S&P 500

Der bekannteste amerikanische Index ist der Dow Jones 30, der dynamische Index mit dem Schwerpunkt auf Technologieunternehmen der NASDAQ 100. Aber beide Indizes geben nur einen relativ kleinen Ausschnitt der US-Börsen wieder. Wer als Profi oder als Privatanleger auf die Entwicklung des gesamten Aktienmarktes schaut, orientiert sich am Standard & Poor’s 500, kurz S&P 500.

Old und New Economy vereint

Der S&P 500 wurde 1957 von der Ratingagentur Standard & Poor’s eingeführt. Er enthält 500 der größten amerikanischen Unternehmen, die an den Börsen NYSE, NYSE Amex und NASDAQ gehandelt werden. Diese 500 Unternehmen repräsentieren rund drei Viertel der gesamten Marktkapitalisierung der US-Wirtschaft. Wie der Dow Jones (und anders als der NASDAQ 100) berücksichtigt der S&P 500 traditionelle Wirtschaftszweige, es finden sich im Index also Aktien von Unternehmen wie Coca-Cola, Pfizer oder Exxon Mobil. Wie im NASDAQ 100 (und anders als im Dow Jones 30) sind aber auch alle Top-Technologiewerte im S&P vertreten.

Apple hat höchstes Gewicht

Die bekannteste Variante des S&P ist ein reiner Kursindex. Dividendenzahlungen und Kapitalmaßnahmen wie Aktiensplits wirken sich nicht aus. Daneben berechnet Standard & Poor’s aber auch einen Performanceindex (Total Return Index). Über die Aufnahme von Einzelwerten in den Index entscheidet die Ratingagentur Standard & Poor’s. Die Gewichtung wird wie bei den meisten modernen Indizes nach der Marktkapitalisierung vorgenommen. In den vergangenen Jahren hat sich durch den Aufschwung der Technologiewerte der Schwerpunkt deutlich verändert. Der Einzelwert mit dem höchsten Gewicht im Portfolio ist Apple mit rund 4 %. Daneben gehören Amazon, Facebook, Microsoft und Alphabet zu den Schwergewichten.