Vorsorge fuer den Nachwuchs

Sparplan für Kinder Vorsorge für den Nachwuchs

Geschätzte Lesedauer: 4 Minuten

Das Sta­tis­tis­che Bun­de­samt sagt: Bis der Nach­wuchs seine Volljährigkeit erre­icht hat, investieren Eltern durch­schnit­tlich 130.000 Euro in ihre Kinder. Was bei Windeln und Brei begin­nt, set­zt sich unaufhalt­sam fort — Schul­büch­er, Führerschein, die erste eigene Woh­nung, das Wun­schstudi­um. Es ist also nicht von der Hand zu weisen, dass sich ein finanzielles Pol­ster anbi­etet, um seine Kinder auf ihrem Weg in das eigene Beruf­sleben zu begleit­en und zu unter­stützen. Eine Lösung dafür ist ein Spar­plan für Kinder, der meist sog­ar schon bei der Geburt des Nach­wuch­ses ein­gerichtet wird.

Das Ange­bot­suni­ver­sum der Banken deckt dabei die gesamte Band­bre­ite der Sparpro­duk­te ab. Der Wan­del der Zeit macht allerd­ings auch vor tra­di­tionellen Sparpläne nicht Halt – wenn früher Baus­parverträge und Spar­büch­er die Favoriten waren, sind es heute dur­chaus auch Wert­pa­piersparpläne.

Wie funktioniert ein Sparplan für Kinder?

Der 1. Schritt zu einem Spar­plan für Kinder ist die Eröff­nung eines Kon­tos oder Depots für das Kind. Hier gibt es 2 Möglichkeit­en:

  1. Der­jenige, der den Spar­plan ein­richtet – Eltern, Großel­tern oder Tante und Onkel – nimmt die Eröff­nung im eige­nen Namen vor. Sie kön­nen für das Kind als Begün­stigten ein Ver­fü­gungsrecht zu einem bes­timmten Stich­tag ein­tra­gen.
  2. Der Spar­plan für Kinder wird sofort auf den Namen des Kindes ein­gerichtet. Denn auch, wenn das Kind noch nicht geschäfts­fähig ist, ist es doch recht­mäßiger Eigen­tümer des Guthabens. Vertre­tungs­berechtigt sind hier natür­lich bis zur Volljährigkeit die Eltern.

Die Tren­nung vom Ver­mö­gen der Eltern bringt auch einen steuer­lichen Vorteil: Da jede Per­son in Deutsch­land von Geburt an steuerpflichtig ist, fall­en grund­sät­zlich auch Steuern auf die Erträge aus dem Spar­plan für Kinder an. Um die automa­tis­che Abführung der Abgel­tung­s­teuer durch die Bank zu ver­hin­dern, kann dafür auch ein Freis­tel­lungsauf­trag in Höhe des gesamten Spar­er-Pausch­be­trages von aktuell 801 Euro hin­ter­legt wer­den. Darüber hin­aus sind alle Einkün­fte bis zur Höhe des Grund­frei­be­trages (8.820 Euro für 2017 und 9.000 Euro für 2018) grund­sät­zlich steuer­frei. Zusam­men mit einem Son­der­aus­gaben-Pausch­be­trag (36 Euro) ergibt sich für jedes Kind ein Frei­be­trag von ins­ge­samt 9.657 Euro für 2017 bzw. 9.837 Euro für 2018. Beziehen die Kinder keine anderen steuerpflichti­gen Einkün­fte, sind so große Steuer­frei­be­träge für Kap­i­taleinkün­fte möglich. Demge­genüber wären die Frei­be­träge für Sparpläne für Kinder als Teil des Ver­mö­gens der Eltern in max­i­maler Höhe des Spar­er-Pausch­be­trages schnell aus­geschöpft und müssten ver­s­teuert wer­den.

Tipp: Fällt Ihre Entschei­dung zugun­sten eines Wert­pa­pierspar­planes aus, dann wählen Sie eine Bank, die eine kosten­lose Depot­führung anbi­etet und bei Invest­ment­fonds auf den Aus­gabeauf­schlag verzichtet. comdi­rect führt zum Beispiel ein soge­nan­ntes „JuniorDe­pot“, das ist ein Wert­pa­pierde­pot speziell für min­der­jährige Kinder. Es wird immer auf den Namen des Kindes eröffnet. Erziehungs­berechtigte und ggf. weit­ere Bevollmächtigte erhal­ten Zugriff. Mit dem Ein­tritt der Volljährigkeit bekommt Ihr Kind dann das Ver­fü­gungsrecht.

Ihre Vorteile mit dem JuniorDe­pot von comdi­rect

  • Kosten­lose Depot­führung bei Wert­pa­piersparplä­nen oder ab 2 Trades im Quar­tal
  • Spar­rate schon ab 25 Euro
  • Langfristige und flex­i­ble Spar­möglichkeit für Ihren Nach­wuchs
  • Steuer­frei­be­trag von bis zu 9.837 Euro pro Kind
  • Aktion­sweise Prämien bei Depoteröff­nung

Für wen ist ein Sparplan für Kinder geeignet?

Ganz ein­fach: für alle, die für den Nach­wuchs frühzeit­ig ein finanzielles Pol­ster auf­bauen möcht­en. Sicher­heit­sori­en­tierte Spar­er kön­nen auf klas­sis­che Sparpläne mit fes­ter Verzin­sung set­zen. Chan­cenori­en­tierte Anleger hinge­gen erzie­len mit Fondss­parplä­nen häu­fig mehr Ren­dite, allerd­ings ist auch das Ver­lus­trisiko durch Kurss­chwankun­gen höher. Eine langfristige Pla­nung erle­ichtert den Ver­mö­gen­sauf­bau und ermöglicht Ihrem Kind später, sich Wün­sche wie ein Auto oder eine eigene Woh­nung leichter zu erfüllen. Wer genau einen Spar­plan für Kinder anle­gen darf, ist nicht fest­gelegt. Natür­lich sind es tra­di­tionell die Eltern oder Großel­tern, die einen Spar­plan für ihre Kinder oder Enkel ein­richt­en. Eben­so gut kön­nen aber auch die Pat­en für ihre Patenkinder einen finanziellen Grund­stein leg­en.

Welche Vorteile bietet ein Sparplan für Kinder?

Generell bieten Ihnen Sparpläne die Chance, durch die langfristige, kon­tinuier­liche Besparung sukzes­sive ein kleines Ver­mö­gen aufzubauen. Jeden Monat 25 Euro zur Seite zu leg­en tut weniger weh, als nach 17 Jahren auf einen Schlag 2.000 Euro für den Führerschein zu bezahlen. Eltern, deren Kinder studieren, wis­sen: Ein Studi­um kann teuer wer­den. Vor allem, wenn das Studi­um mit einem Umzug ver­bun­den ist – denn ger­ade die Uni­ver­sitätsstädte weisen die höch­sten Miet­spiegel in Deutsch­land auf.

Ein weit­er­er Vorteil des Spar­planes für Kinder ist seine Flex­i­bil­ität, denn er ist nicht an einen einzel­nen Geldge­ber oder eine bes­timmte monatliche Ein­zahlung gebun­den. Wann immer Ihr Kind Geldgeschenke erhält – zum Geburt­stag, zu Wei­h­nacht­en, zur Kon­fir­ma­tion oder Jugendwei­he – kön­nen diese als Son­derzahlun­gen in den Spar­plan ein­fließen. Außer­dem kön­nen Sie die Spar­beiträge flex­i­bel erhöhen oder bei Bedarf auf die Min­dest­summe begren­zen. Ver­min­dert sich Ihre Liq­uid­ität, kön­nen Sie die Spar­be­träge auch aus­set­zen.

Natür­lich hat nicht jed­er Spar­er die gle­iche Anlegermen­tal­ität. Das gilt für die eige­nen Spar­vorhaben genau­so wie für einen Spar­plan zugun­sten Drit­ter. Großel­tern mögen bei einem Spar­plan für Kinder eher vor­sichtig agieren und das Geld beispiel­sweise lieber in einen Baus­parver­trag oder ein Tages­geld­kon­to investieren, wobei Tages­geld­kon­ten als Zielkon­to gegenüber dem Spar­buch einen klaren Vorteil haben: Wird das Geld gebraucht, kann der Begün­stigte über den gesamten Betrag in ein­er Summe ver­fü­gen. Bei einem Spar­buch sind in der Regel lediglich 2.000 Euro inner­halb von 30 Zin­sta­gen ver­füg­bar. Über den darüber hin­aus­ge­hen­den Betrag fall­en Vorschusszin­sen an. Eltern, die mit Aktien han­deln und in die Finanzmärk­te ver­trauen, set­zen auf­grund der lan­gen Laufzeit eher auf Invest­ment­fonds mit bre­it gestreutem Risiko.

Wie auch immer Ihre Anlegermen­tal­ität sein mag – Sparpläne für Kinder bieten Lösun­gen für jede Anlage­form und jeden Zei­tho­r­i­zont.

Worauf Sie bei einem Sparplan für Kinder achten sollten

Eines soll­ten Sie bei der Anlage auf ein Tages­geld­kon­to allerd­ings im Hin­terkopf haben: Auf­grund der lan­gen Laufzeit wirkt sich die Infla­tion auf die Ver­mö­gensen­twick­lung aus. Kurz gesagt: Wer rein auf Tages­geld set­zt, riskiert einen mas­siv­en Ren­ditev­er­lust.

Zur Ver­an­schaulichung eine kleine Rech­nung: Bei ein­er jährlichen Spar­rate von 300 Euro entsprechen die 300 Euro des 1. Jahres bei ein­er Infla­tion­srate von 2 % nach 17 Jahren noch 214 Euro. Von den 300 Euro aus dem 2. Jahr sind nach 16 Jahren noch 219 Euro übrig. Lassen Sie sich angesichts dieser Rech­nung durch den Kopf gehen, ob ein Invest­ment in einen Aktienspar­plan vielle­icht eine infla­tion­sre­sisten­tere Lösung ist. Nicht umson­st gel­ten Aktien als Sach­w­erte. Preis­steigerun­gen bei den Zuliefer­be­trieben gibt die Aktienge­sellschaft beispiel­sweise durch höhere Preise an die End­ver­brauch­er weit­er, der Aktienkurs wird davon kaum bee­in­flusst.

Wie sicher ist Ihr Geld bei einem Sparplan für Kinder?

Sie fra­gen sich, ob Ihr Geld bei einem Spar­plan für Kinder sich­er ist? Die Antwort auf diese Frage hängt von der gewählten Form ab. Haben Sie sich für einen Spar­plan zugun­sten eines Spar­buch­es, eines Tages­geld­kon­tos oder eines Baus­parver­trages entsch­ieden, unter­liegt Ihr Guthaben der soge­nan­nten „Ein­la­gen­sicherung“, die pro Spar­er und Bank min­destens 100.000 Euro beträgt.

Aber auch, wenn Sie sich für einen Invest­mentspar­plan als Spar­plan für Kinder entsch­ieden haben, ist Ihr Geld sich­er, denn die Kun­den­gelder, die in Fond­san­teile investiert sind, zählen zum Son­derver­mö­gen der Fonds­ge­sellschaft. Dieses Son­derver­mö­gen muss getren­nt vom Eigenkap­i­tal der Fonds­ge­sellschaft ver­wahrt wer­den und fällt bei ein­er Insol­venz nicht in die Insol­venz­masse. Der Fonds beste­ht unab­hängig von der Exis­tenz der Fonds­ge­sellschaft weit­er und kann von einem anderen Ver­wal­ter fort­ge­führt wer­den. Einen Risiko­fak­tor gibt es allerd­ings: Fonds und Aktien unter­liegen generell etwaigen Kurss­chwankun­gen.