Rentenfonds

Die Rente ist sich­er“, so lautete der bekan­nteste Satz des CDU-Poli­tik­ers Nor­bert Blüm in sein­er Zeit als Bun­desmin­is­ter für Arbeit und Soziales in der Regierung Kohl. Trotz der Namensgle­ich­heit hat ein Renten­fonds mit der klas­sis­chen Rente für Arbeit­nehmer im Ruh­e­s­tand nichts zu tun. Ein Renten­fonds kann aber ein Baustein zu ein­er mehrteili­gen Altersvor­sorge sein. Denn er kann während des Arbeit­slebens beispiel­sweise via Spar­plan kon­tinuier­lich mit kleineren Beträ­gen anges­part wer­den.

Alternative zum Sparbuch

Ger­ade in Zeit­en niedriger Zin­sen macht Anlegern das klas­sis­che Sparen auf dem Spar­buch wenig Freude. Die entsprechen­den Zin­sen sind so ger­ing, dass kaum Geld ver­di­ent wer­den kann. Und wenn der Anleger auch Steuern und Infla­tion berück­sichtigt, ste­ht unter dem Strich oft sog­ar ein real­er Ver­lust. Hil­fe kön­nen Renten­fonds bieten. Es han­delt sich dabei um einen Invest­ment­fonds, der von ein­er Fonds­ge­sellschaft aufgelegt wird. Diese ver­wal­tet das bei vie­len Anlegern einge­sam­melte Geld entsprechend der vor­ab fest­gelegten Kri­te­rien und erhält dafür eine feste Vergü­tung, die Ver­wal­tungs­ge­bühr.

Gemein haben alle Renten­fonds, dass nahezu auss­chließlich in festverzinsliche Wert­pa­piere investiert wer­den darf. Dazu gehören ins­beson­dere Staats- und Unternehmen­san­lei­hen, Pfand­briefe und Kom­mu­naloblig­a­tio­nen. Gewinne entste­hen bei Renten­fonds zum einen über die Zin­szahlun­gen aus den festverzinslichen Papieren. Möglich sind aber auch Kurs­gewinne. Denn ger­ade in Zeit­en fal­l­en­der Zin­sen steigen die Kurse der im Fonds gehal­te­nen Papiere und damit auch der Kurs des Invest­ment­fonds. Ana­log dazu kann es aber auch zu Rückschlä­gen kom­men, wenn die Mark­tzin­sen steigen oder die im Fonds enthal­te­nen Titel aus anderen Grün­den fall­en – etwa weil die Bonität des Emit­ten­ten wie zum Beispiel im Falle Griechen­lands infrage ste­ht.

Das Risiko steigt mit den Renditechancen

Das Ange­bot an Renten­fonds ist in Deutsch­land extrem bre­it. Es begin­nt bei sehr defen­siv­en Ansätzen, die beispiel­sweise auss­chließlich auf Euro-Staat­san­lei­hen mit höch­ster Bonität set­zen. Mehr Ren­ditechan­cen bei höheren Risiken bieten Fonds, die auch Festverzinslich­es aus anderen Währungsräu­men hinzufü­gen kön­nen. Mit ähn­lich hohen Schwankun­gen wie bei Aktien­fonds müssen schließlich Käufer von Renten­fonds rech­nen, die auf höher verzinsliche Papiere beispiel­sweise aus Schwellen­län­dern oder von weniger bonitätsstarken Unternehmen set­zen.