SDAX

In den vergangenen Jahren haben die kleineren Unternehmen in Deutschland und an den internationalen Börsen in Sachen Performance die international bekannten Bluechips teilweise deutlich abgehängt. Solche Unternehmen und ihre Aktien finden Anleger im sogenannten Small-Cap-Index, kurz SDAX. Der SDAX wurde kurz vor der Jahrtausendwende eingeführt. Er ist hinter dem DAX mit den 30 größten deutschen Unternehmen sowie dem MDAX (mit 60 Mitgliedern) der dritte Auswahlindex der Deutschen Börse. Der Index enthält 70 Werte. Sie stammten bis zur großen Indexanpassung im September 2018 tendenziell aus traditionellen Wirtschaftszweigen. Seit dem 24.09.2018 sind bei entsprechender Größe und Marktkapitalisierung auch technologisch ausgerichtete Unternehmen des TecDAX mit einer Doppelnotiz im SDAX vertreten.

Warum sind im SDAX viele Familienunternehmen vertreten

Zahlreiche Small Caps aus dem SDAX sind in der Öffentlichkeit wenig bekannt, aber gehören in ihren Marktnischen zu den Weltmarktführern. Sie werden oft als Familienunternehmen mit langfristiger Strategie geführt. Im SDAX sind besonders viele Automobilzulieferer und Immobilienunternehmen vertreten. Zu den Pfeilern des Index gehören der Autoverleiher Sixt, der Leasing-Speziallist Grenke oder auch Rational als Hersteller von Profiküchen.

Schwankende Kurse

Auch die Aktie von Borussia Dortmund ist Mitglied im SDAX. Die Präsenz des Fußballklubs zeigt: Die Unternehmen im SDAX sind oft von wenigen oder gar nur einem einzigen Produkt abhängig. Dementsprechend stark können die Aktienkurse schwanken. Beim BVB ist das schnell durch das sportliche Abschneiden ersichtlich und erklärbar. Bei anderen Unternehmen des SDAX sind die Gründe oft weniger klar, zumal sie oft von Analysten wenig beachtet werden. Zur Vermeidung von stärkeren Schwankungen und Einzelwertrisiken können Anleger in Small-Cap-Fonds investieren, die viele Unternehmen aus dem SDAX enthalten.