Börsenweisheit: Hin und her macht Taschen leer

Börsenweisheit Hin und her macht Taschen leer

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Anleger han­deln oft zu schnell emo­tion­al. Die Börsen­weisheit „Hin und her macht Taschen leer“ warnt vor diesem Fehler. Das bessere Rezept: Strate­gie klar definieren und das Depot emo­tions­frei und dynamisch anpassen.

Aus Anlegersicht ist „Hans im Glück“ im gle­ich­nami­gen grimm­schen Märchen ein hoff­nungslos­er Fall. Sieben Jahre hat er hart gear­beit­et und dafür einen großen Klumpen Gold bekom­men. Dann jedoch lässt er sein Ver­mö­gen in kurz­er Zeit durch die Fin­ger rin­nen: Erst tauscht er das Gold gegen ein Pferd ein, dann gibt er das Pferd für eine Kuh her, die Kuh schließlich tauscht er gegen ein Schwein. Das geht so lange weit­er, bis Hans schließlich gar nichts mehr hat.

Von 100 auf 0: Totalver­luste wie im Märchen bekla­gen die wenig­sten Anleger, die an der Börse investieren. Aber ganz ähn­lich wie Hans kaufen und verkaufen viele von ihnen ihre Aktien, ETFs oder Invest­ment­fonds zu häu­fig – und dann auch noch zum falschen Zeit­punkt. Bei Einzel­w­erten sind die Ver­luste teil­weise drastisch – wenn Anleger etwa ihre Alloka­tion täglich ändern, wenn sie sehr kurzfristig auf Wert­pa­piere spekulieren und ver­meintlichen „Geheimtipps“ nach­laufen. Auch bei Fonds macht sich man­gel­nde Geduld bemerk­bar. Das bestätigte zulet­zt die Studie „Mind the Gap“ der Fond­srat­ing-Agen­tur Morn­ingstar. Sie unter­suchte in den wichtig­sten Indus­trielän­dern und Anlagekat­e­gorien über zehn Jahre bis März 2018, ob im Durch­schnitt die Fonds oder die Einze­lan­leger bess­er abschnit­ten. Das Resul­tat: In den meis­ten Kat­e­gorien ging Anlegern durch unpassendes Trad­ing Per­for­mance ver­loren, bei inter­na­tionalen Fonds erziel­ten sie sog­ar rund 25 % weniger Gewinn.

Emotionen sind kein guter Anlageberater

Mit ein­er alten Börsen­weisheit wären die Anleger bess­er gefahren. Sie heißt: „Hin und her macht Taschen leer.“ Börsen­weisheit­en beschreiben kom­plexe Zusam­men­hänge an den Finanzmärk­ten in ein­fachen Worten. In ihnen steckt oft erstaunlich viel Wahres. So kön­nen sie Anlegern wichtige Leitlin­ien für die eigene Strate­gie liefern. „Hin und her macht Taschen leer“ ist aus zwei Grün­den wei­thin anerkan­nt: Zum einen kostet jed­er Kauf- und Verkaufsvor­gang Geld. Diese Ent­gelte sind in Zeit­en von Onlinebank­ing, kosten­losen Depots und gesunke­nen Orderge­bühren zwar viel niedriger als vor der Jahrtausendwende. Den­noch fall­en sie ins Gewicht, ins­beson­dere bei aktiv­en Tradern.

Größer aber noch ist die Gefahr des falschen Tim­ings: Viele Anleger han­deln unstruk­turi­ert und schicht­en in stür­mis­chen Börsen­zeit­en ihre Wert­pa­piere plan­los um. Bei kleinen Rück­set­zern tren­nen sie sich aus Angst vor einem Kurssturz zu früh von ein­er Aktie oder gar vom ganzen Depot. Bei steigen­den Kursen warten sie zu lange mit dem Wiedere­in­stieg. Für Psy­cholo­gen und Finanz­ex­perten ist deshalb klar: Emo­tio­nen sind kein guter Anlage­ber­ater. Sin­nvoller ist es, auf eine klare Strate­gie und auf Geduld zu set­zen. „Time schlägt Tim­ing“, erk­lärt Dr. Frank Sil­ber, Prod­uct-Man­ag­er Invest­ing bei comdi­rect: „Anleger müssen sich fra­gen, welche Risiken sie langfristig bei der Gel­dan­lage einge­hen wollen, und sie müssen ihr Depot danach sorgfältig struk­turi­eren.“ Dieser erste Schritt ist eine solide Basis für eine erfol­gre­iche Gel­dan­lage. Aber angesichts der immer schnelleren Entwick­lun­gen auf den Kap­i­talmärk­ten reicht diese Basis allein kaum aus. „Heute soll­ten Port­fo­lios nicht nur diver­si­fiziert, son­dern auch regelmäßig geprüft wer­den, ob die gewählte Anlagestruk­tur noch zur aktuellen Börsen­phase passt“, sagt Dr. Frank Sil­ber.

Strategisch investieren und dynamisch managen

Eine klare Fes­tle­gung der Strate­gie und eine dynamis­che Depotan­pas­sung ermöglicht com­in­vest – die dig­i­tale Ver­mö­gensver­wal­tung (oder „Robo-Advi­sor“) von comdi­rect. com­in­vest find­et zunächst gemein­sam mit dem Kun­den anhand eines Fragekat­a­logs das passende Anlage­pro­fil her­aus und somit ergibt sich eine von ins­ge­samt 5 Anlages­trate­gien mit unter­schiedlichen Ren­dite-Risiko-Pro­filen. Der Robo‐Advisor legt das Geld der Kun­den, entsprechend der ermit­tel­ten Strate­gie, in einem Mus­ter­de­pot mit aktiv gem­anagten Invest­ment­fonds sowie mit pas­siv investieren­den Exchange Trad­ed Funds (ETFs) und Exchange Trad­ed Com­modi­ties (ETCs) an. Ver­schiedene Anlageklassen wie Aktien, Anlei­hen oder Rohstoffe sind dabei so gewichtet, dass das jew­eils gewün­schte Risiko nicht über­schrit­ten wird.

Anschließend wer­den die Mus­ter­de­pots dynamisch gem­anagt. Das heißt: Mit einem speziell entwick­el­ten Invest­ment-Algo­rith­mus analysiert der Robo-Advi­sor die Kap­i­talmärk­te. Im Abstand von 16 Wochen gibt es Empfehlun­gen zur grund­sät­zlichen Opti­mierung des Depots. Wenn die Märk­te stark schwanken und die Risiko­gren­zen über­schrit­ten wer­den, greift der Robo-Advi­sor auch sofort ein.

Der Robo-Advi­sor com­in­vest ver­mei­det für die Kun­den die bei­den wichtig­sten Fall­en, die zum „Hin und her macht Taschen leer“ führen: Depotan­pas­sun­gen wer­den nicht emo­tion­al und übereilt ange­gan­gen, son­dern nur nach klaren ratio­nalen Regeln. Und selb­st häu­figere Anpas­sun­gen verur­sachen keine Zusatzge­bühren. Denn in der All-in-Fee sind alle Transak­tion­skosten und Aus­gabeauf­schläge, Depot­führung und Order­ent­gelte bere­its enthal­ten.