High-Yield-Bonds

Ohne Risiko keine Ren­dite. Mit klas­sis­chen Renten­pa­pieren erster Bonität, zum Beispiel deutschen Staat­san­lei­hen, kön­nen Anleger in Niedrigzin­szeit­en kaum die Infla­tion kom­pen­sieren. Wer mehr will, muss größere Risiken einge­hen. Die Alter­na­tive für solch risikobere­ite Anleger sind soge­nan­nte High-Yield-Bonds. Diese hochverzinslichen Anlei­hen wer­den im Börsen­jar­gon oft auch Junk-Bonds genan­nt.

High-Yield-Anlei­hen stam­men von Emit­ten­ten (Staat­en oder Unternehmen), deren Bonität von den Rat­ing-Agen­turen wie Stan­dard & Poor’s, Moody’s oder Fitch als mit­telmäßig oder schlecht beurteilt wird. Das bedeutet: Die Bew­er­tung liegt mit BB+ (S & P) oder schlechter unter­halb des soge­nan­nten Invest­ment Grade. Die gerin­gere Bonität führt zu höheren Zin­sen. Inner­halb des hochverzinslichen Bere­ich­es gibt es erhe­bliche Abstu­fun­gen. Bei BB+-Anleihen liegen die Verzin­sun­gen nur wenig über denen erstk­las­siger Schuld­ner. Anlei­hen mit C-Rat­ing brin­gen dage­gen oft zweis­tel­lige Jahres­ren­diten.

Solch hohe Verzin­sun­gen gibt es natür­lich nicht umson­st, denn im Gegen­zug ist das Aus­fall­risiko erhe­blich. Anleger müssen bei High-Yield-Bonds von Unternehmen immer mit ein­er möglichen Insol­venz rech­nen. Aber auch bei Staat­en sind Schulden­schnitte nicht auszuschließen. Das hat jüngst das Beispiel Griechen­land gezeigt. Wegen des hohen Aus­fall­risikos bei Einzelin­vesti­tio­nen ist die Anlage in High-Yield-Fonds eine sin­nvolle Alter­na­tive. Zulet­zt wur­den zahlre­iche Fonds mit diesem Schw­er­punkt aufgelegt.