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Dividenden als Renditebringer 

Aktien von Unternehmen, die ihre Anteilseigner Jahr für Jahr mit hohen Gewinnausschüttungen verwöhnen, gehören in jedes Depot. Denn die Dividende hat langfristig einen enormen Anteil an Deinem Anlageerfolg. 

Wer wünscht es sich nicht, dass Jahr für Jahr ein sattes Sümmchen auf dem Konto landet? Früher waren das für viele von uns die Zinsen, die Tages- oder Festgeld, Bundesanleihen oder Bonds von Unternehmen gebracht haben. Diese Zinsen gibt es ja leider nicht mehr, aber Dividenden sind eine schöne Alternative. Die Dividendenstrategie ist eine der beliebtesten Börsenstrategien. Dabei setzt Du auf Aktien, die Dich als Aktionärin mit Ausschüttungen verwöhnen. Du erzielst also mit dieser Strategie unabhängig von der Kursentwicklung regelmäßige Erträge aus Aktien. Ein willkommenes kleines Extra auf dem Konto! Die börsennotierten Unternehmen in Europa schütten Expertenschätzungen zufolge in diesem Jahr eine Rekordsumme von insgesamt 350 Milliarden Euro aus. Die Aktiengesellschaften kommen damit auf eine durchschnittliche Dividendenrendite von vier Prozent. Von einer solchen Rendite können Sparer nur träumen.

 

Ausschüttungen sind ein Airbag für Dein Depot 

Kein Wunder, dass die Dividende ein wichtiges Kriterium für den Wertpapiererfolg ist. Die Ausschüttungen machen über einen langen Zeitraum betrachtet einen erheblichen Anteil an der Gesamtrendite einer Aktie aus. In den vergangenen 40 Jahren wurde laut der Fondsgesellschaft Allianz Global Investors die durchschnittliche jährliche Rendite einer Anlage in europäischen Aktien zu 41 Prozent durch den Performance-Beitrag der Dividenden getragen. Diese Ausschüttungen können in schwierigen Zeiten auch für ein stabileres Kursniveau sorgen. Untersuchungen zeigen, dass die Schwankungen von Unternehmen, die eine Dividende zahlen, deutlich geringer sind, als die, die keine Dividenden ausschütten. Die Ausschüttungen sind quasi ein Airbag für das Depot. Komplett vor Verlusten schützen können sie aber natürlich auch nicht.

 

Dividenden bringen langfristig gute Rendite 

Die 30 im Dax gelisteten Unternehmen schütteten in den vergangenen Jahren im Schnitt gut drei Prozent aus. Für den deutschen Aktienindex und seine Entwicklung sind Dividenden entscheidend. Der Dax ist nämlich ein Performanceindex, das heißt, dass die Dividenden reinvestiert werden. Wie groß dieser Effekt ist, zeigt der Vergleich des Dax mit dem Dax-Kursindex (ohne Dividende): Der Dax stand Ende Februar 2018 bei knapp 11.500 Punkten. Der Kursindex bei etwa 5.300 Punkten – damit summiert sich das zusätzliche Plus durch die Dividenden seit 1988 auf mehr als 50 Prozent. Die Dividende ist also langfristig ein ziemlich guter Renditebringer, vor allem wenn wir sie reinvestieren, also sofort wieder anlegen. Deshalb sollten wir für den langfristigen Vermögensaufbau auch Fonds und ETFs mit dem Zusatz „thesaurierend“ wählen. Denn dann werden die Erträge gleich wieder angelegt. Bei ausschüttenden Fonds oder ETFs sowie Einzelaktien landen die Dividenden auf dem Konto. Du musst dann selber entscheiden, was Du mit dem Geld machst.

 

Tipps zur Auswahl einer passenden Aktie mit Dividende 

Wenn Du Dich für diese Strategie entscheidest, ist das wichtige Anlagekriterium die bereits erwähnte Dividendenrendite: Sie beschreibt das Verhältnis des ausgeschütteten Gewinns zum Aktienkurs. Je höher, desto besser. Allerdings kann eine sehr hohe Dividendenrendite mitunter auch in die Irre führen. Nämlich dann, wenn der Kurs gerade abgestürzt ist. Denn dann steigt die Dividendenrendite rein rechnerisch. Diese Kennzahl darf also niemals Dein alleiniges Anlagekriterium sein. Es kann schließlich einen guten beziehungsweise schlechten Grund haben, warum ein Aktienkurs abgeschmiert ist. Gerät ein Unternehmen in die Krise, sinkt nicht nur der Kurs. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Ausschüttung schmerzhaft reduziert oder gleich ganz zusammengestrichen wird. Schau also auch, wie das Unternehmen gerade dasteht. Macht es Gewinn, stimmen die Umsätze und wie sieht es mit der Prognose für die Zukunft aus?

Achte bei der Auswahl auch darauf, dass das Unternehmen bereits in der Vergangenheit regelmäßig hohe Dividenden ausgeschüttet hat. Kontinuität zahlt sich aus. Ein Qualitätsmerkmal ist auch, wenn die Dividende regelmäßig erhöht wird. Außerdem sollte die Ausschüttung aus dem laufenden Gewinn erfolgen und nicht aus der Substanz.

Wenn Dir das alles zu kompliziert oder zu zeitintensiv ist, kannst Du die Arbeit natürlich Fondsmanagern überlassen. So gut wie jede Kapitalanlagegesellschaft bietet Fonds an, die die Dividendenstrategie verfolgen. Außerdem gibt es natürlich börsengehandelte Indexfonds (ETFs), die die Wertentwicklung der entsprechenden Dividendenindizes abbilden. Einer davon ist übrigens der DivDax, in ihm sind die 15 ausschüttungsstärksten Aktien aus dem Dax gelistet.

 

Das Wichtigste in Kürze: 

  • Die Dividende ist ein wichtiges Kriterium für den Wertpapiererfolg.
  • Europäische Aktiengesellschaften schütten vorrausichtlich 2019 eine Rekordsumme von insgesamt 350 Milliarden Euro an ihre Aktionäre aus und kommen damit auf eine durchschnittliche Dividendenrendite von vier Prozent.
  • Wichtigstes - aber auf keinen Fall das einzige - Anlagekriterium ist die Dividendenrendite.
  • Du kannst auf Einzelaktien mit hoher Ausschüttungsquote setzen oder aber in entsprechende Fonds und ETFs investieren.

 

Über Jessica Schwarzer: 

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Jessica Schwarzer ist Autorin für das finanz-heldinnen Magazin und eine der renommiertesten Finanzjournalistinnen Deutschlands. Ihre Leidenschaft für die Börse hat die gebürtige Düsseldorferin zum Beruf gemacht. Die langjährige Chefkorrespondentin und Börsenexpertin des Handelsblatts (2008 bis 2018) arbeitet heute selbstständig als Journalistin und Moderatorin. Sie hat mehrere Bücher über die Psychologie von Anlegern und Investmentstrategien geschrieben. Die deutsche Aktienkultur ist ihr eine Herzensangelegenheit, für die sie sich auch mit Vorträgen und Seminaren stark macht. Darüber hinaus schreibt sie eine wöchentliche Kolumne bei onvista.de, einem der meistbesuchten Finanzportale in Deutschland.

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