EBIT

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Umsatz und Gewinn – das waren vor der Jahrtausendwende in Deutschland die gebräuchlichsten Bilanzkennziffern. Mit der zunehmenden Quartalsberichterstattung der Unternehmen und der Übernahme internationaler Bilanzierungsrichtlinien hat sich das geändert. Inzwischen schauen Analysten neben dem Überschuss (dem Gewinn nach Steuern) vor allem auf die beiden Kennzahlen EBIT und EBITDA.

Die Kernkennzahl EBIT

Das EBIT (Earnings before interests and taxes) wird auch operatives Ergebnis oder operativer Gewinn genannt. Das EBIT ist systematisch größer als der Jahres‐ bzw. Quartalsüberschuss, weil es gezahlte Steuern und Zinsen hinzuaddiert. Durch das EBIT soll die operative Ertragskraft von Unternehmen unabhängig von der Kapitalstruktur vergleichbar gemacht werden. Denn im Gegensatz zum Jahresüberschuss oder der Netto‐Umsatzrendite ist es unerheblich, wie sich das Unternehmen finanziert. Das EBIT ist daher die am häufigsten genutzte Vergleichskennzahl bei der Unternehmensanalyse.

EBITDA nutzen abschreibungsstarke Unternehmen

Die Gewinngröße EBITDA (Earnings before interests, taxes, depreciation and amortization) enthält wie das EBIT Zinsen und Steuern. Außerdem werden noch Abschreibungen auf greifbare Wirtschaftsgüter (depreciation) und auf Firmenwerte (amortization) addiert. Das EBITDA ermöglicht den Vergleich von Unternehmen mit unterschiedlich hohen Investitions‐/Abschreibungsquoten und Übernahmeaktivitäten. Manche Unternehmen weisen anstelle des EBITDA ein „adjusted EBITDA“ bzw. „bereinigtes EBITDA“ ohne sogenannte Sondereinflüsse (wie Restrukturierungen oder Strafzahlungen) aus. Es ist damit schwieriger, die EBITDA‐Ergebnisse miteinander zu vergleichen.

Berechnung der operativen Margen

Die Ertragsstärke eines Unternehmens wird mit der prozentualen EBIT‐Marge oder der EBITDA‐Marge am Umsatz gemessen. Ein Beispiel: Bei 100 Millionen Euro Umsatz, einem EBIT von 10 Millionen Euro und einem EBITDA von 20 Millionen Euro ergeben sich folgende Margen:

EBIT‐Marge:
EBIT/Umsatz = 10 Millionen Euro/100 Millionen Euro = 10 %

EBITDA‐Marge:
EBITDA/Umsatz = 20 Millionen Euro/100 Millionen Euro = 20 %

Die Berechnung der Margen ermöglicht einen historischen Vergleich im eigenen Unternehmen. Sie bietet aber auch die Gelegenheit, innerhalb einer Branche Unternehmen auszufiltern, die besonders profitabel sind. Für einen branchenübergreifenden Vergleich eignen sich die Margen weniger. Denn im Hightech‐Sektor werden traditionell deutlich höhere Margen erzielt als etwa im Einzelhandel.