Multi-Asset-Fonds

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Mischfonds sind in den vergangenen Jahren wieder stark in Mode gekommen. Sie können – im Gegensatz zu spezialisierten Aktien‐, Renten‐ oder Geldmarktfonds – in verschiedene Anlageklassen investieren. Im Gegensatz zu den klassischen Mischfonds decken neuartige Produkte aber noch weit mehr Anlageklassen als Aktien, Anleihen und Cash ab. Sie werden deshalb inzwischen auch oft nicht mehr schlicht Mischfonds, sondern Multi‐Asset‐Fonds genannt.

Multi‐Asset‐Fonds können je nach Fondsprospekt neben Aktien und Rentenpapiere auch Immobilien, Rohstoffe und Edelmetalle und selbst Private Equity oder Infrastrukturinvestments enthalten. Zuweilen dürfen die Manager auch Derivate beimischen – um bestehende Positionen abzusichern oder gar um auf fallende Kurs zu setzen. Ziel der Multi‐Asset‐Fonds ist es, auch in schwierigen Märkten positive Renditen zu erzielen. Dafür haben die Fondsmanager in der Regel große Freiheiten und können je nach Konjunktur‐ und Marktzyklus ihre Anlagestrategie anpassen.

Die Mischung von unterschiedlichen Anlageklassen verringert das Risiko im Vergleich zu reinen Aktienstrategien, im Gegenzug reduzieren sich aber auch die Performance‐Perspektiven. In steigenden Märkten bleibt die Rendite von Multi‐Asset‐Fonds meist mehr oder weniger deutlich hinter Aktienfonds zurück. Wie bei klassischen Mischfonds gibt es bei Multi‐Asset‐Fonds ebenfalls offensive, ausgewogene und defensive Strategien. Unter den defensiven finden sich ausschüttende Fonds, die sogenannten Multi‐Asset‐Income‐Fonds. Insbesondere in den angelsächsischen Ländern sind sie seit Langem zur Finanzierung der Rentenzeit bekannt und beliebt. Zunehmend werden sie auch in Europa nachgefragt. Die meisten Fonds versprechen eine jährliche prozentuale Ausschüttung innerhalb einer gewissen Bandbreite, z. B. 3 % bis 5 %. Früher war das mit einem großen Anteil sicherer Staatsanleihen erreichbar, inzwischen müssen diese Fonds verstärkt High Yield Bonds und dividendenstarke Aktien beimischen.