Laufzeitfonds

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Klas­si­sche Invest­ment­fonds haben in den Depots der Anle­ger längst einen fes­ten Platz ein­ge­nom­men. In der Regel ist ihre Lauf­zeit nicht begrenzt. Trotz­dem kön­nen Invest­ment­fonds auf­ge­löst wer­den. So kommt es vor, dass Fonds­ge­sell­schaf­ten ein­zel­ne Fonds mit ähn­li­chen Anla­ge­zie­len zusam­men­le­gen, wenn sie nur über gerin­ge Fonds­ver­mö­gen ver­fü­gen und damit zu hohe Kos­ten ver­ur­sa­chen.

Laufzeitfonds mit Garantie

Zudem gibt es aber auch Invest­ment­fonds, die von vorn­her­ein nur eine begrenz­te Lauf­zeit haben. Viel­fach kom­men Lauf­zeit­fonds als soge­nann­te Garan­tie­fonds an den Markt. Dabei garan­tiert die Fonds­ge­sell­schaft bzw. der dazu­ge­hö­ri­ge Mut­ter­kon­zern eine Rück­zah­lung des inves­tier­ten Kapi­tals zum Lauf­zeit­ende. Meist kön­nen die­se Fonds nur in einer zeit­lich vor­ge­la­ger­ten Zeich­nungs­pha­se erwor­ben wer­den. Aller­dings kön­nen Anle­ger in der Regel die Fonds­an­tei­le wäh­rend der Lauf­zeit wie­der an die Fonds­ge­sell­schaft zurück­ge­ben. Bei einer Rück­ga­be vor dem Lauf­zeit­ende kann es aller­dings vor­kom­men, dass der Ver­kaufs­er­lös unter dem Garan­tie­wert liegt. Weil das Zins­ni­veau aktu­ell extrem nied­rig ist, sind die Ren­di­te­chan­cen von sol­chen Garan­tie­fonds zur­zeit rela­tiv gering.

Abnehmende Aktienquote in Lebenszyklusfonds

In den Bereich der Lauf­zeit­fonds fal­len auch die soge­nann­ten Lebens­zy­klus­fonds, oft auch Ziel­fonds genannt. Die­se Fonds sind in der Regel auf län­ge­re Zeit­räu­me als Garan­tie­fonds aus­ge­legt, z. B. bis in das Jahr 2040. Sie bie­ten damit Anle­gern eine Mög­lich­keit, ziel­ge­nau auf eine Lebens­si­tua­ti­on (z. B. den Ren­ten­ein­tritt) hin­zu­spa­ren. Ziel­fonds inves­tie­ren das Anle­ger­geld zunächst zu gro­ßen Tei­len oder sogar kom­plett in Akti­en, da hier lang­fris­tig die bes­ten Ertrags­chan­cen lie­gen und zwi­schen­zeit­li­che Kurs­ver­lus­te wie­der auf­ge­holt wer­den kön­nen. Je näher das Lauf­zeit­ende des Fonds rückt, umso stär­ker schich­tet das Fonds­ma­nage­ment aber das Ver­mö­gen in fest­ver­zins­li­che Wert­pa­pie­re oder Cash um.

Bei Lauf­zeit­fonds wird der Fonds liqui­diert, indem die Fonds­ma­na­ger gehal­te­nen Posi­tio­nen ver­kau­fen. Der Erlös wird samt auf­ge­lau­fe­ner Zin­sen, Divi­den­den usw. antei­lig an alle Fonds-Anteils­be­sit­zer ver­teilt. Eini­ge Lauf­zeit­fonds wer­den aller­dings nach ihrem Ziel­zeit­punkt noch eine gewis­se Zeit als risi­ko­ar­me Geld­markt­fonds wei­ter­ge­führt.