BIC – Informationen und Tipps zum internationalen Business Identifier Code

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Wer eine Überweisung innerhalb von Deutschland und Europa tätigt, benötigt lediglich die IBAN des Empfängers. Bei Auslandsüberweisungen ist zusätzlich zur IBAN der BIC erforderlich. Aber was genau ist der BIC? Erfahren Sie mehr zum BIC, seiner Verwendung und was es zu beachten gibt.

Was bedeutet BIC?

BIC ist die Abkürzung für Business Identifier Code und dient der Identifikation von Zahlungsdienstleistern im internationalen Zahlungsverkehr. Bis 2010 stand BIC für „Bank Identifier Code“. Umgangssprachlich wird er auch BIC‐Code genannt. Da der BIC weltweit von der SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) vergeben wird, sind auch die Bezeichnungen SWIFT‐Code oder SWIFT‐Adresse gebräuchlich.

Wofür wird der BIC verwendet?

Der BIC wird im internationalen Zahlungsverkehr verwendet. Bei SEPA‐Zahlungen ist die BIC‐Angabe nicht mehr erforderlich, da hier Zahlungsdienstleister durch die IBAN eindeutig identifiziert werden können. Bis Februar 2016 musste der BIC bei allen grenzüberschreitenden SEPA‐Überweisungen zusätzlich zur IBAN angegeben werden. Im inländischen SEPA‐Zahlungsverkehr wird der BIC bereits seit Februar 2014 nicht mehr benötigt. Für alle internationalen Zahlungen in Länder, die nicht am SEPA‐Verfahren teilnehmen, wird weiterhin der BIC verwendet.

IBAN ist die Abkürzung für International Bank Account Number und wird bei allen SEPA‐Überweisungen und -Lastschriften benötigt.

SEPA steht für Single Euro Payments Area und bezeichnet den einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraum. Das standardisierte SEPA‐Verfahren soll den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr schneller, sicherer und günstiger machen.

Hinweis: Bei Auslandsüberweisungen in Nicht‐Euro‐Länder können Kosten anfallen. Setzen Sie sich vor einer Auslandsüberweisung am besten zunächst mit dem Empfänger bzw. mit dem empfangenden Kreditinstitut in Verbindung, um mögliche Kosten vorab zu klären.

Wie setzt sich der BIC zusammen?

Der BIC ist ein international standardisierter Code zur Identifikation von Geschäftsstellen im Zahlungsverkehr und wird in der Norm ISO 9362 beschrieben. Demnach hat der 11‐stellige BIC‐Code folgendes Format:

  • 4‐stelliger Bankcode
  • 2‐stelliger Ländercode
  • 2‐stellige Orts‐ bzw. Regionsangabe
  • 3‐stelliges Filialkennzeichen (optional – kann durch XXX ersetzt werden)
Zusammensetzung BIC

comdirect besitzt 4 verschiedene BIC. Diese unterscheiden sich ausschließlich in der Filialkennzeichnung. Da die 3‐stellige Filialkennzeichnung optional ist, kann diese durch XXX ersetzt werden. Somit lautet die BIC von comdirect COBADEHDXXX. Der 4‐stellige Bankcode ist demnach COBA, gefolgt vom 2‐stelligen Länderkürzel DE und der 2‐stelligen Regionsangabe HD.

Wie wird der BIC erstellt?

Der BIC wird von der SWIFT nach einem standardisierten Verfahren erstellt, welches der ISO Norm 9362 folgt.

Häufige Fragen zur internationalen Bankerkennung BIC

Da der BIC bei SEPA‐Überweisungen innerhalb von Deutschland und Europa nicht mehr benötigt wird, wird dem Code aus Zahlen und Buchstaben im Alltag meist nicht viel Beachtung geschenkt. Bei Auslandsüberweisungen an Länder, die nicht am SEPA‐Verfahren teilnehmen, ist der BIC aber unentbehrlich. Im Folgenden finden Sie wichtige Informationen rund um Auslandsüberweisungen, die den BIC erfordern.

Wenn Sie eine SEPA‐Überweisung online erstellen, müssen Sie den BIC nicht eintragen. Hier genügt die IBAN des Zahlungsempfängers. Der BIC der zum Konto gehörenden Bank wird in der Regel automatisch ermittelt. In Deutschland wird hierfür die Bankleitzahlendatei der Deutschen Bundesbank genutzt. Lediglich bei Auslandsüberweisungen müssen Sie den BIC bzw. SWIFT‐Code für das Finanzinstitut des Zahlungsempfängers in das entsprechende Feld eintragen.

Der BIC einer Bank ist in der Regel auf der girocard (Debitkarte) sowie auf den Kontoauszügen zu finden. Beim Online‐Banking finden Sie IBAN und BIC in Ihrem Persönlichen Bereich. Wenn Sie eine Überweisung in ein Land außerhalb von Europa tätigen wollen, können Sie die notwendigen Bankverbindungsdaten beim jeweiligen Empfänger erfragen.

Für die BIC‐Suche von Banken und Finanzdienstleistern in Deutschland empfiehlt sich die Bankleitzahlen‐Suche im aktuell gültigen Bankleitzahlenverzeichnis der Deutschen Bundesbank. Hier finden Sie neben der Bankleitzahl auch den BIC des jeweiligen Finanzdienstleisters. Der BIC von Finanzinstituten im Ausland kann über BIC‐Rechner im Internet ermittelt werden. Für die BIC‐Suche benötigen BIC‐Rechner in der Regel die Angabe des jeweiligen Landes sowie entweder den Namen der Bank oder eine korrekte IBAN. Diese Angaben müssen Sie beim jeweiligen Zahlungsempfänger erfragen.

BIC‐Rechner überprüfen nicht, ob beispielsweise der zur Suche eingegebene Bankname oder die IBAN korrekt eingegeben werden. Hier können schnell Fehler passieren, beispielsweise kann die Ziffer 0 mit dem Buchstaben O wie Otto verwechselt werden. Zudem gibt es vereinzelte Fälle von zweideutigen Test‐BIC, die sich nur in der letzten Stelle der zweistelligen Ortskennzeichnung unterscheiden. BIC‐Rechner garantieren daher nicht die Korrektheit und Gültigkeit der ermittelten Angaben.

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Sollten Sie weitere Fragen zum Thema BIC oder zur Kontosicherheit haben, bieten wir Ihnen hier weitere Sicherheitstipps. Selbstverständlich können Sie auch jederzeit unsere Kundenberater kontaktieren. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Tipps zur Sicherheit: Worauf ist bei BIC, IBAN und anderen Bankdaten zu achten?

Beim BIC handelt es sich nicht um vertrauliche Informationen. Kreditinstitute geben ihren BIC öffentlich bekannt. Zudem gibt es im Internet öffentliche Listen mit Bankleitzahlen und SWIFT‐Codes von Finanzinstituten. Im Unterschied zum BIC ist die IBAN eine individuelle Nummer, die zur eindeutigen Identifizierung von einem Zahlungspartner dient. Aber auch die IBAN zählt nicht zu den strengvertraulichen Informationen. Denn eine IBAN reicht noch nicht aus, um sich Zugang zu einem Konto zu verschaffen.

Sehr viel vertraulicher sind die Zugangsdaten zum Online‐Banking. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme dienen daher neben der persönlichen PIN einmalige Transaktionsnummern (TAN), um Überweisungen tätigen zu können. PIN und TAN sind daher streng vertraulich zu behandeln. Zudem empfiehlt es sich, regelmäßig Ihre Kontoauszüge bzw. Ihre Umsätze beim Online‐Banking zu kontrollieren. Melden Sie auffällige Kontobewegungen und Abbuchungen umgehend Ihrer Bank.