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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Hoffnung auf Frieden in Nahost treibt an
Di, 14.04.26 18:25· Quelle: dpa-AFX
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf Frieden in Nahost hat dem deutschen Aktienmarkt am Dienstag neue Aufwärtsimpulse gegeben. Die hohen Ölpreise gaben spürbar nach.
Der deutsche Leitindex Dax
Nachdem sich tags zuvor, inmitten der Waffenruhe und nach erfolglos verlaufenen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran am Wochenende, beide Parteien weiter drohten, war in neuen Gesprächen von "großen Fortschritten" die Rede. Von diesen hatte US-Vizepräsident JD Vance gesprochen und ergänzt, dass nun Teheran am Zug sei, bei dem für die USA wichtigsten Punkt, dem iranischen Atomprogramm, Zugeständnisse zu machen.
Die Chance auf ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen ist folglich noch nicht vom Tisch. Ein Friedensabkommen würde zugleich die Straße von Hormus öffnen, einen für die Weltwirtschaft wichtigen Schifffahrtsweg, wie Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners sagte. Für die globale Wirtschaft könnte dadurch wieder eine langsame Normalisierung in Gang kommen.
Zudem wollen die libanesische Regierung und Israel erstmals seit Jahrzehnten direkte Gespräche beginnen. Israel strebt laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein dauerhaftes Friedensabkommen an und fordert eine Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz, die mit dem Iran verbündet ist.
In Europa ging es für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
Im Dax waren die Aktien der Deutschen Bank mit plus 3,8 Prozent Spitzenreiter. Commerzbank stiegen um 2,5 Prozent. Die US-Banken JPMorgan, Citigroup und Wells Fargo hatten im ersten Quartal mit ihren Gewinnen besser als erwartet abgeschnitten.
Die Aktie von Nordex litt nach Auftragszahlen und einer Abstufung durch MWB Research aus Bewertungsgründen unter Gewinnmitnahmen. Das Papier des Windturbinenherstellers gab um 0,9 Prozent nach, hatte aber erst in der vergangenen Woche ein Rekordhoch erklommen.
Für Aixtron ging es um weitere 4,2 Prozent bergab, nachdem die Investmentbank Oddo BHF ihre positive Anlageempfehlung gestrichen hatte. Inzwischen sei bereits ein sehr guter Geschäftsverlauf bis 2027 eingepreist, schrieb Analyst Martin Marandon-Carlhian.
Nemetschek büßten 3,4 Prozent ein. Der auf die Bauindustrie spezialisierte Softwareanbieter hatte die Übernahme des US-Unternehmens Heavy Construction Systems Specialists (HCSS) angekündigt. Auch wenn die Transaktion strategisch sinnvoll sei, gehe sie zu Lasten der Bewertung und einer höheren Komplexität, urteilte Experte Charles Brennan von Jefferies.
Heidelberger Druck stachen im Nebenwerte-Index SDax
Stahlwerte profitierten davon, dass die EU zum Schutz der europäischen Industrie ihre Einfuhrregeln verschärft. Salzgitter und Thyssenkrupp verzeichneten Kursgewinne von 5,2 beziehungsweise 3,3 Prozent. Damit setzten die Aktien ihre Ende März begonnene Erholungsrally fort./ck/he
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---
Werte in diesem Artikel
| Name | Aktuell | Diff.% | Börse |
|---|---|---|---|
| AIXTRON SE | 57,38 | +1,63 % | Xetra |
| CITIGROUP INC | 133,28 | +0,61 % | NYSE |
| COMMERZBANK AG | 36,44 | +0,11 % | Xetra |
| DAX PERFORMANCE INDEX | 24.547,81 | -0,28 % | Xetra |
| DEUTSCHE BANK AG | 27,495 | +0,68 % | Xetra |
| EURO STOXX 50 | 6.069,81 | +0,12 % | STOXX |
| HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN AG | 1,367 | 0,00 % | Xetra |
| JPMORGAN CHASE & CO | 311,11 | -0,40 % | NYSE |
| MDAX PERFORMANCE INDEX | 31.874,45 | -0,78 % | Xetra |
| NEMETSCHEK SE | 61,75 | -2,68 % | Xetra |
| NORDEX SE | 39,48 | -2,85 % | Xetra |
| SALZGITTER AG | 61,30 | -1,37 % | Xetra |
| SDAX PERFORMANCE-INDEX | 18.285,33 | -0,61 % | Xetra |
| THYSSENKRUPP AG | 11,29 | -0,57 % | Xetra |
| WELLS FARGO & COMPANY | 80,96 | -1,20 % | NYSE |
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