Quantitative easing

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Die USA haben es gemacht, Japan – und nun auch Euro­pa: Die Rede ist vom „quan­ti­ta­ti­ve easing“. Das eng­li­sche Wort, das für quan­ti­ta­ti­ve oder mone­tä­re Locke­rung steht, geis­tert spä­tes­tens seit 2008 durch die Gazet­ten. Damals hat­te die ame­ri­ka­ni­sche Noten­bank Fed unter dem Namen „QE 1“ das ers­te von drei groß ange­leg­ten Anlei­henkauf­pro­gram­men auf den Weg gebracht, um die US-Wirt­schaft nach Aus­bruch der Finanz­kri­se zu stüt­zen. Was aber genau ist quan­ti­ta­ti­ve easing?

Der Begriff umschreibt ein Instru­ment der Noten­ban­ken, das zum Ein­satz kommt, wenn kon­ven­tio­nel­le Instru­men­te der Geld­po­li­tik nicht mehr grei­fen. In nor­ma­len Zei­ten steu­ern die Zen­tral­ban­ken – ihre Geld­po­li­tik über den Leit­zins. Zu die­sem Zins kön­nen sich Geschäfts­ban­ken von der Zen­tral­bank Liqui­di­tät ver­schaf­fen. Droht die Wirt­schaft zu über­hit­zen, set­zen die Zen­tral­ban­ken den Zins her­auf, um Kapi­tal zu ver­teu­ern. Schwä­chelt die Wirt­schaft, wird der Zins gesenkt, sodass Kapi­tal güns­ti­ger wird. Aller­dings lässt sich der Leit­zins nicht belie­big sen­ken – bei null wird es schwie­rig.

Reicht das nicht aus, um die Wirt­schaft nach­hal­tig anzu­kur­beln, kön­nen die Zen­tral­ban­ken tie­fer in den Instru­men­ten­kas­ten grei­fen. Sie kau­fen etwa Staats- oder Unter­neh­mens­an­lei­hen oder aber durch Ver­mö­gens­an­la­gen, bei­spiels­wei­se Immo­bi­li­en, besi­cher­te Wert­pa­pier­pa­ke­te. Die Idee dahin­ter: Da die Zen­tral­bank der­ar­ti­ge Wert­pa­pier­pa­ke­te von den Geschäfts­ban­ken kauft, nimmt sie ihnen Risi­ken ab. Die Geschäfts­ban­ken kön­nen nun – so die Theo­rie – mehr Kre­di­te zu attrak­ti­ven Kon­di­tio­nen an Unter­neh­mer und Pri­va­te ver­ge­ben. Die­se inves­tie­ren in Maschi­nen, Pro­duk­te, Immo­bi­li­en und Kon­sum und sor­gen so für eine Erho­lung der Wirt­schaft.

In den USA hat die­se Poli­tik offen­bar funk­tio­niert. Die US-Wirt­schaft zeigt sich nach drei QE-Pro­gram­men robust. In Euro­pa steht der Beweis noch aus.