CAC 40

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Der CAC 40 ist für fran­zö­si­sche Anle­ger das Pen­dant zum DAX 30: Der Leit­in­dex der Pari­ser Bör­se fasst die Kurs­ent­wick­lung der 40 wich­tigs­ten Akti­en­ge­sell­schaf­ten des Nach­bar­lan­des zusam­men. Das Kür­zel CAC steht für „Cota­ti­on Assis­tée en Con­ti­nu“. Das ent­spricht der deut­schen „fort­lau­fen­den Notie­rung“. Die Basis des CAC wur­de wie beim DAX mit 1.000 Punk­ten zum 31. Dezem­ber 1987 fest­ge­setzt. Die Gewich­tung der Unter­neh­men im Index erfolgt nach dem Bör­sen­wert der frei han­del­ba­ren Akti­en und wird vier­tel­jähr­lich über­prüft. Das maxi­ma­le Gewicht einer Aktie beträgt 15 %.

Der Zusam­men­set­zung des CAC 40 spie­gelt die Struk­tur der fran­zö­si­schen Wirt­schaft wie­der. Wäh­rend im DAX vor allem die Auto­in­dus­trie ein hohes Gewicht hat, sind im CAC 40 Ban­ken, Bau­wirt­schaft und Luxus­gü­ter stär­ker ver­tre­ten. Auch der deutsch-fran­zö­si­sche Flug­zeug­bau­er Air­bus ist im CAC 40 notiert, weil er in Tou­lou­se sei­nen Haupt­sitz hat. Das Schwer­ge­wicht im fran­zö­si­schen Aus­wahl­in­dex ist der Öl- und Gas­kon­zern Total.

CAC-Berechnung ohne Dividenden

Trotz vie­ler Par­al­le­len zwi­schen CAC 40 und DAX gibt es einen ent­schei­den­den Unter­schied: Beim CAC 40 han­delt es sich im Gegen­satz zum popu­lä­ren DAX nicht um einen Per­for­mance­in­dex, son­dern um einen Kurs­in­dex. Das bedeu­tet: Die Divi­den­den, die einen gro­ßen Teil der Gesamt­per­for­mance der Akti­en­an­la­ge aus­ma­chen, flie­ßen nicht in den Index ein. Die­ser Unter­schied erklärt, war­um der CAC 40 im Jahr 2018 unter der 6.000-Punkte-Marke und damit immer noch deut­lich unter sei­nem All­zeit­hoch aus dem Jahr 2000 ver­harrt.

Die Kurs­ent­wick­lung des CAC 40 liegt damit trotz glei­chen Auf­la­ge­da­tums sehr deut­lich hin­ter der des DAX-Per­for­mance­in­dex. Dar­aus kann aber nicht geschlos­sen wer­den, dass sich die fran­zö­si­schen Stan­dard­wer­te in den ver­gan­ge­nen drei Jahr­zehn­ten weit schlech­ter ent­wi­ckelt haben als die deut­schen. Denn Frank­reichs Top-Akti­en sind ähn­lich divi­den­den­stark wie die deut­schen. Für einen gerech­ten Ver­gleich zum CAC-40-Kurs­in­dex muss des­halb der in Deutsch­land weni­ger beach­te­te DAX-30-Kurs­in­dex ange­legt wer­den. Der Unter­schied zwi­schen den bei­den Län­der­in­di­zes schrumpft dann von vie­len Tau­send auf nur noch weni­ge Hun­dert Punk­te zusam­men.