SDAX

In den ver­gan­genen Jahren haben die kleineren Unternehmen in Deutsch­land und an den inter­na­tionalen Börsen in Sachen Per­for­mance die inter­na­tion­al bekan­nten Bluechips teil­weise deut­lich abge­hängt. Solche Unternehmen und ihre Aktien find­en Anleger im soge­nan­nten Small-Cap-Index, kurz SDAX. Der SDAX wurde kurz vor der Jahrtausendwende einge­führt. Er ist hin­ter dem DAX mit den 30 größten deutschen Unternehmen sowie dem MDAX (mit 50 Mit­gliedern) der dritte Auswahlin­dex der Deutschen Börse. Der Index enthält 50 Werte. Bei der Auswahl gilt die soge­nan­nte 110/110-Regel. Das heißt: Die Unternehmen müssen bei den Kri­te­rien Umsatz und Mark­tkap­i­tal­isierung jew­eils zu den 110 größten hin­ter dem DAX gehören. Sie entstam­men ten­den­ziell tra­di­tionellen Wirtschaft­szweigen; tech­nol­o­gisch aus­gerichtete Unternehmen aus den Branchen IT, Soft­ware, neue Energien und Biotech­nolo­gie sind dage­gen im Tec­DAX ange­siedelt.

Viele Familienunternehmen

Zahlre­iche Small Caps aus dem SDAX sind in ihren Mark­t­nis­chen führend. Sie wer­den oft als Fam­i­lienun­ternehmen mit langfristiger Strate­gie geführt. Im SDAX sind beson­ders viele Auto­mo­bilzulief­er­er und Immo­bilienun­ternehmen vertreten. Zu den Pfeil­ern des Index gehören seit Jahren der Autover­lei­her Sixt, der Foto­la­bor-Spezial­ist Cewe und Grenke Leas­ing. Daneben rang­ieren im SDAX Unternehmen mit größer­er Börsen­ver­gan­gen­heit wie der Sportar­tik­ler Puma oder aber der Stahlbauer Klöck­n­er & Co SE.

Schwankende Kurse

Auch die Aktie von Borus­sia Dort­mund ist Mit­glied im SDAX. Die Präsenz des Fußbal­lk­lubs zeigt: Die Unternehmen im SDAX sind oft von weni­gen oder gar nur einem einzi­gen Pro­dukt abhängig. Dementsprechend stark kön­nen die Aktienkurse schwanken. Beim BVB ist das schnell durch das sportliche Abschnei­den ersichtlich und erk­lär­bar. Bei anderen Unternehmen des SDAX sind die Gründe oft weniger klar, zumal sie oft von Ana­lysten wenig beachtet wer­den. Zur Ver­mei­dung der stärk­eren Schwankun­gen und Einzel­w­er­trisiken ist bei SDAX-Werten der Griff zu einem ETF-Index­fonds oder zu spezial­isierten Small-Cap-Fonds die sicherere Vari­ante.