Börse

Börsen gibt es seit annäh­ernd 500 Jahren. Die erste ent­stand 1531 in Antwer­pen, in Deutsch­land wurde die erste Börse in der Fug­ger­stadt Augs­burg gegrün­det. Bis heute spie­len Börsen eine wichtige Rolle bei der Kap­i­ta­lan­lage. Sie konzen­tri­eren den Han­del mit Gütern an einem Ort. Zudem find­et dieser Han­del zu vorgeschriebe­nen Zeit­en und in der Regel unter ein­er (staatlichen) Auf­sicht statt. Dadurch sollen ein liq­uider Han­del, eine erhöhte Trans­parenz, geringe Transak­tion­skosten und ein gewiss­er Schutz vor Manip­u­la­tio­nen gewährleis­tet wer­den. Eine Börse ist also ein Han­dels­mark­t­platz. In Deutsch­land ste­ht der börsliche Han­del unter staatlich­er Beobach­tung durch die Bun­de­sanstalt für Finanz­di­en­stleis­tungsauf­sicht (BaFin) sowie durch Überwachungsstellen der jew­eili­gen Börsen.

Es gibt vier Börse­narten: Die älteste ist die Waren­börse, wo land­wirtschaftliche Erzeug­nisse und Rohstoffe gehan­delt wer­den. An der Wert­pa­pier­börse tauschen Aktien und Anlei­hen ihren Besitzer. An der Devisen­börse wer­den Fremd­währun­gen gehan­delt. Ter­min­börsen schließlich sind für War­enter­mingeschäfte und Derivate zuständig.

Präsenz- und Computerbörse

In früheren Jahren wurde der Han­del auss­chließlich in einem Gebäude, der Börse, durchge­führt. Dort gab es in der Regel einen großen Han­delssaal, wo sich die Mark­t­teil­nehmer ver­sam­melten. Mak­ler führten dabei Ange­bot und Nach­frage zusam­men. Heutzu­tage hat aber längst der Com­put­er­han­del die Mark­t­führerschaft über­nom­men. So dient beispiel­sweise die Frank­furter Wert­pa­pier­börse in erster Lin­ie als Repräsen­ta­tion­sraum, der von den Medi­en gerne als Kulisse für die Berichter­stat­tung genutzt wird.

Die größten und bekan­ntesten Börsen­plätze der Welt befind­en sich in New York (New York Stock Exchange, NASDAQ), in Lon­don (Lon­don Stock Exchange, Lon­don Met­al Exchange), in Japan (Tokyo Stock Exchange) und in Chi­na mit den Börsen in Schang­hai und Shen­zhen. In den ver­gan­genen Jahren gab es unter den Börsen­be­treibern eine Rei­he von Fusio­nen. So ent­stand unter anderem die NYSE Euronext, die in Europa die Han­del­splätze aus Ams­ter­dam, Paris, Liss­abon und Brüs­sel vere­int. Die größte deutsche Börse ist die Frank­furter Wert­pa­pier­börse. Zudem ver­fügt Deutsch­land über Börsen in Stuttgart, München, Berlin, Düs­sel­dorf, die Gemein­schafts­börse Ham­burg-Han­nover und die Strom­börse EEX in Leipzig.