IBAN – Informationen und Tipps zur Internationalen Bankkontonummer

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Wir täti­gen Über­weisun­gen, erteilen Einzugser­mäch­ti­gun­gen und geben unsere Kon­to­dat­en weit­er, um Zahlun­gen auszuführen und zu erhal­ten. Dabei gehen wir ganz selb­stver­ständlich mit zahlre­ichen Dat­en um. Aber oft wis­sen wir gar nicht so genau, wofür die einzel­nen Zahlungsin­for­ma­tio­nen eigentlich ste­hen. Erfahren Sie hier mehr zur Inter­na­tionalen Bankkon­ton­um­mer IBAN: Was ste­ht hin­ter der Beze­ich­nung, den einzel­nen Zif­fern und wie lässt sich die IBAN berech­nen oder über­prüfen? Hier erhal­ten Sie hil­fre­iche Infos und prak­tis­che Tipps.

Was ist die IBAN? Bedeutung, Verwendung und Aufbau

IBAN ist die Abkürzung für Inter­na­tion­al Bank Account Num­ber. Die Bankkon­ton­um­mer IBAN ist inter­na­tion­al nach der ISO-Norm ISO 13616–1:2007 stan­dar­d­isiert und soll so den gren­züber­schre­i­t­en­den Zahlungsverkehr erle­ichtern.

Wofür wird die IBAN benötigt?

Die IBAN wird bei allen Über­weisun­gen und Lastschriften nach dem SEPA-Stan­dard benötigt. Auf Über­weisungsträgern oder beim Online-Bank­ing wird die IBAN dort einge­tra­gen, wo bis zur Umstel­lung auf das SEPA-Ver­fahren die Kon­ton­um­mer gefordert wurde.

SEPA ste­ht für Single Euro Payments Area und beze­ich­net den ein­heitlichen europäis­chen Zahlungsverkehrsraum. Das stan­dar­d­isierte SEPA-Ver­fahren soll den gren­züber­schre­i­t­en­den Zahlungsverkehr schneller, sicher­er und gün­stiger machen.

Seit wann wird die IBAN verwendet?

Viele deutsche Banken nutzen das SEPA-Zahlungssys­tem mit IBAN und BIC bere­its seit 2008 für Über­weisun­gen und Lastschriften im europäis­chen Zahlungsraum. Seit 2014 gilt der SEPA-Stan­dard auch für Über­weisun­gen im Inland. Bis 2016 erlaubten Über­gangs­bes­tim­mungen noch die Nutzung von Kon­ton­um­mer und Ban­kleitzahl, um die Umstel­lung auf das neue SEPA-Sys­tem mit IBAN und BIC zu erle­ichtern.

BIC ist die Abkürzung für Busi­ness Iden­ti­fi­er Code, manch­mal auch SWIFT-Code genan­nt. Bis 2010 war die Beze­ich­nung Bank Iden­ti­fi­er Code gebräuch­lich. Bei SEPA-Zahlun­gen dient der BIC als Bankkennze­ichen (ähn­lich der früher üblichen Ban­kleitzahl), um Zahlungsempfänger ein­wand­frei zu iden­ti­fizieren.

Wo finde ich IBAN und BIC?

Bei Eröff­nung Ihres Bankkon­tos teilt Ihnen Ihr Finanzin­sti­tut Ihre per­sön­liche IBAN sowie die BIC der Bank mit. Sie find­en die Angaben in der Regel auch auf Ihrer giro­card (Deb­itkarte), Ihrem Kon­toauszug oder beim Online-Bank­ing unter Ihren per­sön­lichen Dat­en. Wenn Sie ein SEPA-Lastschrift­man­dat erstellen oder eine Über­weisung aus­führen wollen, müssen Sie die IBAN beim Empfänger erfra­gen. Beim Online-Shop­ping sowie auf Rech­nun­gen wer­den in der Regel IBAN und manch­mal auch noch BIC als Bankverbindung aufge­führt.

Wie ist der Aufbau der IBAN?

Die IBAN kom­biniert eine Län­derken­nung und Prüfz­if­fer mit ein­er Banki­den­ti­fika­tion­snum­mer und ein­er indi­vidu­ellen Kon­ton­um­mer.

Die Zusammensetzung der IBAN

Die IBAN hat immer fol­gen­den Auf­bau:

  • 2-stel­lige Län­derken­nung (in Deutsch­land DE)
  • 2-stel­lige Prüfz­if­fer
  • Ban­kleitzahl und Kon­ton­num­mer (bis zu max. 30 Stellen)

Die IBAN beste­ht in Deutsch­land aus ins­ge­samt 22 Stellen. Sie kann in anderen Län­dern aber bis zu max­i­mal 34 Stellen enthal­ten. Die Länge der IBAN kann sich also von Land zu Land unter­schei­den.

Wie lässt sich die IBAN ermitteln und überprüfen?

Um den gren­züber­schre­i­t­en­den Zahlungsverkehr schneller und sicher­er zu machen, wird jede IBAN nach einem inter­na­tion­al ein­heitlichen Ver­fahren gener­iert. Dieses Ver­fahren fol­gt den Regeln des ECBS (Euro­pean Commit­tee for Bank­ing Stan­dards) und ist in der ISO 7064 per Mod­u­lo 97–10 geregelt. Entschei­dend ist die IBAN-Prüf­summe, durch die sich jede IBAN über­prüfen lässt.

Wie wird eine IBAN erstellt?

Bei der IBAN-Erstel­lung berech­nen Banken die 2-stel­lige Prüfz­if­fer elek­tro­n­isch. In Deutsch­land wer­den hier­für die jew­eilige Kon­ton­um­mer, die 8-stel­lige Ban­kleitzahl sowie der 2-stel­lige Län­der­code benötigt. Beste­ht eine Kon­ton­um­mer aus weniger als 10 Stellen, wird sie von vorne mit Nullen ergänzt. Mit Hil­fe dieser Angaben kann die IBAN-Prüfz­if­fer berech­net und über­prüft wer­den. Im Inter­net bieten IBAN-Rech­n­er die Möglichkeit, eine bekan­nte IBAN zu über­prüfen oder eine IBAN oder BIC zu ermit­teln.

Welche Angaben werden benötigt, um mit einem IBAN-Rechner eine unbekannte IBAN zu ermitteln?

IBAN-Rech­n­er benöti­gen in der Regel die Kon­ton­um­mer, Ban­kleitzahl sowie das Land, um eine IBAN berech­nen oder über­prüfen zu kön­nen. Um einen BIC-Code zu suchen wird eine kor­rek­te IBAN benötigt.

Was ist bei der Nutzung von einem IBAN-Rechner zu beachten?

IBAN-Rech­n­er über­prüfen nicht, ob beispiel­sweise die Kon­ton­um­mer kor­rekt eingegeben oder ob die Ban­kleitzahl richtig ist. Fehleingaben bei Kon­ton­um­mer und Ban­kleitzahl passieren schnell und kön­nen zur Errech­nung ein­er fehler­haften IBAN oder BIC führen. IBAN-Rech­n­er garantieren daher nicht die Kor­rek­theit und Gültigkeit der ermit­tel­ten Angaben.

globus ICON

Hin­weis: Bei Nicht-Euro-Über­weisun­gen und bei Aus­land­süber­weisun­gen kön­nen evtl. Kosten oder Ent­gelte anfall­en. Set­zen Sie sich vor ein­er Aus­land­süber­weisung am besten zunächst mit dem Empfänger bzw. mit dem emp­fan­gen­den Kred­itin­sti­tut in Verbindung, um mögliche Kosten vor­ab zu klären.

Welche Länder nehmen am SEPA-Verfahren mit IBAN und BIC teil?

Alle EU-Staat­en im Euro­raum nutzen das SEPA-Zahlungssys­tem. Hinzu kom­men diese europäis­chen Län­der mit eigen­er Währung: Schweiz, San Mari­no, Mona­co, Liecht­en­stein, Nor­we­gen und Island. Selb­stver­ständlich sind aber auch Aus­land­süber­weisun­gen in Län­der, die nicht am SEPA-Ver­fahren teil­nehmen, möglich.

Weltkarte mit farbigen Markierungen zur Verbreitung der IBAN

Ein­satzraum IBAN (Stand 27.12.2016)

IBAN-Länderliste mit Ländercode

Land Län­der­code
Alban­ien AL
Andor­ra AD
Aser­baid­schan AZ
Bahrain BH
Bel­gien BE
Bosnien und Herze­gow­ina BA
Brasilien BR
Britis­che Jungfer­nin­seln VG
Bul­gar­ien BG
Cota Rica CR
Däne­mark DK
Deutsch­land DE
Dominikanis­che Repub­lik DO
El Sal­vador SV
Est­land EE
Färöer-Inseln FO
Finn­land FI
Frankre­ich FR
Geor­gia GE
Gibral­tar GI
Griechen­land GR
Grön­land GL
Großbri­tan­nien GB
Guatemala GT
Irak IQ
Irland IE
Island IS
Israel IL
Ital­ien IT
Jor­danien JO
Kasach­stan KZ
Katar QA
Koso­vo XK
Kroa­t­ien HR
Kuwait KW
Let­t­land LV
Libanon LB
Liecht­en­stein LI
Litauen LT
Lux­em­burg LU
Mal­ta MT
Mau­re­tanien MR
Mau­ri­tius MU
Maze­donien MK
Moldaw­ien MD
Mona­co MC
Mon­etene­gro ME
Nieder­lande NL
Nor­we­gen NO
Öster­re­ich AT
Pak­istan PK
Palästi­na PS
Polen PL
Por­tu­gal PT
Rumänien RO
Saint Lucia LC
San Mari­no SM
São Tomé und Príncipe ST
Sau­­di-Ara­bi­en SA
Schwe­den SE
Schweiz CH
Ser­bi­en RS
Sey­chellen SC
Slowakische Repub­lik SK
Slowe­nien SI
Spanien ES
Tim­or-Leste TL
Türkei TR
Tschechien CZ
Tune­sien TN
Ukraine UA
Ungarn HU
Vere­inigte Ara­bis­che Emi­rate AE
Weißrus­s­land BY
Zypern CY

Service Icon

Soll­ten Sie weit­ere Fra­gen zum The­ma IBAN oder Kon­tosicher­heit haben, find­en Sie hier weit­ere Sicher­heit­stipps. Selb­stver­ständlich kön­nen Sie sich auch jed­erzeit an unsere Kun­den­be­treuer wen­den.

Sicherheit von Bankdaten: Können IBAN und BIC von Dritten missbraucht werden?

IBAN und BIC sind die wichtig­sten Kon­to­dat­en, die Sie gemein­sam mit Ihrem Namen für Bankgeschäfte und Zahlun­gen per Über­weisung, Lastschrift oder Rech­nung benöti­gen. Ihre Bankverbindung ist aber nicht geheim: Bei Rech­nun­gen oder auch bei Käufen und Verkäufen im Inter­net wird die IBAN als Zahlungsverbindung angegeben. Nur mit diesen Angaben haben Dritte jedoch keinen direk­ten Zugriff auf Ihr Kon­to oder die Möglichkeit, Bankgeschäfte zu täti­gen. Wer über Ihren Namen, IBAN und BIC ver­fügt, kön­nte lediglich per Lastschriftver­fahren Geld von Ihrem Kon­to abbuchen oder Ihre Angaben bei Online-Bestel­lun­gen nutzen. Haben Sie deshalb immer ein Auge auf Ihre Kon­to­be­we­gun­gen.

Sollte Ihnen ein Miss­brauch auf­fall­en, ist das kein Grund zur Sorge: Bei Betrug von drit­ter Seite – außer bei grober Fahrläs­sigkeit und Vor­satz – haftet die Bank. Denn als Bankkunde sind Sie geset­zlich geschützt. Geschädigte kön­nen laut § 676b Abs. 2 BGB inner­halb von 13 Monat­en einen nicht autorisierten abge­bucht­en Betrag wider­rufen. Hier müssen Sie Ihre Bank darüber unter­richt­en, dass eine Zahlung nicht autorisiert oder fehler­haft erfol­gt ist. Ihre Bank ist zur Erstat­tung verpflichtet und über­weist Ihnen den Fehlbe­trag zurück.

Tipps zum sicheren Umgang mit IBAN und BIC – Checkliste

  • Behan­deln Sie Ihre IBAN wie Ihre Adresse oder Tele­fon­num­mer. Bedenken Sie immer: Je weniger Ihre per­sön­lichen Dat­en bekan­nt sind, desto geringer ist die Gefahr von Miss­brauch.
  • Kon­trol­lieren Sie regelmäßig Ihre Kon­toauszüge bzw. Ihre Umsätze beim Online-Bank­ing
  • Melden Sie auf­fäl­lige Kon­to­be­we­gun­gen und Abbuchun­gen umge­hend Ihrer Bank