Dividende

Geschätzte Lesedauer: 1 Minute

Glossar

a
b
c
d
e
f
g
h
i
j
k
l
m
n
o
p
q
r
s
t
u
v
w
x
y
z

Divi­den­den sind die neu­en Zin­sen“ – die­se Aus­sa­ge gehör­te zuletzt fast schon zu den Bör­sen­weis­hei­ten. Denn wäh­rend die Zin­sen für Anla­gen bei ver­schie­de­nen Lauf­zei­ten zuneh­mend Rich­tung null stre­ben, stie­gen die Aus­schüt­tun­gen der Unter­neh­men im Durch­schnitt der ver­gan­ge­nen Jah­re an. Allein die 30 DAX-Unter­neh­men zahl­ten zuletzt die Rekord­sum­me von fast 30 Mil­li­ar­den Euro an ihre Aktio­nä­re aus.

Dividendenrendite hängt von zwei Faktoren ab

Die Divi­den­de ist der Teil des Unter­neh­mens­ge­winns, der jähr­lich an die Aktio­nä­re aus­ge­schüt­tet wird. Über die Höhe der Divi­den­de wird auf Vor­schlag der Unter­neh­mens­lei­tung auf der Haupt­ver­samm­lung ent­schie­den. Trotz stei­gen­der Aus­schüt­tun­gen ist die soge­nann­te Divi­den­den­ren­di­te zuletzt bei den meis­ten DAX-Akti­en gesun­ken. Das hat jedoch einen erfreu­li­chen Hin­ter­grund. Denn die Divi­den­den­ren­di­te ist ein Quo­ti­ent. Er berech­net das Ver­hält­nis von gezahl­ter Divi­den­de zum aktu­el­len Kurs. Die For­mel lau­tet

Divi­den­den­ren­di­te = Divi­den­de x 100 %/Aktienkurs

Die Divi­den­den­ren­di­te ist also bei vie­len DAX-Akti­en gesun­ken, weil der Kurs­an­stieg noch stär­ker aus­fiel als der Divi­den­den­an­stieg. Exper­ten ach­ten daher bei der Divi­den­den­ren­di­te nicht allein auf die abso­lu­te Höhe. Denn all­zu oft beruht eine Ren­di­te weit ober­halb des Durch­schnitts auf einer ent­täu­schen­den Kurs­ent­wick­lung. Und eine Divi­den­den­ren­di­te von 5 oder 6 % nützt wenig, wenn gleich­zei­tig der Kurs im Jah­res­ver­lauf sinkt.

Wichtige Dividendenkonstanz

Wich­ti­ge Neben­be­din­gung bei der Aus­wahl von Divi­den­den­pa­pie­ren ist des­halb die Kon­stanz der Aus­schüt­tun­gen. Im Ide­al­fall stei­gen die Aus­schüt­tun­gen Jahr für Jahr par­al­lel zu den Unter­neh­mens­ge­win­nen an. Posi­tiv bewer­tet wird auch, wenn für eine gute Divi­den­den­ren­di­te nur ein rela­tiv klei­ner Teil des Gewinns aus­ge­schüt­tet wer­den muss. Denn dann hat das betref­fen­de Unter­neh­men Reser­ven für schwä­che­re Jah­re.