Option

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Gehe ich heu­te zum Fri­seur oder erst mor­gen?“, ist ein Bei­spiel für eine Opti­on. Oder auch: „Hole ich mir jetzt einen fri­schen Kaf­fee oder erst in einer Stun­de?“ Nahe­zu alle Men­schen haben Tag für Tag diver­se Aus­wahl­mög­lich­kei­ten. All die­se klei­nen Fra­gen des täg­li­chen Lebens haben auch mit der Opti­on, die der Kapi­tal­markt kennt, eine Gemein­sam­keit: Es han­delt sich um ein Recht, also eine Wahl­mög­lich­keit. Eine Pflicht besteht nicht.

Der Unter­schied zur Wirt­schaft und dem Kapi­tal­markt ist schnell erklärt. Denn dort bie­tet eine Opti­on immer die Mög­lich­keit, eine bestimm­te Sache wie z. B. eine bestimm­te Anzahl an Akti­en einer Gesell­schaft zu einem vor­ab fest­ge­leg­ten Ter­min und Preis zu kau­fen oder zu ver­kau­fen. Der Opti­ons­be­sit­zer hat dabei die Mög­lich­keit, die Opti­on aus­zu­üben oder sie ver­fal­len zu las­sen. Da die­se Opti­on ein­sei­tig ist, wird die Trans­ak­ti­on auch als „beding­tes Ter­min­ge­schäft“ bezeich­net.

Verschiedene Optionstypen

Klas­si­sche Optio­nen am Kapi­tal­markt sind Kauf- und Ver­kaufs­op­tio­nen, also Calls und Puts. Dabei wird zunächst unter­schie­den, ob es am Lauf­zeit­ende zu einem Bar­aus­gleich kommt oder das ent­spre­chen­de Gut (etwa die defi­nier­te Akti­en­an­zahl) tat­säch­lich gelie­fert wer­den muss. Ein wei­te­res Unter­schei­dungs­kri­te­ri­um bil­det die Opti­ons­art. Hier kann eine „euro­päi­sche Opti­on“ oder eine „ame­ri­ka­ni­sche Opti­on“ die Grund­la­ge des Geschäfts sein. Wäh­rend bei der euro­päi­schen Opti­on nur zum vor­ab fest­ge­leg­ten Fäl­lig­keits­tag die Aus­übung der Opti­on bean­tragt wer­den kann, darf eine Aus­übung bei der ame­ri­ka­ni­schen Opti­on wäh­rend der kom­plet­ten Lauf­zeit ver­langt wer­den.

Gene­rell wer­den Optio­nen an Ter­min­bör­sen auf Akti­en, Indi­zes, Wäh­run­gen, Anlei­hen, ETFs, Roh­stof­fe und Nah­rungs­mit­tel gehan­delt. Die Ter­min­bör­se mit der welt­weit größ­ten Han­dels­ak­ti­vi­tät ist die CME Group, die vor eini­gen Jah­ren aus der Fusi­on der Chi­ca­go Board of Tra­de (CBOT) und der Chi­ca­go Mercan­ti­le Exchan­ge (CME) her­vor­ge­gan­gen ist. In Euro­pa ist die größ­te Ter­min­bör­se die EUREX, der Zusam­men­schluss der Deut­schen Ter­min­bör­se (DTB) und der Schwei­zer SOFFEX.