Fed

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Paul Volcker, Alan Greenspan, Ben Bernanke, Janet Yellen oder Jerome Powell: Die Namen der Vorsitzenden der amerikanischen Zentralbank Fed haben seit den 1980er‐Jahren Wirtschaftsgeschichte geschrieben. Ihre geldpolitischen Entscheidungen prägten in den vergangenen Jahrzehnten die amerikanische Konjunktur und die weltweiten Finanzmärkte. Denn die Fed ist die wichtigste Notenbank der Welt.

Eigentlich müsste es nicht die Fed, sondern das Fed heißen. Denn das Federal Reserve System besteht aus dem siebenköpfigen, vom US‐Präsident ernannten Board of Governors (Fed‐Vorstand) und aus zwölf regionalen Einzelbanken in zwölf US‐Großstädten. Diese regionalen Fed‐Banken wiederum gehören rund 3.000 Mitgliedsbanken. Eigentümer der Fed sind damit – anders als in Europa bei der EZB – nicht die Staaten, sondern private Banken.

Geldwertstabilität ist nicht das einzige Ziel

Trotz ihrer privaten Eigentümer ähneln die Aufgaben der Fed denen der EZB. Sie soll ein funktionierendes Zahlungssystem garantieren und die Bargeldversorgung kontrollieren. Sie ist für die Überwachung und Regulierung des Bankwesens verantwortlich und veröffentlicht regelmäßig den Konjunkturbericht „Beige Book“. Anders als bei der EZB ist das vorrangige Ziel der Fed nicht allein die Eindämmung der Inflation. Neben der Garantie der Geldwertstabilität und der Regulierung der Geldmenge soll sie mit ihrer Leitzinspolitik auch die Wirtschaft in Gang halten und damit für einen hohen Beschäftigungsgrad sorgen. Der Wunsch von Wirtschaft und Finanzwelt nach niedrigen Zinsen kollidierte dabei in der Vergangenheit einige Male mit den Stabilitätszielen.

Fed Funds Rate ist der weltweit wichtigste Zinssatz

Die geldpolitischen Entscheidungen werden vom „Federal Open Market Committee“ (FOMC) getroffen. Das FOMC hat zwölf Mitglieder. Die sieben ständigen Mitglieder entstammen dem Board, die anderen Plätze wechseln jährlich unter den Mitgliedern der regionalen Zentralbanken. Der wichtigste Zinssatz (Leitzins) ist die Federal Funds Rate. Das ist der Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen, um ihre Mindestreserveverpflichtungen zu erfüllen. Änderungen bei der Fed Funds Rate werden in der gesamten Finanzwelt beachtet und sorgen oft für große Bewegungen an den Börsen.