cominvest: Strafzölle

cominvest Was bedeuten Strafzölle für Anleger?

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US-Prä­si­dent Donald Trump erhebt Straf­zöl­le auf Stahl und Alu­mi­ni­um und kün­digt wei­te­re Maß­nah­men an. Die inter­na­tio­na­len Bör­sen reagier­ten zuerst nega­tiv. Schnell ent­spann­te sich die Situa­ti­on an den Akti­en­märk­ten jedoch wie­der. Pri­vat­an­le­ger soll­ten trotz­dem auf­pas­sen – für so man­che Bran­che könn­te ein Han­dels­krieg nega­ti­ve Fol­gen haben.

Seit dem 23. März 2018 erhe­ben die USA Straf­zöl­le auf die Ein­fuhr von Stahl und Alu­mi­ni­um. Auf Stahl wer­den Zöl­le von 25 % und auf Alu­mi­ni­um von 10 % erho­ben. Für vie­le Unter­neh­men wird das Ein­schnit­te mit sich brin­gen, die sich in den kom­men­den Bilan­zen nie­der­schla­gen und wahr­schein­lich auch am Akti­en­kurs able­sen las­sen wer­den.

Die Bör­sen reagier­ten auf die Umset­zung der Straf­zöl­le prompt, aber trotz der mög­li­chen Fol­gen rela­tiv gelas­sen. Schließ­lich waren die Zöl­le von den Markt­teil­neh­mern im Vor­feld der Ankün­di­gung erwar­tet wor­den und hat­ten bereits in den Tagen zuvor für Tur­bu­len­zen an den Märk­ten gesorgt. Die Akti­en euro­päi­scher Stahl­her­stel­ler wie Arcelor­Mit­tal, Salz­git­ter oder Voe­st­al­pi­ne gerie­ten unter Druck, haben sich aber kurz danach wie­der davon erholt.

Stahlverarbeitende Unternehmen in USA betroffen

Auch Auto­ak­ti­en gaben nach. Kein Wun­der: Gera­de die Auto­bran­che in den USA ist von den Straf­zöl­len betrof­fen. Stahl und Alu­mi­ni­um sind wich­ti­ge Roh­stof­fe in der Auto­mo­bil­her­stel­lung. Eine Ver­teue­rung durch Straf­zöl­le wirkt sich direkt auf die Kos­ten in der Pro­duk­ti­on aus. Ent­spre­chend fiel der Akti­en­wert von Gene­ral Motors um fast 10 %, der von Ford um 5 %.

Die Papie­re von Fiat Chrys­ler, Daim­ler und Toyo­ta gerie­ten eben­falls unter Druck. Aber auch ande­re US-Indus­trie­un­ter­neh­men wie Boe­ing und Cater­pil­lar traf die Maß­nah­me. Es gibt nicht nur Ver­lie­rer: Von den Straf­zöl­len pro­fi­tie­ren dürf­ten vor allem US-ame­ri­ka­ni­sche Stahl- und Alu­mi­ni­um­ak­ti­en.

Wie geht es mit der Hausse weiter?

Die Aus­wir­kun­gen der ange­droh­ten und ein­ge­führ­ten Straf­zöl­le dürf­ten die Hausse an den Akti­en­märk­ten nicht been­den. Sie haben nur kurz­fris­tig nega­tiv reagiert und sind dann wie­der zum nor­ma­len Tages­ge­schäft zurück­ge­kehrt. Anders dürf­te die Situa­ti­on aus­se­hen, wenn sich die Lage ver­schärft und der Han­dels­kon­flikt zwi­schen den USA und Chi­na stär­ker auf einen Han­dels­krieg zusteu­ert. Dann wer­den die Bör­sen nega­tiv reagie­ren. Beson­ders betrof­fen wären Export­un­ter­neh­men, gera­de die mit glo­ba­len Wert­schöp­fungs­ket­ten.

Wert­pa­pie­re unter­lie­gen Kurs­schwan­kun­gen; damit sind Kurs­ver­lus­te mög­lich. Die frü­he­re Wert­ent­wick­lung ist kein ver­läss­li­cher Indi­ka­tor für die zukünf­ti­ge Wert­ent­wick­lung. Bei Wert­pa­pie­ren in aus­län­di­scher Wäh­rung kann es zu Wert­ver­lus­ten durch Wech­sel­kurs­ver­än­de­run­gen kom­men. Die­ser Text dient aus­schließ­lich Infor­ma­ti­ons­zwe­cken und stellt kein Ange­bot, kei­ne Auf­for­de­rung und kei­ne Anla­ge­emp­feh­lung dar. Sie soll ledig­lich Ihre selbst­stän­di­ge Anla­ge­ent­schei­dung erleich­tern und ersetzt kei­ne anle­ger- und anla­ge­ge­rech­te Bera­tung.