Corporate Bonds

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Kei­ne Ren­di­te ohne Risi­ko. Mit deut­schen oder ame­ri­ka­ni­schen Staats­an­lei­hen kön­nen Anle­ger in den aktu­el­len Nied­rig­zins­zei­ten kaum noch Ren­di­ten erzie­len. Wer im Ren­ten­sek­tor etwas ver­die­nen will, inves­tiert tra­di­tio­nell in Unter­neh­mens­an­lei­hen – inter­na­tio­nal bekannt unter dem Namen Cor­po­ra­te Bonds. Cor­po­ra­te Bonds sind eine der größ­ten Anla­ge­klas­sen der Welt. Das Grund­prin­zip ist ein­fach: Inves­to­ren stel­len durch den Kauf einer Anlei­he dem jewei­li­gen Unter­neh­men Kapi­tal zur Ver­fü­gung. Im Gegen­zug kas­sie­ren sie dafür in regel­mä­ßi­gem Abstand (meist ein Jahr) Zin­sen, den soge­nann­ten Kupon. Am Ende der Lauf­zeit erhält der Anle­ger sein gesam­tes Kapi­tal zurück.

Zentraler Faktor Bonität

Die Höhe des Kupons und damit auch die erziel­ba­re Ren­di­te ori­en­tie­ren sich im Wesent­li­chen an drei Fak­to­ren. Zum einen gilt die Regel: Je län­ger das Geld ver­lie­hen wird, des­to höher ist der Zins. Zum Zwei­ten gibt es die Abhän­gig­keit vom all­ge­mei­nen Zins­ni­veau. Wenn Infla­ti­on und Markt­zin­sen gene­rell hoch sind, müs­sen Kre­dit­neh­mer höhe­re Zin­sen zah­len. Das gilt für Unter­neh­men wie für Staa­ten. Aktu­ell ist das all­ge­mei­ne Zins­ni­veau bekann­ter­ma­ßen aber extrem nied­rig. Der zen­tra­le Ren­di­te­fak­tor ist bei Cor­po­ra­te Bonds des­halb momen­tan die Kre­dit­wür­dig­keit, im Fach­jar­gon „Boni­tät“.

Investieren per ETF und Fonds

Wenn die Zah­lungs­fä­hig­keit der Unter­neh­men von den Rating-Agen­tu­ren sehr posi­tiv bewer­tet wird, müs­sen sie wenig Zin­sen bezah­len. Inter­na­tio­na­le Blue­chips wie Sie­mens oder Nest­lé etwa bie­ten kaum höhe­re Kupons als Indus­trie­staa­ten. Deut­lich mehr kön­nen Anle­ger bei den soge­nann­ten High-Yield-Unter­neh­mens­an­lei­hen erwar­ten. Sie haben schlech­te Noten von den Rating-Agen­tu­ren erhal­ten und müs­sen ange­sichts des höhe­ren Risi­kos höhe­re Zin­sen bie­ten, um Inves­to­ren zu fin­den. Aller­dings ist bei die­sen Papie­ren auch das Aus­fall­ri­si­ko höher. Des­halb und auch weil zuwei­len hohe Min­dest­an­la­ge­sum­men bei Unter­neh­mens­an­lei­hen nötig sind, soll­ten Anle­ger Ein­zel­wert­ri­si­ken weit­ge­hend mei­den. Für die Inves­ti­ti­on in Cor­po­ra­te Bonds ste­hen eine Viel­zahl von spe­zia­li­sier­ten aktiv gema­nag­ten Fonds und auch ETF-Index­fonds zur Ver­fü­gung, mit denen Anle­ger das Risi­ko streu­en kön­nen.