Dividendenrendite

Div­i­den­den sind die neuen Zin­sen“ – diese Aus­sage gehörte zulet­zt fast schon zu den Börsen­weisheit­en. Denn während die Zin­sen für Anla­gen bei ver­schiede­nen Laufzeit­en zunehmend Rich­tung null streben, stiegen die Auss­chüt­tun­gen der Unternehmen im Durch­schnitt der ver­gan­genen Jahre an. Allein die 30 DAX-Unternehmen zahlten zulet­zt die Reko­rd­summe von fast 30 Mil­liar­den Euro an ihre Aktionäre aus.

Dividendenrendite hängt von zwei Faktoren ab

Die Div­i­dende ist der Teil des Unternehmensgewinns, der jährlich an die Aktionäre aus­geschüt­tet wird. Über die Höhe der Div­i­dende wird auf Vorschlag der Unternehmensleitung auf der Hauptver­samm­lung entsch­ieden. Trotz steigen­der Auss­chüt­tun­gen ist die soge­nan­nte Div­i­den­den­ren­dite zulet­zt bei den meis­ten DAX-Aktien gesunken. Das hat jedoch einen erfreulichen Hin­ter­grund. Denn die Div­i­den­den­ren­dite ist ein Quo­tient. Er berech­net das Ver­hält­nis von gezahlter Div­i­dende zum aktuellen Kurs. Die Formel lautet

Div­i­den­den­ren­dite = Div­i­dende x 100 %/Aktienkurs

Die Div­i­den­den­ren­dite ist also bei vie­len DAX-Aktien gesunken, weil der Kur­sanstieg noch stärk­er aus­fiel als der Div­i­den­de­nanstieg. Experten acht­en daher bei der Div­i­den­den­ren­dite nicht allein auf die absolute Höhe. Denn allzu oft beruht eine Ren­dite weit ober­halb des Durch­schnitts auf ein­er ent­täuschen­den Kursen­twick­lung. Und eine Div­i­den­den­ren­dite von 5 oder 6 % nützt wenig, wenn gle­ichzeit­ig der Kurs im Jahresver­lauf sinkt.

Wichtige Dividendenkonstanz

Wichtige Nebenbe­din­gung bei der Auswahl von Div­i­den­den­pa­pieren ist deshalb die Kon­stanz der Auss­chüt­tun­gen. Im Ide­al­fall steigen die Auss­chüt­tun­gen Jahr für Jahr par­al­lel zu den Unternehmensgewin­nen an. Pos­i­tiv bew­ertet wird auch, wenn für eine gute Div­i­den­den­ren­dite nur ein rel­a­tiv klein­er Teil des Gewinns aus­geschüt­tet wer­den muss. Denn dann hat das betr­e­f­fende Unternehmen Reser­ven für schwächere Jahre.