales Finanzinstitut suchen, können Sie im Internet die BIC‐Suche der SWIFT nutzen. Speziell für die BIC‐Suche von Banken und Finanzdienstleistern innerhalb von Deutschland bietet die Deutsche Bundesbank eine Bankleitzahlen‐Suche im aktuell gültigen Bankleitzahlenverzeichnis. Alternativ können Sie BIC‐Rechner im Internet nutzen, um den SWIFT‐Code bzw. BIC einer Bank zu ermitteln. BIC‐Rechner benötigen für die Suchanfrage meist den korrekten Namen der Bank und/oder eine korrekte IBAN sowie das Land.

Hinweis: Bei der Eingabe von IBAN oder dem Namen eines Finanzdienstleisters können schnell Fehler passieren. Da BIC‐Rechner nicht überprüfen, ob alle Angaben in der Suchmaske korrekt sind, kann es hier zu Fehlern kommen. Überprüfen Sie daher einen per BIC‐Rechner ermittelten BIC.

Tipps zu Auslandsüberweisungen mit IBAN und SWIFT‐Code bzw. BIC

Um Überweisungen in Fremdwährungen oder in Länder außerhalb des SEPA‐Bereiches zu überweisen, benötigen Sie neben der IBAN auch den SWIFT‐Code bzw. BIC des empfangenden Kreditinstitutes. Bei Auslandsüberweisungen sollten Sie sich zudem über mögliche Kosten informieren.

Beachten Sie mögliche Kosten bei Auslandsüberweisungen

SEPA‐Zahlungen innerhalb des einheitlichen europäischen Zahlungsraumes der SEPA‐Länder sind in der Regel entgeltfrei. Lediglich bei Beträgen über 50.000 Euro sowie bei SEPA‐Überweisungen, die nicht in der Währung Euro getätigt werden, können Kosten entstehen. Für Auslandsüberweisungen können hingegen Fremdwährungsentgelte, SWIFT‐Entgelte und ggf. Kosten für zwischengeschaltete Banken (Korrespondenzbanken) anfallen.

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Hinweis: Auslandsüberweisungen ab 12.500 Euro unterliegen der Meldepflicht des Außenwirtschaftsverkehrs (AWV) und müssen der Bundesbank mitgeteilt werden. Kommen Sie der Meldepflicht nicht nach, droht Ihnen ein Ordnungsgeld.

Welche Möglichkeiten zur Kostenverteilung gibt es bei Auslandsüberweisungen?

Für die Entgelt‐ und Kostenregelung stehen Ihnen bei Auslandsüberweisungen 3 Möglichkeiten zur Auswahl:

  • SHARE (Entgeltteilung): Hier teilen sich der Zahlende und der Zahlungsempfänger die Überweisungskosten. Sie als Auftraggeber tragen die Kosten Ihrer eigenen Bank, während der Empfänger die Kosten seiner eigenen Bank übernimmt. Eventuelle Kosten für zwischengeschaltete Korrespondenzbanken werden vom Überweisungsbetrag abgezogen.
  • OUR (Auftraggeber trägt Entgelte): Hier übernehmen Sie die gesamten Überweisungskosten selbst
  • BEN (Empfänger trägt Entgelte): Hier übernimmt der Empfänger alle Kosten der Auslandsüberweisung

Tipp: Klären Sie bei einer Auslandsüberweisung am besten im Vorfeld mit dem Empfänger die Verteilung der anfallenden Kosten.

Sollten Sie weitere Fragen zum Thema SWIFT‐Code oder zu Auslandsüberweisungen haben, kontaktieren Sie gerne unsere Kundenbetreuer. Sie helfen Ihnen gerne jederzeit weiter.