Bundeswertpapiere

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Das bekan­nteste und bei Pri­vatan­legern beliebteste Bun­deswert­pa­pi­er gibt es gar nicht mehr: Über viele Jahre warb die Kröte „Gün­ther Schild“ als Maskottchen der Bun­des­fi­nan­za­gen­tur für Bun­dess­chatzbriefe. Seit 1969 kon­nten Anleger die liebevoll „Bun­dess­chätzchen“ genan­nten Papiere in kleinen Stück­elun­gen kaufen und kassierten zeitweise bis zu 10 % Zin­sen p. a. Aber in den jüng­sten Niedrigzin­szeit­en lohnte sich der Aufwand für den Bund nicht mehr, mit dem Jahreswech­sel 2012/2013 wurde die Emis­sion eingestellt.

Große Auswahl bei Bundeswertpapieren

Genü­gend Auswahl haben Anleger immer noch, wenn sie Bun­deswert­pa­piere kaufen wollen. Schatzan­weisun­gen, Oblig­a­tio­nen und Anlei­hen mit Laufzeit­en von einem Jahr bis 30 Jahren sind im Ange­bot. Für alle Bun­deswert­pa­piere bürgt die Bun­desre­pub­lik Deutsch­land. Anleger prof­i­tieren von der Top-Bonität des deutschen Staates. Bun­deswert­pa­piere gel­ten als so sich­er, dass sie auch für Mün­del gekauft wer­den kön­nen und als Ver­gle­ichs­maßstab für Anlei­hen ander­er europäis­ch­er Emit­ten­ten genutzt wer­den.

Fast alle Bun­deswert­pa­piere kön­nen täglich über die Börse gehan­delt wer­den. Die kürzeste Laufzeit unter den börsen­ge­han­del­ten Papieren haben die Bun­dess­chatzan­weisun­gen mit zwei Jahren. Daneben gibt es Bun­des­oblig­a­tio­nen mit fünf und Bun­de­san­lei­hen mit zehn oder 30 Jahren Laufzeit. Alle bieten regelmäßige Zin­szahlun­gen und die Rück­zahlung des vollen Nen­nwerts am Laufzei­t­ende. Je länger die Laufzeit, umso höher ist tra­di­tionell die Verzin­sung. Allerd­ings bewegt sie sich beim aktuellen Niedrigzins über alle Laufzeit­en nahe null.

Abgezinste und inflationsindexierte Sonderformen

Infla­tion­sin­dex­ierte Oblig­a­tio­nen und Anlei­hen des Bun­des schützen vor Kaufkraftver­lust. Hier liegen zwar die Zins-Kupons noch ein­mal unter denen der tra­di­tionellen Bun­de­san­lei­hen. Dafür erhöhen sich aber Zins- und Tilgungszahlun­gen um die offiziell gemessene Infla­tion­srate. Wer sein Geld nur kürz­er in Bun­deswert­pa­piere investieren möchte, kann über die Haus­bank unverzinsliche Schatzan­weisun­gen mit ein­jähriger Laufzeit ordern. Sie sind nicht börsen­notiert und wer­den „abgezinst“ ange­boten. Das heißt: Der Ertrag resul­tiert aus einem Kaufkurs unter 100 % und der Rück­zahlung zum vollen Nen­nwert.

Bun­deswert­pa­piere gel­ten als Richtschnur für Anlei­hein­vest­ments. Die soge­nan­nte Umlaufren­dite ist ein Maß für die durch­schnit­tliche Ren­dite aller börsen­notierten Bun­deswert­pa­piere. Sie wird täglich von der Deutschen Bun­des­bank ermit­telt. Die Bun­des­bank berück­sichtigt in Euro emit­tierte Anlei­hen, Oblig­a­tio­nen und Schatzan­weisun­gen des Bun­des mit Rest­laufzeit­en von drei bis 30 Jahren. In den ver­gan­genen Jahren lag die Umlaufren­dite meist nur knapp über 0 %.