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Roboterbasierte OP Systeme Kollege Robo, bitte in den OP!

Genauer, sicherer und schneller: Intelligente Roboter halten Einzug in die Operationssäle deutscher Kliniken. Das Potenzial der roboterassistierten OP-Systeme ist enorm. Doch ganz ohne menschliche Unterstützung geht es nicht.

Ob Prostata-, Blasen- oder Nierenoperationen – immer öfter führt nicht der Chirurg das Skalpell. Er sitzt vielmehr konzentriert an einer Konsole. Vor dort aus steuert er die Instrumentenarme eines Roboters per Joystick, und das hochpräzise und zitterfrei. Möglich macht es das sogenannte Da-Vinci-Operationssystem, das längst erfolgreich und flächendeckend an vielen Universitäts- und anderen großen Kliniken eingesetzt wird.

Das Da-Vinci-System gibt dem Operateur über einen Bildschirm, vergrößert und in 3-D, eine direkte Kontrolle über die Bewegungen der Instrumente in Echtzeit und erlaubt es außerdem, offene Operationstechniken von der Konsole aus anzuwenden. Das Robotersystem ermöglicht dem Mediziner eine stereoskopische Sicht über zwei Kameras, und die kleinen chirurgischen Instrumente an den vier Armen des Roboters sind flexibler als die menschliche Hand.

Für den Patienten bedeutet solch ein roboterassistiertes Chirurgiesystem enorme Vorteile: eine größere Präzision, weniger Schmerzen, geringen Blutverlust und nur kleine Operationsnarben. Außerdem ist er in der Regel nach der Operation auch deutlich schneller wieder zu Hause.

Der Experte aus Fleisch und Blut behält die Kontrolle

Doch keine Sorge. Komplett hat der Roboter noch nicht das Kommando übernommen. Im Gegenteil: Selbstständige Bewegungen führt das System nicht aus. Der Operateur behält immer die volle Kontrolle – der Roboter übersetzt nur die Eingaben des Chirurgen. Außerdem muss bei jeder Operation ein zweiter Chirurg direkt beim Patienten am OP-Tisch positioniert sein, der den Operateur bei seiner Arbeit an der Konsole unterstützt und nach Bedarf die chirurgischen Instrumente wechselt.

Deutsche Patienten scheinen für solche technologischen Fortschritte in der Medizin durchaus aufgeschlossen zu sein. Laut einer Umfrage von PricewaterhouseCoopers (PwC) aus dem vergangenen Jahr können sich hierzulande immerhin 41 Prozent vorstellen, eines Tages im Krankheitsfall anstelle des menschlichen Arztes einen „Robo-Doktor“ zu konsultieren. Und nur 25 Prozent lehnen die Idee eines Computers beziehungsweise Roboters mit künstlicher Intelligenz komplett ab.

Klar ist aber: Der Fortschritt in der Medizin ist nicht aufzuhalten. Die Zahl der mithilfe von Robotern erfolgten Eingriffe steigt stetig. Das Research-Haus Allied Market Research schätzt, dass der Markt für robotergestützte chirurgische Systeme sich von 2014 bis Ende dieses Jahrzehnts auf 6 Milliarden Dollar verdoppeln wird.

Riesige Datenmengen sinnvoll nutzen

Und es gibt in der Medizin weitere Beispiele, wo Patienten von dem enormen Fortschritt profitieren können, beispielsweise bei der Diagnose von Krankheiten. Der Supercomputer Watson etwa ist in der Lage, riesige Datenmengen miteinander zu vergleichen und daraus – zunehmend die richtigen – Schlüsse zu ziehen. Der Computer kann mühelos aktuelle Befunde aus Untersuchungen und Diagnosegeräten kombinieren und außerdem alle verfügbaren Datenquellen heranziehen, um eine verlässliche Diagnose zu stellen.

Und die Systeme lernen ständig hinzu – dank der zunehmenden Vernetzung und dem Ausbau von künstlicher Intelligenz. Jedes Mal, wenn Watson etwas dazulernt, fertigt er ein Software-Update an. Die Ärzte sind somit in der Lage, auf Basis der ausgewerteten Daten mögliche Krankheiten noch schneller und effizienter zu erkennen. Der Computer allein kann das noch nicht zuverlässig. Deshalb ist es so wichtig, dass ein menschlicher Experte drüberschaut.

Kombination aus Computersystem und menschlichem Experten

Komplett auf den Roboter zu vertrauen ist mittlerweile auch bei der Geldanlage möglich. Doch beruhigender ist es, wenn der Mensch das letzte Wort hat. So wie bei cominvest. Basierend auf automatisierten Algorithmen erstellt der digitale Vermögensverwalter Anlagevorschläge, die von erfahrenen Finanzexperten von comdirect überprüft werden, bevor sie umgesetzt oder dem Kunden vorgeschlagen werden. Damit vereint cominvest die Neutralität und Effizienz des Computersystems mit dem Know-how und dem gesunden Menschenverstand der Finanzexperten.