Deep-Discount-Zertifikat

Geschätzte Lesedauer: 1 Minute

Glossar

a
b
c
d
e
f
g
h
i
j
k
l
m
n
o
p
q
r
s
t
u
v
w
x
y
z

Die Zin­sen für Bun­des­an­lei­hen und Fest­geld sind aktu­ell extrem nied­rig. Anle­ger suchen nach Alter­na­ti­ven. Eine Mög­lich­keit ist der Kauf von soge­nann­ten „Deep-Dis­count-Zer­ti­fi­ka­ten“. Dis­coun­ter bie­ten die Mög­lich­keit, mit Preis­ab­schlag (Dis­count) in eine Aktie oder einen Index zu inves­tie­ren. Der Preis­ab­schlag dient als Ver­lust­puf­fer, das heißt, selbst im Seit­wärts­markt oder bei leich­ten Kor­rek­tu­ren sind noch attrak­ti­ve Ren­di­ten mög­lich. Im Gegen­zug sind die Ren­di­te­chan­cen nach oben durch einen Cap begrenzt.

Bei Deep-Dis­coun­tern ist der Abschlag auf den Kurs des Basis­wer­tes beson­ders hoch. Das heißt, dass der Kurs des Basis­wer­tes – in der Regel eine Aktie oder ein Index – deut­lich ein­bre­chen kann und der Inves­tor noch immer Ren­di­te erzielt. Die maxi­mal zu erzie­len­de Ren­di­te fällt dann frei­lich gerin­ger aus. Denn der Cap, der die Ren­di­te nach oben begrenzt, liegt bei die­sen Papie­ren unter dem aktu­el­len Kurs des Basis­wer­tes („im Geld“). Steigt der Kurs des Basis­wer­tes an, erhöht sich die Ren­di­te der Anle­ger also nicht. Unter dem Strich ist die Ren­di­te der Deep-Dis­coun­ter damit fast unab­hän­gig von der Ent­wick­lung des Basis­wer­tes, liegt aber über der soge­nann­ten „risi­ko­lo­sen Ren­di­te“ einer Bun­des­an­lei­he oder eines Fest­gel­des.

Ein Bei­spiel: Bei einem DAX-Stand von 10.000 Punk­ten könn­te z. B. ein Dis­coun­ter mit einem Cap bei 6.500 Punk­ten infra­ge kom­men. Dass der DAX unter die­se Mar­ke fällt, erwar­ten selbst die meis­ten Pes­si­mis­ten nicht. Wegen des brei­ten Sicher­heits­puf­fers (im Bei­spiel 35 %) ist die Ren­di­te zwar nicht hoch; sie liegt mit­un­ter noch bei knapp 2 % p. a. Die­se Ren­di­te bleibt aber auch bei mit­tel­schwe­ren DAX-Ver­lus­ten erhal­ten und liegt höher als bei einer Fest­geld­an­la­ge. Nur wenn der DAX am Lauf­zeit­ende unter der Mar­ke von 6.500 Punk­ten notier­te, käme der Anle­ger in die Ver­lust­zo­ne. Denn dann wird aus dem Zer­ti­fi­kat ein Index­pa­pier – Ver­lus­te sind wie bei einem Direkt­in­vest­ment mög­lich.