cominvest: Oldtimer als Wertanlage

cominvest Garagengold: Oldtimer als Wertanlage

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Es müssen nicht immer Aktien sein: Mehr und mehr Aut­o­fans über­legen, einen Old­timer zur fahren­den Gel­dan­lage zu machen. Doch lohnt sich das?

Sotheby’s, das weltweit größte Auk­tion­shaus für Samm­ler­autos, hat 2018 einen Reko­rd beim Verkauf von Old­timern erzielt. Bei ein­er Auk­tion an der kali­for­nischen Paz­i­fikküste während der Mon­terey Car Week Ende August kam ein 1962er Fer­rari 250 GTO unter den Ham­mer. Der anonyme Käufer bot 48,405 Mil­lio­nen US-Dol­lar (41,7 Mil­lio­nen Euro) und zahlte damit die höch­ste Summe, die jemals auf ein­er Auk­tion für ein Auto geboten wurde.

Das Samm­ler­stück gehörte zuvor Greg Whit­ten, der sein Ver­mö­gen als Microsoft-Pro­gram­mier­er machte und das Geld in Old­timer investierte. Whit­ten kaufte den Wagen im Jahr 2000 für rund 10 Mil­lio­nen US-Dol­lar. Nach Abzug der Infla­tion ergibt das einen Gewinn von 2,1 Mil­lio­nen US-Dol­lar pro Jahr. Angesichts der Niedrigzin­sen eine ansehn­liche Ren­dite.

Oldtimer liegen im Trend

Whit­ten liegt mit dieser Form des Invest­ments voll im Trend: Immer mehr Aut­o­fans über­legen, einen Old­timer zur fahren­den Gel­dan­lage zu machen. Die Begeis­terung der Inve­storen für Samm­ler­ob­jek­te wie alte Autos, Kun­st oder Wein hat in den ver­gan­genen Jahren stark zugenom­men und deren Preise nach oben getrieben. Das legt ein Blick auf den Coutts Pas­sion Index nahe. Dem­nach haben sich zwis­chen 2005 und Ende 2017 Samm­leruhren um knapp 105 % ver­teuert, bei Wein waren es 153 % und bei Münzen 225 %. Clas­sic Cars legte um fast 332 % zu.

Auch die deutschen Indizes zu Old­timern zeigen ein ähn­lich­es Bild. Laut dem Auto­mo­bil­ver­band VDA stieg der gemein­sam mit Part­nern ermit­telte Old­timer-Index DOX zwis­chen 2008 und Ende 2017 um 35 %. Der von der Süd­west­bank ermit­telte Old­timer-Index OTX verze­ich­nete zwis­chen 2005 und Ende 2017 einen Zuwachs von 302 %. Im Ver­gle­ich dazu erzielte der DAX von 2008 bis 2017 rund 62 % und von 2005 bis 2017 etwa 203 % Zuwachs.

Sind Classic Cars ein gutes Investment?

Sind Old­timer nun ein gutes Invest­ment wie beim Beispiel Whit­ten? Wer sich einen Old­timer zulegt, sollte mehr als einen speku­la­tiv­en Anlass haben. Denn neben den möglichen Wert­steigerun­gen gibt es auch zusät­zliche Kosten, die Wert­pa­piere nicht haben. Clas­sic Cars wollen anders als Aktien, die Anleger sich ins Port­fo­lio leg­en, gehegt, gepflegt, und gefahren wer­den. Unter­bringung, Ver­sicherung und Aus­gaben für Ersatzteile und Repara­turen kön­nen ins Geld gehen. So kann die Investi­tion in alte Autos zu einem kosten­in­ten­siv­en Hob­by wer­den.

Und am Ende ste­ht zudem ein wenig liq­uider Markt, auf dem haupt­säch­lich die sel­te­nen Exem­plare sehr hohe Preise erzie­len. Doch das schreckt einen echt­en Autolieb­haber nicht ab, für ihn zählt die Freude am Fahrzeug. Denn für Old­timer-Fans find­et die Spaßren­dite eh auf der Straße statt.

Wert­pa­piere unter­liegen Kurss­chwankun­gen; damit sind Kursver­luste möglich. Die frühere Wer­ten­twick­lung ist kein ver­lässlich­er Indika­tor für die zukün­ftige Wer­ten­twick­lung. Bei Wert­pa­pieren in aus­ländis­ch­er Währung kann es zu Wertver­lus­ten durch Wech­selkursverän­derun­gen kom­men. Dieser Text dient auss­chließlich Infor­ma­tion­szweck­en und stellt kein Ange­bot, keine Auf­forderung und keine Anlageempfehlung dar. Sie soll lediglich Ihre selb­st­ständi­ge Anlageentschei­dung erle­ichtern und erset­zt keine anleger- und anlagegerechte Beratung.