Börsenweisheit: Never catch a falling knife

cominvest Never catch a falling knife

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Mit­un­ter stür­zen Akti­en­kur­se so schnell ab wie ein fal­len­des Mes­ser. Anle­ger soll­ten sich hüten, vor­zei­tig auf eine Trend­wen­de zu set­zen. Erst nach einer Ana­ly­se der Grün­de und einer Beru­hi­gung am Markt bie­tet sich ein Wie­der­ein­stieg an.

Strom kommt aus der Steck­do­se, und dar­an ver­die­nen die gro­ßen Anbie­ter und ihre Aktio­nä­re gut: Die­se Faust­re­gel galt in Deutsch­land über Jahr­zehn­te, und Ver­sor­ger wie RWE und E.ON waren die ver­meint­lich sta­bils­ten Unter­neh­men im DAX. Ihre Gewin­ne stie­gen zwar nicht all­zu schnell, dafür aber ste­tig. Die Divi­den­den waren erfreu­lich hoch. Und Kurs­rück­schlä­ge fie­len so mode­rat aus, dass die Ver­sor­ger als Akti­en ange­se­hen wur­den, die ide­al für defen­si­ve Anle­ger geeig­net waren. Die Zei­ten haben sich geän­dert. Mit dem Auf­stieg der dezen­tra­len erneu­er­ba­ren Ener­gi­en, vor allem aber nach dem Nukle­ar­un­fall von Fuku­shi­ma und dem beschlos­se­nen Aus­stieg aus der Atom­ener­gie, ver­lo­ren die Ver­sor­ger Stück für Stück an Boden. Die Kur­se gin­gen zurück. Das aller­dings schreck­te vie­le Anle­ger nicht ab. Sie erin­ner­ten sich an die Sta­bi­li­tät alter Zei­ten. Eini­ge kauf­ten nach, als die Kur­se um 20 % ein­ge­bro­chen waren, ande­re stie­gen bei 40 % Minus ein. Aber alle hat­ten zu früh wie­der Ver­trau­en gefasst – und grif­fen in ein „fal­len­des Mes­ser“.

Never catch a fal­ling kni­fe – grei­fe nie in ein fal­len­des Mes­ser“: Das ist eine der prä­gnan­tes­ten Bör­sen­weis­hei­ten. Fried­helm Busch, der in den 1980er- und 1990er-Jah­ren den Deut­schen bei ver­schie­de­nen Fern­seh­sen­dern mit prä­gnan­ten For­mu­lie­run­gen die Bör­se näher­brach­te, hat sei­nen Best­sel­ler nach die­ser Bör­sen­weis­heit benannt. Das Bild vom fal­len­den Mes­ser warnt Anle­ger vor unüber­leg­tem Han­deln und vor­schnel­lem Ein­stieg, wenn Akti­en oder gan­ze Märk­te abstür­zen. Denn wer ein schar­fes Mes­ser im Fal­len auf­zu­fan­gen ver­sucht, ris­kiert eine böse Schnitt­wun­de.

Negative Trends können sehr lange andauern

Immer­hin: Beim fal­len­den Mes­ser in der Küche weiß der Koch, wo der Boden ist. Liegt das Mes­ser erst ein­mal dort, kann er es ohne Gefahr auf­he­ben. Bei einer Aktie im frei­en Fall jedoch ist kein Boden vor­ge­ge­ben. Die gro­ße Fra­ge lau­tet: Wo hört der Fall auf? Opti­mis­ti­sche Anle­ger hof­fen nach star­kem Kurs­rück­gang auf eine schnel­le Gegen­be­we­gung. Aber ist das rea­lis­tisch? Woher soll die Wen­de kom­men, solan­ge sich die Stim­mung der Bör­sia­ner zu einer Aktie oder zum Gesamt­markt nicht auf­hellt? Soll­te der Kurs dre­hen, weil der Anle­ger bei einer Aktie an ein bestimm­tes Kurs­ni­veau gewohnt war? Wohl kaum. Die bit­te­re Leh­re aus vie­len Kurs­stür­zen an den Bör­sen lau­tet: Kei­ne Aktie ist so bil­lig, dass sie nicht noch bil­li­ger wer­den könn­te. Nega­ti­ve Trends kön­nen viel län­ger andau­ern, als opti­mis­ti­sche Anle­ger erwar­ten.

Wie tief die Kur­stä­ler aus­fal­len und wie lan­ge der Nega­tiv­trend anhält, hängt maß­geb­lich von den Grün­den des Abstur­zes ab. Mal han­delt es sich um eine tem­po­rä­re Schwä­che. Sie kann zum Bei­spiel kon­junk­tur­be­dingt sein. In einer welt­wei­ten Rezes­si­on etwa ver­kau­fen sich Luxus­ar­ti­kel weni­ger gut, die Gewin­ne der Her­stel­ler sin­ken. In die­sem Fall geben die Kur­se von Luxus­kon­zer­nen ten­den­zi­ell nach. Aber irgend­wann wird die Kon­junk­tur wie­der dre­hen und die Akti­en der Luxus­kon­zer­ne wer­den davon pro­fi­tie­ren. „Eine Kauf­ge­le­gen­heit ent­steht dann, wenn ein gutes Unter­neh­men plötz­lich ein gro­ßes, aber lös­ba­res Pro­blem hat“, erklärt der legen­dä­re Invest­ment­pro­fi War­ren Buf­fett. Er ist bekannt dafür, in Unter­neh­men zu inves­tie­ren, die aktu­ell weni­ger kos­ten, als sie eigent­lich wert sind.

Gründe für den Absturz analysieren

Lang anhal­ten­der Kurs­ver­fall dage­gen ist bei exis­ten­zi­el­len Unter­neh­mens­pro­ble­men mög­lich. Die­sel­skan­da­le bei Auto­mo­bil­un­ter­neh­men, gra­vie­ren­de Sicher­heits­pro­ble­me bei IT-Spe­zia­lis­ten oder uner­war­te­te Neben­wir­kun­gen von Medi­ka­men­ten von Phar­ma­fir­men kön­nen die Exis­tenz der jewei­li­gen Unter­neh­men gefähr­den. Das gilt auch, wenn ein Unter­neh­men einen grund­sätz­li­chen Trend ver­schläft, so wie etwa einst Nokia bei den Smart­pho­nes. Ähn­lich gra­vie­ren­de Abstür­ze sind mög­lich, wenn sich das Geschäfts­mo­dell einer kom­plet­ten Bran­che ändert – so wie es bei den Ver­sor­gern oder bei den Solar­un­ter­neh­men in Deutsch­land zu beob­ach­ten war, bei den Ban­ken nach der Finanz­kri­se und wie es viel­leicht auch bald bei den Auto­mo­bil­bau­ern mit der neu­en Her­aus­for­de­rung Elek­tro­mo­bi­li­tät sein könn­te. Hier kön­nen die Mes­ser sehr tief fal­len bzw. die Akti­en sehr tief sin­ken.

Robo-Advisor meidet fallende Messer

Del­le oder dau­er­haf­ter Rück­schlag: Wann ist der rich­ti­ge Punkt gekom­men, um wie­der in Ein­zel­wer­te oder in gesam­te Märk­te ein­zu­stei­gen? Am sinn­volls­ten ist es, die Ursa­chen eines Kurs­rück­gangs ohne Emo­tio­nen zu ana­ly­sie­ren, Bauch­ge­fühl und Wunsch­den­ken aus­zu­schal­ten und recht­zei­tig wie­der ein­zu­stei­gen. Dabei hel­fen kann eine digi­ta­le Ver­mö­gens­ver­wal­tung wie comin­vest. comin­vest ist ein soge­nann­ter Robo-Advi­sor – eine Kom­bi­na­ti­on von Finanz­markt­ex­per­ten mit lang­jäh­ri­ger Erfah­rung und der Effi­zi­enz einer Invest­ment-Soft­ware, die auf der Basis von Daten Chan­cen und Risi­ken berech­net. comin­vest ermit­telt anhand der Anga­ben des Kun­den aus den fünf Anla­ge­stra­te­gi­en mit unter­schied­li­chen Ren­di­te-Risi­ko-Pro­fi­len, die pas­sen­de. Der Robo-Advi­sor legt das Geld der Kun­den ent­spre­chend der abge­spro­che­nen Stra­te­gie in aktiv gema­nag­ten Invest­ment­fonds sowie pas­siv inves­tie­ren­den Exchan­ge Tra­ded Funds (ETFs) und Exchan­ge Tra­ded Com­mo­di­ties (ETCs) an.

Die Mus­ter­de­pots wer­den dyna­misch gema­nagt. Danach ana­ly­siert der Robo-Advi­sor mit einem spe­zi­ell ent­wi­ckel­ten Invest­ment-Algo­rith­mus dau­er­haft alle ver­füg­ba­ren Infor­ma­tio­nen zu den Wert­pa­pier­märk­ten. Im Abstand von 16 Wochen gibt es Emp­feh­lun­gen zur Opti­mie­rung des Depots. Wenn die Märk­te stark schwan­ken und die Risi­ko­gren­zen über­schrit­ten wer­den, greift der Robo-Advi­sor auch sofort ein und tariert die Anla­ge­klas­sen neu aus. Natür­lich kann auch eine digi­ta­le Ver­mö­gens­ver­wal­tung Ver­lus­te nicht aus­schlie­ßen. Aber aus dem Bauch­ge­fühl ins fal­len­de Mes­ser zu grei­fen – das ist beim Robo-Advi­sor comin­vest aus­ge­schlos­sen.